Eine Utopie zu mithaben (Reblog+)

Im Voraus, weil es im Artikel keine Erwähnung findet und erst im Kommentar angesprochen wird. Wünsdorf ist eine nach der Wende gegründete Bücherstadt, wo sich vor allem Antiquariate mit ihren enormen Bücherdepots niederliessen. Mehr dazu HIER.

Roland Mischke

Grüner Visionär
Über eine Idee von Eckhart Hahn

Berliner Zeitung, 25.10.019

 

40 Kilometer vor Berlin
Wie Wünsdorf die erste Öko-Stadt der Welt werden könnte

Ausgerechnet Wünsdorf, die lange verbotene Stadt. Sie ist zu seinem Lieblingsprojekt geworden, zu seinem Lebensprojekt. In Wünsdorf will Ekhart Hahn die erste Öko-Stadt der Welt errichten.

Auf brandenburgischen Sand soll auf 90 Hektar Fläche eine Gartenstadt entstehen, der Gründer nennt sie „einen ökologischen Lernort, wie es ihn weltweit noch nirgendwo gibt. Ein neuer Lebensraum, ein Zukunftsmarkt.“ Und der Sand, sagt Hahn, der Siedlungsökologe, werde dabei kein Nachteil sein, ganz im Gegenteil.

Für DDR-Bürger war Wünsdorf gesperrt

Ausgerechnet Wünsdorf, 40 Kilometer südlich von Berlin. Seit 1910 Militärstadt mit Infanterieschule, Kasernen und Truppenübungsplätzen. Im Ersten Weltkrieg war hier das Hauptquartier der Reichswehr. 1935, zwei Jahre nach Machtergreifung der Nationalsozialisten, wurde das Oberkommando der Wehrmacht dorthin verlegt.

1945 übernahm der militärische Führungsstab der sowjetischen Streitkräfte der Roten Armee die Stadt, von Wünsdorf aus wurde die finale Schlacht um Berlin befehligt. Nach der Kapitulation rückte das Oberkommando der sowjetischen Streitkräfte ein, der Kalte Krieg begann. Für DDR-Bürger war Wünsdorf gesperrt.

1994 zogen die Russen ab und hinterließen eine heruntergekommene Stadt, teilweise vermint und weitgehend leer. Heute hat Wünsdorf knapp über 6000 Einwohner, nun sollen noch 10.000 dazukommen. Wenn es nach Ekhart Hahn geht.

(…)
Er ist Architekt, Raumplaner und Siedlungsökologe, 76 Jahre alt, Segler. Das erklärt seine Sprache.

Unsere Städte, sagt er, seien wie fossile Tanker, würden immer schwerfälliger. „Wir brauchen postfossile, wendige, gutorganisierte Segler. Wünsdorf soll zu dem Segelboot werden, das der Welt zeigen wird, wie sich die Städte umbauen lassen. Dass es in der Brandenburger Sandwüste steht, ist für unser Projekt von Vorteil. Mit neuen Nährkreisen werden wir daraus eine fruchtbare Gartenstadt machen.“

Ekhart Hahn ist ein nüchterner Mann, er hat alles durchgeplant und 2016 den Verein ICEC gegründet, International Campus Eco City. Hahn hat Kontakte zu großen Wirtschaftsunternehmen, zu Bundestagsabgeordneten, Brandenburger Landespolitikern und zu Softwareunternehmen. Für ein großes Projekt muss mit anderen zusammen groß gedacht werden. Und wenn sie es verstehen, werden sie zu Unterstützern. Wie der SPD-Politiker Wolfgang Thierse, Bundestagspräsident a.D., den Hahn vor Jahren kennenlernte.

Sie kamen ins Gespräch darüber, was jeder Einzelne dazu beitragen kann, den Klimawandel und die damit verbundenen Flucht- und Siedlungsbewegungen zu begleiten. Die größte Herausforderung auf dem Planeten, sagte Thierse. Hahn erzählte vom Plan einer Eco City. Im Grußwort für das Heft, das das ICEC-Projekt vorstellt schreibt Thierse: „Wir brauchen durchdachte Visionen, wie die zentralen Probleme unserer Zeit zu lösen sind. Ich wünschte sehr, dass dieses Projekt gelingen möge – als ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg in eine hoffnungsvolle Zukunft.“

(…)

Ekhart Hahn ist in Stettin geboren, die Eltern waren Ärzte, die Familie wurde 1945 vertrieben und landete in Niedersachsen. Von dort ging Hahn 1970 an die TU Berlin, war nach fünf Jahren Studium Dozent und bereiste 1975 im Auftrag des Ministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit China. „Noch in der Mao-Zeit, das Land war rückständig, aber es wollte vorankommen.“ In den Siebziger- und Achtzigerjahren hat Hahn in China gelehrt. Sein Thema: die umweltbezogene Siedlungspolitik.

Beeindruckt von dem Report „Die Grenzen des Wachstums“ vom Club of Rome entschied er sich dann für eine berufliche Neuausrichtung und zog sich für sieben Jahre in das Dorf Riedlingen im Schwarzwald zurück. Dort entwickelte er die Thesen zur Siedlungsökologie, die er in mehreren Büchern verbreitete. Zurück in West-Berlin folgten weitere Bücher über die Zukunft der Städte. Die TU Dortmund berief ihn zum Honorarprofessor für Ökologische Stadt- und Raumplanung, das lehrt er seit 1998 auch in Japan.

(…)

Hahn und der Verein ICEC wollen in Wünsdorf 30 Millionen Euro in Grundstücke investieren. In den Machbarkeitsstudien gruppiert sich der Stadtplan um eine grüne Mitte, gerahmt von Wohnquartieren, einer Öko-Station als Herzkammer der Eco City und einem Besucherzentrum. Hier werden sämtliche Energie- und Stoffströme zusammenlaufen, permanent kontrolliert, neu aufbereitet und wieder in den Kreislauf des Stadtorganismus eingespeist. Auf 20 Hektar wird Gartenland, auf 3,5 Hektar werden Gewächshäuser für Gemüse, Obst und Beeren entstehen. Terra preta, schwarze Erde, die sich im Boden des Amazonasbeckens als fruchtbar erwiesen hat, wird den märkischen Sand bedecken. Dazu Biomasse aus Abfällen der Bewohner und ihre Fäkalien zum Düngen.

Die Energieversorgung geschieht nach dem Smart Grid System, es handelt sich um intelligente Stromnetze mit hocheffizienten Energiespeichern. Die kreislauforientierte Technik führt Grund- und Oberflächenwasser, Regen-, Grau- und Schwarzwasser zusammen. Es wird eingesetzt in der urbanen Landwirtschaft, in Gärten, Freiräumen und zur Kühlung. Angelegt werden Wasserläufe, Teiche und eine Fischzuchtanlage. Autos dürfen nicht hinein in die Gartenstadt, Fahrradwege werden gebaut, die Beförderung der Versorgung wird durch Lastenräder und Elektromobilität geleistet. Die Zugereisten sollen  in lichten Häusern mit bunten Fassaden leben.

„Öko-Städte werden unser Überleben sichern“

Angetan ist Ekhart Hahn von den massiven denkmalgeschützten Bauten Wünsdorfs. Die robuste Bausubstanz wird ökologisch saniert. In die einstige Panzerhalle, 120 Meter lang und ebenso breit, 90 Meter hoch, werden drei Etagen implantiert – für Seminarräume und Werkstätten des Campus-Instituts.

Der „Kulturpalast“, in dem einst führende Militärs der Sowjets Klassikkonzerten lauschten, wird zum interkulturellen Zentrum, zum House of One für lernende und lehrende Studierende, die Muslime, Buddhisten und Christen sind. „Öko-Städte werden unser Überleben sichern“, sagt Hahn. „Wenn alle zusammenhalten. ICEC Wünsdorf wird die Blaupause sein.“

Eine Schlüsselaufgabe der Menschheit

Die behördlichen Voraussetzungen sind erfüllt, dank einer großzügigen privaten Spende konnte ein Koordinationsbüro etabliert werden. Jetzt soll Hahns Vorarbeit Früchte tragen. Er hat einen Stab an Experten versammelt: für urbane Landwirtschaft, Landschaftsarchitekten, Pioniere des baubiologischen Planens, dazu Stadtplaner und Künstler.

Der Spezialistenpool wird Studierenden aus aller Welt zur Verfügung stehen, sie werden einige Monate oder Jahre in Wünsdorf leben und dann in ihre Länder zurückkehren.

So arbeitet ICEC inzwischen mit einem Büro in Singapur zusammen, dass dort eine völlig neue Wasserversorgung entwickelt hat. Hahns will Ideen von überallher in der Campusstadt zu konzentrieren. „Der ökologische Stadtumbau ist die Schlüsselaufgabe der Menschheit im 21. Jahrhundert“, sagt er immer wieder.

Er weiß aber auch, dass es nicht genügt, den weltweiten Anforderungen mit Plastikreduktion oder Wärmedämmung zu begegnen. Gebraucht wird ein überzeugendes Konzept. Die Aktivisten von Fridays for Future unterstützt er. Er sagt aber auch: „Sie kennen die Lösungen nicht.“ Ekhart Hahn hingegen glaubt, die Mittel zu kennen, um dem Klimawandel effektiv begegnen zu können.

Da ist die zellulare Vernetzung der Systeme: Wärme aus der Erdtiefe, Energie von der Sonne durch Fotovoltaik, Wasserrecycling und ein perfekter innerer Nährkreislauf. „Die Ressourcen, die wir zum Lebensunterhalt brauchen, werden auf Quartiersebene dezentral neu in Beziehung gesetzt“, sagt Hahn. „Das deutet bereits die neue Mobilität an: kurze Wege, Fahrrad- und Fußgängerbereiche, Frischemärkte, kleine Läden.“ Die lokale Ökonomie hat sich in Mikrostrukturen und der Kiezkultur durchgesetzt. In Wünsdorf sollen 80 Prozent des Gemüse- und Obstbedarfs in der Stadt produziert werden. Für Ekhart Hahn ist das „der Übergang ins postindustrielle Zeitalter“.

Noch wird in Wünsdorf nicht umgegraben und gebaut. Bald aber könnte es so weit sein.


Kommentare:

Anne Schmidt

Die Idee Herrn Hahns von der ökologischen Stadt in Wünsdorf erinnert mich an die Ökostadt Davis bei San Francisco und an die Aussteigerkolonie Eden bei Oranienburg, die Ende des 19. Jahrhunderts von Lilienthal aus Blockhohlsteinen errichtet wurde.
In der Zeit der Planung für ein neues Tempelhofer Feld teilten wir (Bürgerinitiative Flughafen Tempelhof) in einer der zahlreichen Pressekonferenzen der damaligen zuständigen Senatorin, Frau Junge-Reyer, mit, dass die Ökostadt Davis ein Vorbild für eine autofreie Siedlung auf dem Flughafen sein könne.
Leider gingen die späteren Planungen, die Volk sei`s gedankt, in einer Volksabstimmung abgelehnt wurden, völlig an diesen Visionen vorbei. Hätte die Utopie einer ökologischen, autarken kleinen Stadt zur Abstimmung gestanden, wäre das Ergebnis sicherlich anders ausgefallen.
Wünsdorf ist bahntechnisch gut an Berlin angebunden, aber sind die Altlasten aus Land und Wasser wirklich verschwunden? Die befürchteten Kosten für die Dekontaminierung des riesigen Militärareals bei Jüterbog haben die Entscheidungsträger und Lobbyisten Anfang der 1990er dazu bewogen, Schönefeld zum Standort für den Mammutflughafen BER zu küren.
Die Kosten, die bisher in Schönefeld und Umgebung entstanden sind, haben alle anderen wichtigen Problemfelder in Berlin in den Schatten gestellt. Die Brände vom letzten Jahr auf dem “Minenfeld” bei Jüterbog stellen ein weiteres Kapitel im Brandenburger Katastrophenarchiv dar.
Ich hoffe, dass Herr Hahn in der einstigen Bücherstadt Wünsdorf nur ein zurückgebliebenes Archiv und kein vergrabenes und versenktes Arsenal vorfindet. Vielleicht wäre es einfacher eine zweite Abstimmung zur Nutzung des
Tempelhofer Feldes herbeizuführen als in Wünsdorf Altlasten zu beseitigen.

Ewa Maria Slaska

Ach jej, Männer! Dieser Anspruch! ICH war der Erste, der Wichtigste! Noch nie in der Welt gab es so etwas, was ICH mir ausgedacht habe!
Wer verantwortet diese Alleinstellung-Ansprüche in dem obigen Text? Der Ekologe oder der Autor?
Anne Schmidt schreibt über Ökostadt Davis bei San Francisco und die Kolonie Eden bei Oranienburg. Ich habe hier auf diesem Blog mehrere Male über realisierten Utopien geschrieben. Vor allem über Silvio Gesell. Als Silvio Gesell, der übrigens auch zeitlang in der schon erwähnten Kolonie Eden wohnte, seine Teorie des “freien Geldes” veröffentlichte, entstanden in der ganzen Welt mehrere, meistens sehr erfolgreich wirtschaftende, Freie-Geld-Kommunen. Ich schrieb über Silvio HIER, HIER, HIER und HIER. Da er ein deutscher Autor ist, “polonisierte” und übersetzte ich seine Theorie in meine Sprache. Die deutschen Leser können ein Buch von Silvio Gesell über Wirtschaft mit dem Freien Geld HIER lesen.
Wichtiger ist aber, dass man – erfolgreich – versuchte die Gesellsche Theorien lebendig zu machen. In den 30ern gab es mehrere Städte, die es machten, am erfolgreichsten war die Stadt Wörgl in Österreich.

Die positiven Auswirkungen führten dazu, dass der Modellversuch in der Presse als das „Wunder von Wörgl“ gepriesen wurde. Das Interesse daran stieg derart, dass über hundert weitere Gemeinden im Umkreis von Wörgl dem Beispiel folgen wollten. Auch im Ausland und in Übersee fand die Aktion starke Beachtung und Nachahmer. Aus Frankreich reiste der Finanzminister und spätere Ministerpräsident Édouard Daladier nach Wörgl, und in den USA schlug der Wirtschaftswissenschaftler Irving Fisher der amerikanischen Regierung – wenn auch vergeblich – vor, ein Wörgl-ähnliches Geld mit dem Namen Stamp Scrip zur Überwindung der Wirtschaftskrise einzuführen.

Allerdings erhob die Oesterreichische Nationalbank gegen die Wörgler Freigeld-Aktion vor Gericht erfolgreich Einspruch, weil allein ihr das Recht auf Ausgabe von Münzen und Banknoten zustand. Das Experiment von Wörgl und alle weiteren Planungen wurden verboten. Nach Androhung von Armeeeinsatz beendete Wörgl das Experiment im September 1933.

Na, kann man sagen, dem neuen Visionär geht es nicht um Geld, sondern um, na ja, wie in jeder utopischen Narration – DIE RETTUNG DER WELT, die wie ein Wunder auf dem Sand wachsen wird.

Dazu kann ich nur sagen, der Sohn von Silvio Gesell, Carlos, baute die ganze grüne Stadt auf den Dünnen in Argentinien: Villa Gesell in der Mar de la Plata, wo nichts aber nichts wachsen wollte. Ich schrieb darüber HIER für meine polnische Leser. Der deutsche Leser kann viel über die Villa Gesell HIER erfaren. Auf dem Foto unten sieht man, wie Villa Gesell heute aussieht. Es wohnen dort im Winter ca. 30 Tausend Menschen, im Sommer wesentlich mehr, weil es ein Kurort ist.


Anne Schmidt
Mitbegründerin der aufgelösten BI Flughafen Tempelhof (BIFT)

Ewa Maria Slaska
Blogadministratorin und Utopistin

Feuer in Australien (Reblog)

Australien erlebt gerade eine der schlimmsten Feuersaisons seit Jahrzehnten. Unerwartet kommt die Katastrophe allerdings nicht: Die Politik hat sie begünstigt.

spektrum.de

Daniel Lingenhöhl

Ein Desaster aus Menschenhand

© Picture Alliance / TT NYHETSBYRÅN / DELWP

Mindestens 18 Menschen und eine geschätzte halbe Milliarde Tiere sind tot, fast sechs Millionen Hektar Land verbrannt – eine Fläche, die fast so groß ist wie Bayern. Tausende Menschen müssen teilweise vom Militär von Stränden in Sicherheit gebracht werden, weil ihre Siedlungen vom Feuer umschlossen sind. Die wirtschaftlichen Schäden lassen sich noch nicht beziffern; sie sollen aber einige Milliarden Euro betragen. Millionenstädte wie Melbourne oder Sydney waren in den vergangenen Wochen immer wieder tagelang in dichten Rauch gehüllt, und die Schadstoffkonzentrationen lagen um bis das Zwölffache über den offiziellen Grenzwerten. Die Aschewolken der Brände zogen sogar weit über den Pazifik, bedeckten Gletscher auf Neuseeland und waren noch in Südamerika nachweisbar.

Wem das jetzt schon zu apokalyptisch ist: Der Höhepunkt der Feuersaison steht Ostaustralien eigentlich noch bevor. Denn der Sommer hat gerade erst begonnen, mit den Höchsttemperaturen und trockensten Wochen ist im Januar und Februar zu rechnen. Dabei war schon der Frühling zu warm und zu trocken; in manchen Regionen fiel so wenig Niederschlag wie noch nie seit Aufzeichnungsbeginn.

© Picture Alliance / AP Photo (Ausschnitt)
Machtlose Feuerwehr | Die Brände sind so riesig und intensiv, dass die ohnehin schon vielfach ausgelaugten und überstrapazierten Feuerwehrleute mancherorts nur noch zusehen können.

Schuld daran sind unter anderem die Bedingungen im Indischen Ozean vor der australischen Westküste. Dort fand sich im Dezember 2019 einer der stärksten, positiven Indischer-Ozean-Dipole (IOD), die bislang gemessen wurden. Der IOD bezeichnet eine natürliche Abweichung der Wassertemperaturen im westlichen und östlichen Bereich des Meeres. Herrscht vor Australien durchschnittlich zu kühles Wasser vor, fällt der IOD positiv aus – was weit reichende Folgen für das Wetter hat: Es regnet in Teilen Australiens sehr wenig. Gegenwärtig befindet ist der Wert noch immer im positiven Bereich.

Nicht nur natürliche Ursachen

Feuer sind ein ursprünglicher Teil vieler Ökosysteme des Kontinents: Ihre Arten sind häufig daran angepasst oder fördern Buschbrände sogar noch, um anschließend in den Genuss von Freiraum und frischen Nährstoffen zu kommen. Die Zahl dieser Pyrophyten ist in Australien besonders hoch. Der charakteristische Eukalyptus etwa ist voll mit ätherischen Ölen und heizt Brände damit so richtig an, ist aber dank einer dicken Borke wiederum gut vor dem Absterben geschützt. Viele Wälder werden sich daher relativ schnell wieder erholen – so es denn irgendwann wieder regnet.
Doch die ausufernden Feuersbrünste allein auf natürliche Faktoren zu schieben, wäre ein Fehler. Sie sind auch ein Desaster, das von Menschen und einer schlechten Politik verschärft werden.

Bevor die europäischen Siedler begannen, Feuer als Feind zu betrachten und es zu bekämpfen, brannte es regelmäßig im australischen Busch. Die australischen Aborigines nutzten das Feuer zudem in ihrem Sinn, etwa für die Jagd. Dadurch entstand ein kleinräumiges Muster unterschiedlicher Vegetationsstadien, was Brände natürlich eindämmt. Zudem sammelte sich weniger Brennmaterial in den Wäldern an, weil es schneller abbrannte. Jahrzehntelange Feuerbekämpfung hingegen sorgte dafür, dass sich die Menge an brennbarem Totholz und Laub – der so genannte Fuel Load – dramatisch vergrößert hat. Wenn es heute brennt, dann dank des zusätzlichen Materials und der einheitlicheren Altersstruktur auch intensiver und ausgedehnter.
Der erste Fehler liegt also im europäisch geprägten Umgang mit Feuer an sich. Oder wie es ein australischer Leiter eines Feuermuseums schon vor Jahren gegenüber dem »Spiegel« ausdrückte: »Der Umgang der Weißen mit dem australischen Feuer ist eine 200 Jahre lange Geschichte der Arroganz. Es wird ausschließlich als Bedrohung erlebt.«

Abholzung fördert ebenfalls Waldbrände

Zudem gehört Australien zu den Spitzenreitern bei der Abholzung: Kein anderes entwickeltes Land geht so destruktiv mit seinen Wäldern um wie Down Under. Jedes Jahr werden hunderttausende Hektar Busch, Savanne und geschlossener Wald gefällt, um vor allem Platz für Viehweiden zu machen.

Das fördert die Feuer, auch wenn das im ersten Moment kurios klingen mag. Die Rodungen schaffen Randeffekte bei angrenzendem Waldland, die durch Aufheizung der kahlen Flächen und Winde leichter und schneller an ihren Rändern austrocknen und deshalb leichter brennen. In weiten Teilen Australiens gingen die durchschnittlichen Niederschläge in den vergangenen Jahrzehnten zurück – zumindest teilweise könnte dies auf den Rückgang der Wälder zurückzuführen sein. Etwa die Hälfte der Regenverluste in Westaustralien lässt sich auf die Zerstörung der dortigen Wälder zurückführen, heißt es in einer Studie 2013. Für Südostaustralien werden ähnliche Zusammenhänge diskutiert.

Klimawandel als Gorilla im Raum

Zu diesen regionalen Problemen kommt inzwischen ein globales: Die Erderwärmung macht sich in Australien zunehmend bemerkbar. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts hat sich die durchschnittliche Temperatur auf dem fünften Kontinent um ein Grad Celsius erhöht, während gleichzeitig die Niederschläge in den besonders von Waldbränden betroffenen Regionen in West- und Südostaustralien deutlich zurückgegangen sind. Ein Teil des Regendefizits schreiben australische Wissenschaftler dem Klimawandel zu. Seit den 1970er Jahren mehren sich Hitzewellen, sie dauern zunehmend länger an und fallen intensiver aus, wobei sich dieser Trend beschleunigt. Insgesamt dauert die Feuersaison länger an, und es häufen sich die extrem feuerbegünstigenden Wetterlagen, wie der jüngste Klimazustandsbericht der australischen Regierung zusammenfasst.

Politisches Handeln leitet die Regierung um den Ministerpräsidenten Scott Morrison daraus allerdings nicht ab. Im Gegenteil: Australien fördert den Klimawandel national wie international. Das Land hat pro Kopf einen der höchsten Werte für Kohlendioxidemissionen und gehört zu den größten Kohleexporteuren weltweit. Und auf dem Gipfel in Madrid blockierte der Staat internationale Bemühungen für mehr Klimaschutz – sicher kein Wunder bei einem Staatsoberhaupt wie Morrison, der Kohlebrocken mit ins Parlament bringt und trotz nationaler Krise seinen Urlaub auf den Hawaii-Inseln antritt.

Dabei hätte der Kontinent ein großartiges Potenzial für saubere Energieerzeugung: Im Outback stehen riesige Flächen für Solarenergie auf übernutzten Viehweiden zur Verfügung, um das Land sauber zu elektrifizieren. Stattdessen soll in Queensland eine der größten neuen Kohleminen des Planeten eröffnet werden.

Und nun?

Wie geht es weiter in Australien? Für das Wochenende sagen die Wetterbehörden eine neue Extremwetterlage für Südostaustralien voraus. Für die heute schon erschöpften und ausgelasteten Feuerwehrmänner droht weitere Schwerstarbeit, bevor sich die Situation nächste Woche leicht entspannen könnte.

Langfristig deutet dagegen vorerst nichts auf Entspannung hin, wenn sich die australische Politik nicht endlich drastisch ändert. Sie muss die Abholzungen stoppen, die Zersiedelung des Hinterlandes eindämmen und endlich aktiv im Klimaschutz werden. Danach sieht es allerdings nicht aus – im Gegenteil: Erste konservative Politiker schieben den australischen Grünen die Schuld für Feuerkatastrophe zu. Frühere Regierungsbeteiligungen hätten dafür gesorgt, dass die Feuerprävention bis heute behindert würde. Und Scott Morrison? Der hat angekündigt, dass seine Regierung keinesfalls mehr für den Klimaschutz tun wolle.

Incredible paintings… (reblog+)

Yes, I know, you’ve seen it already. All those murals. Last year they were everywhere on Facebook. But then they vanished, as everything on Facebook. And now Kairos (a very very proper moment) for looking again at that murals come. And please, do not forget “our” mural in Stettin-Skolwin 🙂 or “our” mural in Berlin-Kreuzberg (foto Anne Schmidt)

15 Incredible Before & After Street Art Transformations

Hmmm.. actually they are first after and then before, but I do not change the serie. Never mind, bored panda – you are superb!
Yours
EMS

For those individuals among us who possess a talent for art, opportunities to create something beautiful can be found all around us. Everywhere you look, there are empty walls that are just crying out to become something more beautiful, if only someone would take the time. Thankfully, there are plenty of incredibly talented street artists out there who are doing just that, turning drab public spaces into explosions of color and creativity.

1. “Knowledge Speaks – Wisdom Listens,” Athens, Greece

2. “Juliette Et Les Esprits,” Montpellier, France

3. 3D Mural in Poznań (Śródka), Poland

4. “Renaissance,” Le Puy en Velay, France

5. Giant Starling Mural in Berlin, Germany (Star Haus Neheimer Str. 2 – 6, Tegel)

6. “Au Fil De Loire,” Brives Charensac, France

7. Photorealistic Mural, Glasgow, Scotland

8. An entire town was painted over, Palmitas, Mexico

9. Full Moon Hostel, Bristol, UK

10. “Topart,” Budapest, Hungary

11. Tiled Steps, 16th Avenue, San Francisco, California

12. Diving Dog Mural, Mechelen, Belgium

13. “Porte Des Lavandières,” Aurec Sur Loire, France

14. Racoon Mural made of trash and found objects, Lisbon, Portugal

15. “Let’s Keep The Plants Alive,” Białystok, Poland (“Dziewczynka z konewką”, Aleja Piłsudskiego 11/4)

A tu dodatek spoza listy światowej, ale przecież równie dobry. Pokazała to właśnie na Facebooku Danuta Starzyńska-Rosiecka. Słoń prehistoryczny na Skierniewickiej w Warszawie (Wola), namalowany na pamiątkę… wykopalisk archeologicznych. Podczas budowy metra na ulicy Płockiej znaleziono szczątki słonia sprzed 130 tysiący lat.

And here, ach…

Znalezione na FB: Polański

Jacek Dehnel

Sprawa Polańskiego ze względu na kwestie ugody, osobistych ambicji sędziego i prokuratora, samej ucieczki itd. jest powikłana, ale nie można pisać, że odsiedział już swój wyrok, skoro uciekł przed jego ogłoszeniem. Można pisać, że “swoje odpokutował”, w sensie wielu lat dobrowolnej banicji, ale była to jednak banicja w warunkach luksusowych, to jest międzynarodowej kariery i wygodnego, dostatniego życia na świeczniku. Nie mówiąc o tym, że częścią pokuty jest wyznanie win, o czym dalej.

Dla mnie Polański jest wybitnym artystą, którego ogromnie lubię i cenię za jego osiągnięcia, więc tym bardziej rozumiem, że dla ludzi, którzy oprócz tego znają go osobiście, sprawa gwałtu jest szczególnie przykra. Nie chce się słuchać takich rzeczy o kolegach. Podobnie jak oskarżenia wobec Billa Cosby’ego były przykre dla tych wszystkich, którzy wychowali się na jego programach, a zwłaszcza dla tych, dla których był on symbolem emancypacji czarnych z klasy średniej. Ważne jest też decorum: każdy z nas ma jakieś życie seksualne i, nawet jeśli w przypadku większości z nas nie łączy się ono z żadnym przestępstwem, to wystawianie go na widok publiczny byłoby przykre nie tylko dla nas, ale i dla naszych bliskich (wiąże się to właśnie z poczuciem prywatności, tabu, itd.). Do tego Polański ma za sobą bardzo – po ludzku – ciężką biografię, która może stanowić pewne usprawiedliwienie i okoliczność łagodzącą (acz nie uniewinniającą) dla rozmaitych czynów, w tym przestępstw.

To, co jest problemem, to brak skruchy. Permanentny, oparty na poparciu establiszmentu brak skruchy, właściwy ludziom takim, jak Polański, Weinstein, Bill Cosby, czy kardynałowie i biskupi. Więcej, wyzwanie – to Paetz idący na mszę mimo zakazu, Jankowski pytający „Co, fiuta chcesz pokazać?” i otaczający się ostentacyjnie nadobnymi ministrantami. Cały film o Dreyfusie jest przecież takim wyzwaniem – strojenie się w piórka niewinnie oskarżanego, choć przecież różnica między Dreyfusem a Polańskim jest zasadnicza: Dreyfus nie szpiegował, Polański zgwałcił. Dreyfusa establiszment zwalczał, Polańskiego – chronił. To właśnie ta symboliczna bezczelność sprawiła, że ujawniła się najnowsza z oskarżających go o gwałt kobiet.

Myślę, że jego biografia obfituje w procesy, które innym przydarzają się raz w życiu, jeśli w ogóle – ileś razy był częścią czegoś większego: dzieckiem Holokaustu, imigrantem zza żelaznej kurtyny, wreszcie ofiarą (trafioną rykoszetem tragedii) bandy Mansona. I, bez względu na to, jakie straszliwe rany i blizny zostawiło to w Polańskim, było również po części – obok niekwestionowanego wybitnego talentu – tworzywem jego sukcesu, falą wypychającą go do góry. Tu jest odwrotnie: to on był krzywdzącym, a fala spycha go na dół. Spycha go, bo przyszło #metoo, bo kobiety się wyemancypowały, bo stosunki w kinie z alfa-maczo-ruchaczem na szczycie i wszystkimi poniżej się skończyły (a przynajmniej się kruszą). Spycha go, bo coś się zmieniło w urządzeniu społeczeństwa, biskupi są odwoływani, księża a nawet purpuraci trafiają do więzień, Cosby podobnie, Weinstein stoi przed sądem, inni potracili swoje kariery i miliony w ugodach. Ale właśnie dlatego, że wielu z nas chce widzieć w więzieniu biskupów, winnych chronienia pedofilów i ułatwiania im zdobywania kolejnych ofiar, Polański musi zatonąć z tym okrętem. Godzi się na wywiad – ale jest to wywiad z dwoma facetami, samcami alfa, z Michnikiem i Kurskim, naczelnym i zastępcą naczelnego, kolegami z establiszmentu. Załatwią to w swoim gronie, bez kobiet, będą tylko mówili o kobietach. W wywiadzie zapewnia: „wiele razy za to przepraszałem” (może, ja pamiętam tylko raz), ale głównie przedstawia się jako niewinnie ściganego i oskarżanego bez pokrycia. Po ucieczce ze stanów mówił w wywiadzie Amisowi: „Gdybym, rozumiesz, kogoś zabił, prasa by się tym tak nie interesowała. Ale ruchanie, rozumiesz, i to młodych dziewczyn. Sędziowie chcą ruchać młode dziewczyny. Jurorzy chcą ruchać młode dziewczyny. Wszyscy chcą ruchać młode dziewczyny”. Otóż: nie. Nie wszyscy dorośli chcą ruchać trzynastolatki (czy trzynastolatków). Serio.

Żyjemy w społeczeństwie i poza samym prawem są społeczne obrzędy – w tym obrzęd publicznego przyznania się do winy. Polański odmawia dokonania tego rytuału, stawiając się ponad innymi. Robi z siebie ofiarę, użala się nad sobą, zasłania się dziećmi, żoną, nawet śmiercią Sharon Tate. Ta odmowa ukorzenia to jest hybris i w tej kwestii od czasów antycznej Grecji niewiele się zmieniło: to za hybris, nie nawet za sam gwałt (też przecież z hybris po części wynikający), spotyka go teraz upadek. Jako reżyser powinien wiedzieć, że z sądem może wygrać, ale z eumenidami – nie.

Ein Text, den niemand publizieren wollte (Reblog)

Woran die Menschen sterben, weiß niemand genau. Der Totenschein ist regelmäßig falsch. Durchgerutschte Misshandlungen und sogar Morde sind nicht ungewöhnlich. Dennoch ist die Todesursachenstatistik einer der wichtigsten Maßstäbe der Gesundheitspolitik. Milliardenbeträge werden an den luftigen Zahlen ausgerichtet.

Susanne Donner (riffreporter.de)

Dr. Schlendrian und der Tod

Da liegt er nun, kre­piert und auch ein biss­chen mal­trä­tiert. Was trag ich bloß ein, in den To­ten­schein? Herz­ver­sa­gen, das passt immer.

Unter Ärz­ten ist es kein Ge­heim­nis: Die Lei­chen­schau ist un­be­liebt und so­wie­so nur etwas für die ganz Ro­bus­ten. Übel wird selbst denn Ex­per­ten hin und wie­der vom Ge­ruch und Aus­se­hen des Toten. Bis Ende 2019 war die Lei­chen­schau zudem völ­lig un­ter­be­zahlt. Das Bun­des­land Ber­lin ver­gü­te­te sie im schlimms­ten Fall mit knapp mehr als 14 Euro. „Das hebt nicht ge­ra­de die Mo­ti­va­ti­on für einen Arzt, nachts um drei Uhr auf­zu­ste­hen, sich ins Auto zu set­zen, einen Leich­nam zu ent­klei­den, gründ­lich zu un­ter­su­chen und dann sorg­fäl­tig For­mu­la­re aus­zu­fül­len“, sagt Pa­trick Lar­scheid, Lei­ter des Zen­tral­ar­chivs der Lei­chen­schau­schei­ne in Ber­lin.

Und woher soll der Arzt über­haupt wis­sen, woran die­ser Mensch ge­stor­ben ist? Al­len­falls der Haus­arzt kennt die ver­schie­de­nen Krank­hei­ten, die ihn zu Leb­zei­ten plag­ten. Aber statt den Kol­le­gen aus­fin­dig zu ma­chen, trägt der Me­di­zi­ner nicht sel­ten ein­fach Herz­ver­sa­gen oder Lun­gen­em­bo­lie ein. Das sind be­lieb­te An­ga­ben, wenn Ärzte keine an­de­ren An­halts­punk­te haben, weiß Rü­di­ger Les­sig, Di­rek­tor des In­sti­tuts für Rechts­me­di­zin in Halle. Was man als Schlen­dri­an abtun könn­te, hat weit­rei­chen­de ge­sund­heits­po­li­ti­sche, wirt­schaft­li­che und ge­sell­schaft­li­che Kon­se­quen­zen.

Über­se­he­ne Morde und Miss­hand­lun­gen
Auf­grund der man­gel­haf­ten Lei­chen­schau­en gehen Morde als na­tür­li­che To­des­fäl­le durch. Min­des­tens ge­nau­so schlimm: Se­nio­ren, die miss­han­delt wur­den und an den Fol­gen ster­ben, er­ken­nen die Ärzte mit­un­ter nicht als Opfer einer Ge­walt­tat. Rü­di­ger Les­sig, Di­rek­tor des In­sti­tuts für Rechts­me­di­zin in Halle, be­rich­te­te auf der Ta­gung „Der tote Kör­per“: „Bei einem von 25.000 von uns be­schau­ten Leich­na­men pro Jahr steckt ein un­ent­deck­tes Tö­tungs­de­likt da­hin­ter.“

Er bit­tet, keine Fotos zu ma­chen. Vorne auf der Lein­wand er­scheint ein blut­über­ström­ter Mann mit einer rie­si­gen Kopf­ver­let­zung. Das Ge­sicht ist ent­stellt. Der Mann sitzt schräg auf einem Sofa, als hätte ihn je­mand ab­sicht­lich so dra­piert. „Auf dem To­ten­schein war ,na­tür­li­cher Tod’ an­ge­kreuzt“, sagt Les­sig und lacht leise. „Soll er etwa gegen die Arm­leh­ne ge­fal­len sein? Das macht keine sol­che Ver­let­zung.“ Vie­les hat er schon er­lebt: Er­schos­se­ne, die laut To­ten­schein einem Herz­in­farkt er­la­gen. Ver­kehrs­to­te, die na­tür­lich ge­stor­ben sein sol­len. Er­häng­te, denen der Kol­le­ge eine Lun­gen­em­bo­lie at­tes­tiert hatte. Äl­te­re Men­schen, die wegen Pfle­ge­feh­lern ge­stor­ben sind, ohne dass das im To­ten­schein auf­tauch­te.
Wer Les­sig hört, er­schrickt unter dem Ein­druck: Nach dem Tod herr­schen in die­sem Land Chaos und Schlam­pe­rei. Man fin­det nicht ein­mal einen Rechts­me­di­zi­ner hier­zu­lan­de, der dem wi­der­spricht. „Die Qua­li­tät der Lei­chen­schau ist er­schre­ckend schlecht“, be­stä­tigt Burk­hard Madea, Di­rek­tor des In­sti­tu­tes für Rechts­me­di­zin am Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Bonn.

Jeder zwei­te To­ten­schein ist falsch
Das ist in höchs­tem Maße be­un­ru­hi­gend, wol­len wir doch si­cher sein, dass das Ver­bre­chen auf­ge­klärt würde, wenn uns einer nach dem Leben trach­te­te oder un­se­re Nächs­ten be­sei­tig­te. Aber man kann lei­der gar nicht si­cher sein. Hoch­ge­rech­net gehen die Ex­per­ten von etwa 2000 nicht na­tür­li­chen To­des­fäl­len pro Jahr aus, die un­er­kannt blei­ben. Und jede zwei­te To­des­ur­sa­che auf dem To­ten­schein stellt sich bei der Über­prü­fung durch eine Ob­duk­ti­on, also der Öff­nung der Lei­che, als falsch her­aus. Das be­sag­te in die­ser Deut­lich­keit schon 1987 eine mul­ti­zen­tri­sche Ob­duk­ti­ons­stu­die. Seit­her haben Fach­ärz­te viele Ver­bes­se­rungs­vor­schlä­ge ge­macht. Pas­siert ist aber nichts. Neue Stich­pro­ben und die Er­fah­run­gen der Me­di­zi­ner be­le­gen das. Nur 43 Pro­zent der Ob­duk­ti­ons­er­geb­nis­se deck­ten sich mit dem Er­geb­nis der Lei­chen­schau, lau­tet das Er­geb­nis einer 2019 er­schie­ne­nen Dok­tor­ar­beit aus der Ar­beits­grup­pe von Rü­di­ger Les­sig. Jeder Zehn­te ster­be in den In­dus­trie­na­tio­nen sogar an einem völ­lig un­er­kann­ten Lei­den, das hätte be­han­delt wer­den kön­nen, be­rich­tet eine wei­te­re Stu­die von 2019.

Jene schlam­pig und falsch aus­ge­füll­ten To­ten­schei­ne bil­den aber die Grund­la­ge der To­des­ur­sa­chen­sta­tis­tik. Sie ist eine der wich­tigs­ten Sta­tis­ti­ken in die­sem Land. Ihr Ran­king ent­schei­det dar­über, wohin das Geld in der Ge­sund­heits­po­li­tik und in der Ge­sund­heits­wirt­schaft flie­ßt. Mil­li­ar­den Euro geben För­der­insti­tu­tio­nen und In­dus­trie auch auf ihrer Grund­la­ge aus.

Die To­des­ur­sa­chen­sta­tis­tik und die Mil­lio­nen
Das Ran­king der To­des­ur­sa­chen füh­ren die herz­kreis­lauf­be­ding­ten To­des­fäl­le an. Kli­ni­ken, noch in der kleins­ten Kreis­stadt, er­öff­nen kar­dio­lo­gi­sche Ab­tei­lun­gen. Auf Platz zwei in der To­des­ur­sa­chen­sta­tis­tik ste­hen die Krebs­er­kran­kun­gen. On­ko­lo­gen haben gute Zei­ten. Die Phar­ma­in­dus­trie ver­dient enorm mit immer spe­zi­fi­sche­ren Me­di­ka­men­ten, die Krebs­kran­ken durch­schnitt­lich ein paar Wo­chen Le­bens­zeit schen­ken. Neu­er­dings gibt es auch mehr Geld für die Sep­sis­for­schung, weil die Blut­ver­gif­tung eine immer häu­fi­ge­re To­des­ur­sa­che sein soll.

In­fek­tio­nen ran­gie­ren hin­ge­gen unter fer­ner Lie­fen mit we­ni­gen Pro­zent der To­des­fäl­le in der Sta­tis­tik. Kaum zu glau­ben, bei all den In­fek­tio­nen, die sich ge­schwäch­te Men­schen be­son­ders in Kran­ken­häu­sern hier­zu­lan­de zu­zie­hen. Der Ob­duk­ti­ons­stu­die zu­fol­ge blei­ben sol­che To­des­fäl­le in­fol­ge von Krank­heits­er­re­gern tat­säch­lich viel­fach un­er­kannt: Bei Män­nern er­kann­ten die Lei­chen­be­schau­er sie zu Null Pro­zent rich­tig, bei Frau­en zu 23 Pro­zent. „Es ist wahr­schein­lich, dass In­fek­tio­nen in der Sta­tis­tik un­ter­re­prä­sen­tiert sind“, sagt Burk­hard Madea. Das be­dingt auch, dass die Phar­ma­in­dus­trie kaum noch neuen An­ti­bio­ti­ka sucht. Die meis­ten Kli­ni­ken hier­zu­lan­de be­schäf­ti­gen nicht ein­mal einen In­fek­to­lo­gen.

„Wir haben auch eine mas­si­ve Miss­ach­tung der ech­ten Grip­pe­fäl­le, der In­flu­en­za. Wenn je­mand an einer Lun­gen­ent­zün­dung stirbt, müss­te der Lei­chen­schau­arzt nach­for­schen, ob eine In­flu­en­za zu Grun­de lag und La­bor­be­fun­de dazu vor­han­den sind. Das macht kaum je­mand. Da haben wir eine mas­si­ve Ver­zer­rung der To­des­ur­sa­chen“, sagt Pa­trick Lar­scheid. Er ist sich si­cher: Wenn die Öf­fent­lich­keit wüss­te, wie le­bens­ge­fähr­lich die In­flu­en­za sein kann, wür­den sich mehr Men­schen imp­fen las­sen. Je nach Sai­son kön­nen die Viren so ris­kant sein wie ein Herz­in­farkt, schätzt das Robert-​Koch-Institut. Aber so genau weiß das eben nie­mand, wenn der Tod nach einer In­flu­en­za einer an­de­ren Krank­heit an­ge­las­tet wird.

Be­such im Ber­li­ner Zen­tral­ar­chiv der Lei­chen­schau­schei­ne. Pa­trick Lar­scheid nimmt einen Sta­pel der ro­sa­far­be­nen To­ten­schei­ne von einem Tisch. „Herz­kreis­lauf­ver­sa­gen als To­des­ur­sa­che. Das ist na­tür­lich gro­ßer Un­sinn. Wenn je­mand in mein Herz schie­ßt, be­kom­me ich auch ir­gend­wie ein Herz­kreis­lauf­ver­sa­gen. Wich­tig ist die Frage, was führ­te zum Ver­sa­gen?“ Nächs­tes Blatt. „Ma­ras­mus. Oh Mann! “Ma­ras­mus” be­deu­tet, dass man nicht mehr isst und trinkt. Das ma­chen alle Men­schen in der Ster­be­pha­se. Ent­schei­dend ist doch, warum.“ Nächs­tes Pa­pier, er atmet hör­bar auf: „Das kann man mal so ste­hen las­sen: Aor­ten­klap­pen­in­suf­fi­zi­enz, da­durch Links­herz­ver­grö­ße­rung und da­durch Herz­schwä­che, die zum Tod führ­te.“

Min­des­tens 90 Pro­zent aller Lei­chen­schau­schei­ne stel­len sich beim blo­ßen Stu­die­ren der Pa­pie­re als feh­ler­haft her­aus, ur­teilt der Rechts­me­di­zi­ner Fred Zack von der Uni­ver­si­täts­me­di­zin Ros­tock. Sie sind bei­spiels­wei­se in sich me­di­zi­nisch un­lo­gisch oder An­ga­ben feh­len. Er hatte über 10.000 Do­ku­men­te ge­prüft. Nur 223 Ur­kun­den er­schie­nen ihm ta­del­los. Dabei hat er die Lei­chen nicht ein­mal in­spi­ziert. Dann wäre wohl kaum ein rich­ti­ges Do­ku­ment üb­rig­ge­blie­ben.

Geld und Ge­wis­sen
Warum ist Ärz­ten die Lei­chen­schau so un­wich­tig? Die ers­ten Ant­wor­ten lau­ten oft, der Dienst an den Le­ben­den habe Vor­rang oder die Ar­beit sei schlecht be­zahlt. Bei­des sind vor­der­grün­di­ge Ar­gu­men­te. Das Sta­tis­ti­sche Bun­des­amt führt wei­ter aus: Jeder drit­te Arzt wisse Be­fra­gun­gen zu­fol­ge nicht ein­mal, dass der To­ten­schein Grund­la­ge des To­des­ur­sa­chen­sta­tis­tik ist. Mit an­de­ren Wor­ten: Der Stel­len­wert der Lei­chen­schau ist vie­len Ärz­ten trotz über hun­dert­jäh­ri­ger Pra­xis nicht be­kannt. In Zei­ten der Di­gi­ta­li­sie­rung und Ap­pa­ra­ti­sie­rung möch­ten au­ßer­dem kaum noch Ärzte den Leich­nam ent­klei­den und an­fas­sen. Das Ab­tas­ten mit den Hän­den – davor haben viele junge Kol­le­gen heute Scheu, be­rich­tet die Ana­to­min Heike Kiel­stein von der Uni­ver­si­tät in Halle an der Saale. Wer den Leich­nam nicht ein­mal be­rührt, kann frei­lich schwer die Lei­chen­star­re oder An­zei­chen von Ge­walt­ein­wir­kun­gen wahr­neh­men. Und dann übe auch die Po­li­zei immer wie­der Druck aus, eine To­des­ur­sa­che an­zu­ge­ben, be­kla­gen Ärzte ge­gen­über dem Sta­tis­ti­schen Bun­des­amt. Denn bei einem nicht na­tür­li­chen oder un­kla­ren Tod muss sie er­mit­teln. Das macht Ar­beit. Der Schlen­dri­an hat auch mit Be­quem­lich­keit zu tun.

Zur Ent­schul­di­gung der Ärzte kann man vor­brin­gen: Viele Men­schen am Le­bens­en­de pla­gen heut­zu­ta­ge meh­re­re Krank­hei­ten, vom Dia­be­tes über eine In­fek­ti­on bis zur Herz­schwä­che. Was davon sie letzt­lich ge­tö­tet hat, ist schwie­rig ein­zu­krei­sen.

Jahr für Jahr prä­sen­tiert das Sta­tis­ti­sche Bun­des­amt die lan­gen Zah­len­ko­lon­nen der To­des­ur­sa­chen­sta­tis­tik. In Bezug auf die Qua­li­tät muss die Be­hör­de selbst ein­räu­men, dass über die Ge­nau­ig­keit keine Aus­sa­ge ge­macht wer­den könne. Viel­mehr be­klagt sie sogar die „nach­läs­si­gen Ein­tra­gun­gen“ in die To­ten­schei­ne und „un­nö­ti­ge Ver­zer­run­gen“ mit­un­ter durch un­le­ser­lich aus­ge­füll­te Pa­pie­re. Sie bie­tet seit ge­rau­mer Zeit Fort­bil­dun­gen an, damit Ärzte sorg­fäl­ti­ger mit den Lei­chen um­ge­hen. Doch die Me­di­zi­ner zei­gen kaum In­ter­es­se.

Ma­ro­des Mau­er­werk und wie wei­ter?
Die Nach­läs­sig­keit der Ärzte ist nicht ein­mal die ein­zi­ge Feh­ler­quel­le der To­des­ur­sa­chen­sta­tis­tik, er­klärt das Sta­tis­ti­sche Bun­des­amt. Das Lei­chen­schau­we­sen ist Län­der­sa­che. Dort sit­zen die sta­tis­ti­schen Be­hör­den, die die Hand­schrift der Me­di­zi­ner ent­rät­seln und einer Zif­fer im in­ter­na­tio­na­len Klas­si­fi­ka­ti­ons­sys­tem der Krank­hei­ten, dem ICD, zu­ord­nen müs­sen. Die Ver­ga­be der Codes weicht aber von Bun­des­land zu Bun­des­land er­heb­lich ab. Das ver­zerrt die To­des­ur­sa­chen­sta­tis­tik noch zu­sätz­lich, klagt die obers­te Sta­tis­tik­be­hör­de. Beim Tod nach Herz­schwä­che und an­de­ren Herz­lei­den ist nach­ge­wie­sen, dass star­ke re­gio­na­le Un­ter­schie­de in­ner­halb Deutsch­lands zu­sätz­lich auf die un­ter­schied­li­che Co­die­rungs­pra­xis in den Be­hör­den zu­rück­ge­hen. Auch des­halb star­ben 2011 in Bre­men nur 34 Men­schen auf hun­dert­tau­send an einem Herz­in­farkt, in Sachsen-​Anhalt aber mehr als drei Mal so viele – 104 auf hun­dert­tau­send. In Mecklenburg-​Vorpommern er­la­gen wie­der­um fast drei Mal so viele Män­ner an Krank­hei­ten des Ver­dau­ungs­sys­tems wie in Schleswig-​Holstein. Die Zu­nah­me der Sep­sis­to­ten füh­ren Ex­per­ten eben­falls dar­auf zu­rück, dass die Ämter öfter als frü­her die ent­spre­chen­den Zif­fern ver­ge­ben. Ei­ni­ge Sta­tis­ti­sche Lan­des­äm­ter nut­zen nun Com­pu­ter­pro­gram­me, um die lü­cken­haf­ten und oft fal­schen An­ga­ben auf den To­ten­schei­nen we­nigs­tens ein­heit­lich via Soft­ware zu über­set­zen. Diese Pra­xis er­in­nert an ein Haus mit ma­ro­dem Mau­er­werk, das man uni­form ver­putzt, damit die Un­eben­hei­ten ver­schwin­den.

Woran die Men­schen wirk­lich hier­zu­lan­de ster­ben, weiß nie­mand genau.

Nun hat der Staat die Ge­büh­ren­ord­nung über­ar­bei­tet, und der Satz für die Lei­chen­schau steigt ab 2020 auf ma­xi­mal 166 Euro. Ob das viel än­dert? Da die schlech­te Be­zah­lung nur eine Ur­sa­che des Miss­stan­des ist, darf man kei­nen grund­le­gen­den Wan­del er­war­ten. Und: Die ein­zi­ge Mög­lich­keit die Dia­gno­se der Lei­chen­schau zu über­prü­fen, bie­ten stich­pro­ben­ar­ti­ge Aut­op­si­en. Hier­zu­lan­de wer­den aber seit Jah­ren immer we­ni­ger Tote ob­du­ziert. Nur­mehr an­dert­halb Pro­zent sol­len es sein. Für eine Qua­li­täts­si­che­rung der Lei­chen­schau und der To­des­ur­sa­chen­sta­tis­tik wären zehn Pro­zent an­ge­mes­sen, for­dern Rechts­me­di­zi­ner. In Skan­di­na­vi­en, Großbri­tan­ni­en und Dä­ne­mark lie­gen die Ob­duk­ti­ons­ra­ten deut­lich höher, teils in der Grö­ßen­ord­nung von 30 Pro­zent. Das und eine ge­wis­sen­haf­te Lei­chen­schau wären ein ech­ter Bei­trag zu mehr Rechts­si­cher­heit und zur fai­ren Ge­sund­heits­fi­nan­zie­rung.

Reblog: Evolutionsforschung

spiegel.de

Der erste aufrecht gehende Menschenaffe kam aus dem Allgäu

Forscher entdeckten in einer Tongrube in Bayern eine bisher unbekannte Primatenart. Der Fund stellt bisherige Annahmen zur Evolution auf den Kopf.

Die 21 Knochen des am besten erhaltenen Teilskeletts eines männlichen Danuvius guggenmosi.
Christoph Jäckle/ Nature/ DPA

Vor elf Millionen Jahren herrschte im Allgäu angenehme Wärme. Urzeitliche Tiere durchstreiften dichte Wälder und Flusslandschaften, unter ihnen Schildkröten und Pferde. Auch Überreste von Hyänen fanden Forscher in der Region schon.

Ein Fund aber ragt besonders heraus: 2015 stießen Wissenschaftler in einem Bachlauf der Tongrube “Hammerschmiede” im Unterallgäu auf die versteinerten Fossilien einer bislang unbekannten Primatenart.

Die Danuvius guggenmosi genannte Spezies hat vor 11,6 Millionen Jahren gelebt. Und wie eine Analyse der Überreste seines Skeletts zeigt, könnte sich der neu entdeckte mögliche Vorfahr von Mensch und Menschenaffe bereits vor fast zwölf Millionen Jahren auf zwei Beinen fortbewegt haben. Das vermutet ein Forscherteam um Madelaine Böhme von der Universität Tübingen und des dortigen Senckenberg Center for Human Evolution and Palaeoenvironment.

“Bislang war der aufrechte Gang ein ausschließliches Merkmal von Menschen. Aber Danuvius war ein Menschenaffe”, sagte Böhme. Die bislang ältesten Belege für den aufrechten Gang sind rund sechs Millionen Jahre alt und stammen von der Insel Kreta und aus Kenia. Der Fund aus dem Allgäu ist aber mehrere Millionen Jahre älter.

Der Gang des heutigen Menschen auf zwei Beinen hat sich demnach nicht – wie bislang angenommen – in Afrika entwickelt, er könnte aus Europa stammen, schreiben die Forscher in einer Studie im Fachmagazin “Nature”. Sie halten es für “nahezu ausgeschlossen”, dass in Afrika noch ältere aufrecht gehende Menschenaffenformen existierten.

“Das ist eine Sternstunde der Paläoanthropologie und ein Paradigmenwechsel”, sagte Böhme. Die Funde stellten die bisherige Sichtweise auf die Evolution der großen Menschenaffen und des Menschen grundlegend in Frage. “Dass sich der Prozess des aufrechten Gangs in Europa vollzog, erschüttert die Grundfeste der Paläoanthropologie.”

Aus der Tongrube bargen die Paläontologen vollständig erhaltene Arm- und Beinknochen, Wirbel, Finger- und Zehenknochen – insgesamt 15 Prozent eines Skeletts. “Damit ließ sich rekonstruieren, wie sich Danuvius fortbewegte”, sagte Böhme. “Zum ersten Mal konnten wir mehrere funktionell wichtige Gelenke darunter Ellbogen, Hüfte, Knie und Sprunggelenk in einem einzigen fossilen Skelett dieses Alters untersuchen”, erklärte die Professorin. “Zu unserem Erstaunen ähnelten einige Knochen mehr dem Menschen als dem Menschenaffen.”

So habe Danuvius seinen Rumpf durch eine S-förmige Wirbelsäule aufrecht halten können, während Menschenaffen lediglich eine einfach gebogene Wirbelsäule besitzen. “Danuvius kombinierte die von den hinteren Gliedmaßen dominierte Zweibeinigkeit mit dem von den vorderen Gliedmaßen dominierten Klettern”, sagte Mitautor David Begun von der University of Toronto. Nach Einschätzung der Forscher war der neue Vorfahr des Menschen etwa einen Meter groß. Die Weibchen, von denen ebenfalls Teile eines Exemplars in der Tongrube gefunden wurden, dürften etwa 18 Kilogramm gewogen haben, das gefundene Männchen 31 Kilogramm.

Madelaine Böhme geht davon aus, dass weitere Funde die Erkenntnisse aus dem Danuvius-Fund stützen werden. Von einem Weibchen wurden bereits Zähne, ein Finger und ein kompletter Oberschenkel ausgegraben. Auch von einem jungen Exemplar liegen gut erhaltene Reste vor. Außerdem erwartet die Tübinger Paläontologin weitere erfolgreiche Ausgrabungen in dem Bachbett der Tongrube. “Das muss man sich vorstellen wie ein Puzzle, in das immer mehr Teile eingefügt werden”, sagt sie.

Mit dem Namen für den Fund erinnern die Forscher übrigens an den Hobbyarchäologen Sigulf Guggenmos. Er hatte 1972 in der ehemaligen Ziegelei “Hammerschmiede” in Pforzen erstmals Fossilien an dem Fundplatz entdeckt. Der Ruhm kommt für Guggenmos aber zu spät. Er ist im vergangenen Jahr im Alter von 76 gestorben.

Damit ist ja nicht gesagt, dass dieses Lebewesen der Vorfahr der späteren Homininen wurde, es könnte auch wieder ausgestorben sein. Erst viele Millionen Jahre später traten andere Zweibeiner in Afrika auf, die dann unsere Vorfahren wurden. Diese Entdeckung würde dann keinen Paradigmenwechsel bedeuten, sondern wäre höchstens ein weiteres interessantes Detail in der Geschichte des Lebens auf unserem Planeten.

Das ist ganz interessant – und zeigt nebenbei, das die aktuelle Klima-Debatte vielleicht  doch falsch liegt. Warum darf es nicht endlich wieder schön warm werden hierzulande? Eine Frage bleibt – wird denn auch andernorts intensiv nach Hominiden gesucht?

© SPIEGEL ONLINE 2019

Od 15 lat jestem opiekunką (reblog)

Edyta Brzozowska (onet) rozmawia z Łucją Fice

  • Od 15 lat jestem opiekunką starszych i chorych ludzi. Jednak najgorsze jest to, że takich kobiet jak ja, Polek – są tysiące. Emerytek, które zatrudniają się u innych emerytów. Tych bogatych, z Zachodu – mówi Łucja Fice, 68-letnia emerytka
  • Wśród dorabiających do emerytury tak, jak ona, pani Łucji najbardziej zapadła w pamięć 83-letnia Polka, dużo starsza od swojej podopiecznej. I inna, chora na raka, z workiem stomijnym, którą NFZ-u uznał za zdrową i nie przyznał jej renty
  • Wszystkie boją się utraty zatrudnienia w niemieckich domach. Więc robią dużo więcej, niż zakłada kontrakt: odkurzają, gotują, myją okna i plewią ogrody. I strasznie tęsknią za własną rodziną. Tak jak wiele innych Polek również Łucja była wykorzystywana do pracy, której umowa nie przewidywała.

– Życie tak mi się ułożyło, że musiałam szukać pracy poza granicami własnego kraju, gdzie od kilkunastu lat opiekuję się starszymi ludźmi – zaczyna swoją opowieść Łucja Fice z Gorzowa. – Choć ciężko Polsce pracowałam, to kiedy osiągnęłam wiek emerytalny, dowiedziałam się, że przysługuje mi tylko 800 złotych. Przeżyłam szok, kiedy dowiedziałam się, że świadczenie jest tak niskie, bo nie zachowały się dokumenty sprzed czasów transformacji. Poczułam upokorzenie.

Pani Fice z zawodu jest chemiczką. Pracowała głównie w państwowych zakładach, a ostatni etat straciła, kiedy w jej zakładzie pracy przeprowadzono redukcję zatrudnienia. Nowego zajęcia szukała przez dwa lata, bezskutecznie. Podjęła decyzję o rozpoczęciu własnej działalności gospodarczej.

– W centrum Gorzowa otworzyłam sklep z odzieżą używaną – wspomina. – Interes szedł świetnie, ale tylko do momentu, kiedy na obrzeżach miast powstało ogromne centrum handlowe. Zbankrutowałam.

Opowiada, że to był dla niej trudny czas: razem z mężem musiała spłacać kredyty i chciała pomagać córkom: tej studiującej za granicą i młodszej, tuż przed maturą, która także marzyła o studiach. Z jednej pensji było to mało realne.

– Ukończyłam specjalne kursy i zgłosiłam się do agencji pracy za granicą. I tak w 2004 roku zostałam opiekunką seniorów. Najpierw w Wielkiej Brytanii, a przez ostatnie dziewięć lat w Niemczech – opowiada.

Pani Łucja, od kiedy została opiekunką w zagranicznych domach opieki oraz u rodzin, przekonała się, że inne Polki w jej wieku znalazły się w podobnym położeniu.

– Takich kobiet jak ja są tysiące. Emerytek, którym nie starcza na godne życie we własnym kraju. Emerytów z Zachodu stać na to, aby zapewnić sobie tanią opiekę z Polski. I mogą sobie pozwolić na coś więcej, niż chleb ze smalcem czy cienką zupę na co dzień.

W piwnicy z robakami

Właśnie w Wielkiej Brytanii pani Łucja po raz pierwszy zetknęła się ze starością i cierpieniem. Dosłownie, namacalnie i na własne oczy przekonała się, jak wyglądają ostatnie dni wiekowych ludzi: chorych na Alzheimera, z demencją, otępiałych i bez kontaktu z rzeczywistością. Niezdolnych do samodzielnego życia, na wózkach, leżących.

– Dom opieki w miasteczku nad Kanałem Bristolskim był duży, elegancki i świetnie wyposażony – opowiada. – Wyspy Brytyjskie słyną z troski o swoich seniorów. Nawet niewielkie miasto z kilkoma tysiącami mieszkańców ma takie domy. Często niemalże luksusowe. Lecz my, zatrudnione w nich Polki, mieszkałyśmy w innych warunkach: w wilgotnych piwnicach, gdzie robaki chodziły po ścianach i w ciasnych klitkach. Poznałam tam wiele rodaczek w starszym wieku, które dorabiały do głodowej emerytury. Jako jedna z nielicznych byłam w tej dobrej sytuacji, bo znałam angielski. Ale od kiedy zaczęłam pracować w Niemczech, języka niemieckiego musiałam się dopiero nauczyć.

83-letnia Polka dorabia w Niemczech

Z poznanych za granicą opiekunek pani Łucji najbardziej zapadła w pamięć 83-letnia Polka, dużo starsza od swojej podopiecznej. Ale też inna, chora na raka, z workiem stomijnym, którą NFZ uznał za zdrową i nie przyznał renty.

– Ta kobieta pytała: „Za co mam żyć, za co się leczyć? Za co prywatnie iść do lekarza? W Polsce nikt mnie do pracy nie przyjmie” – wspomina pani Łucja. – Pamiętam też tłumaczkę przysięgłą, której mąż uzależniony od hazardu przegrał w kasynie wszystkie oszczędności i sprzedał samochód. Zostawił rodzinę z niespłaconym kredytem za mieszkanie. Poznałam opiekunkę chorą na padaczkę i inną, 75-letnią, ze spuchniętymi nogami, która dźwigała swojego podopiecznego, myła, karmiła, woziła na spacery.

Wszystkie te kobiety łączy jedno: boją się utraty zatrudnienia w niemieckich domach. Więc robią dużo więcej, niż zakłada kontrakt: odkurzają, gotują, myją okna i plewią ogródki. I strasznie tęsknią za własną rodziną.

Nigdy nie było perfekcyjnie

Łucja Fice niektóre z pań opisała w swojej trylogii opowiadającej o opiekunkach pracujących na Zachodzie. Książki Przeznaczenie, Wyspa starców i Za kryształowym lustrem pokazują ciężką pracę przy schorowanych seniorach. Łucja pisze także o własnych doświadczeniach.

– Dla mnie najbardziej traumatyczna była opieka nad chorą na raka Ritą, Niemką po zabiegu mastektomii. Musiałam się na nowo nauczyć prasować, układać, sprzątać, czyścić, gotować, bo dla gospodyni nigdy nic nie było perfekcyjnie. Niemieckiego jeszcze wtedy dobrze nie znałam, z czego moja chlebodawczyni czerpała wielką satysfakcję. Byłam dla niej obiektem drwin. Z czasem nauczyłam się jej języka i rozumiałam co do mnie gderała: „Za siedzenie nie płacimy”, „Przyjechałaś tu do sanatorium, a może na urlop?” Złośliwie skąpiła mi jedzenia i karmiła suchymi bułkami, choć wyżywienie miałam zapisane w kontrakcie.

Jednak pani Łucja nie protestowała, bo bała się, że straci pracę. Tak jak wiele innych Polek, była wykorzystywana do pracy, której umowa nie przewidywała.

– Wyprowadzałam psy, sprzątałam, zdezelowanym rowerem jeździłam na zakupy, chodziłam na pocztę oddaloną o kilka kilometrów – wylicza. – Miarka się przebrała, kiedy podczas burzy i wielkiej ulewy Rita kazała mi wykonywać ciężkie prace ogrodowe, bo „z cukru nie jestem”.

Wszystko we mnie krzyczało: „Czy muszę to wszystko znosić tylko dlatego, że jestem kimś bez pracy w kraju?” Już nie chciałam dłużej słuchać tłumaczeń męża Rity, że ona jest umierająca, że cierpi. A bywa obcesowa, bo wie, że odchodzi. Spakowałam walizkę i wyjechałam bez słowa.

W mundurze oficera SS

Łucja wspomina też inną podopieczną, Niemkę, 92-letnią Elizę z Berlina.

– Często mówiła, że musi iść do fryzjera, bo lada dzień wróci jej mąż Martin, choć mężczyzna od dawna nie żył. Miała demencję. W gorsze dni rozbierała się do naga i powtarzała mi: „Zabiję cię, zabiję”.

Któregoś razu starsza pani zaprowadziła Łucję do szafy i kazała wyjąć mężowskie ubranie.

– Zobaczyłam mundur żołnierza SS i zamarłam. Nigdy nie zapomnę znaku trupiej czaszki na czapce i swastyki na przepasce – wspomina.

Kiedyś staruszka wymknęła się z domu. Pani Łucja wpadła w panikę, ale na szczęście odnalazła ją na pobliskim przystanku autobusowym.

– Była bosa, ale ubrała się w wojskowy mundur męża – opisuje. – Zbyt długie nogawki podwinęła, przepasała się grubym pasem, a rękawy obcięła nożyczkami. Dopiero od córki Elizy dowiedziałam się potem, że jej męża rozstrzelano w czasie wojny za pomaganie Polakom i Żydom.

Następnego dnia po ucieczce z domu Eliza dostała udaru i zmarła.

Królowa Lodu

Na rękach pani Łucji zmarła też inna podopieczna, Rose, rocznik 1918.

– Była bardzo bogata – opisuje kobietę. – Bizneswoman, do której należało kilkanaście marketów w okolicy Köln, a jej rodzina dorobiła się ogromnego majątku. Ale była tak skąpa, że żądała, abym robiła wielkie zakupy na cały tydzień za 2-3 euro, które mi wręczała. Sama ubierała się w zniszczone rzeczy sprzed kilkudziesięciu lat.

Pani Łucja wiedziała, że kilkanaście polskich opiekunek, które pracowały u Rose, były w jej pojęciu złodziejkami: żadna nie wytrzymała tam dłużej niż tydzień. Niemka miała przydomek „Królowa Lodu”.

Pani Łucja mówi o sobie, że jest z natury pogodna. Więc często podśpiewywała pod nosem.

– Wtedy Rose na mnie krzyczała: „Zamknij się! Po obiedzie czyszczenie lamp i abażurów!” A kiedy protestowałam, bo w ciągu dnia przysługiwała mi dwugodzinna przerwa, babcia łapała za laskę i próbowała mnie bić. Krzyczała: „Ja ci dam przerwę, leniuchu! Przyjechałaś tu do pracy, a nie na wakacje” – opowiada.

Ale Polce żal było kobiety, której dziecko zginęło przed laty w tragicznym wypadku.

– Dlatego nie rozstawała się z lalką, która zastępowała jej córkę – tłumaczy. – I do ostatnich chwil tuliła ją do siebie w przekonaniu, że trzyma własną, żywą córeczkę.

Nadal chce wyjeżdżać

Pani Łucja mówi, że nie wszystkie chwile na zagranicznych kontraktach były przykre.

– W niektórych niemieckich rodzinach czułam się naprawdę doceniona, wręcz rozpieszczana. I nie tylko ja, bo moje koleżanki, które opiekują się potrzebującymi ludźmi poza granicami naszego kraju, często nazywane są „perłami”. Ludzie, którzy korzystali z naszej pomocy, powtarzali, że bez nas nie poradziliby sobie. I tak naprawdę bardzo się cieszę, że Polki mają taką możliwość, aby wyjechać i dorobić do skromnych emerytur.

Niestety, kiedy pani Łucja opiekowała się jednym z ostatnich podopiecznych, musiała się zmierzyć z rodzinną tragedią.

– Trzy lata temu któregoś dnia, w Niemczech, odebrałam od córki telefon. Powiedziała: „Mamuś, nasz tato nie żyje”.

Był to dla niej cios. I choć od tej pory pobiera mężowską emeryturę – większą, niż ta, której wyliczył jej ZUS – nadal chce wyjeżdżać jako opiekunka.

– Ale teraz jestem w tej komfortowej sytuacji, że mogę negocjować stawkę – podkreśla pani Łucja – I nie pracuję z mniej niż dwa tysiące euro.

Apel do polityków

Fice zaznacza, że niektóre koleżanki z Gorzowa zazdrościły jej „zarabiania kasiory”.

– Radziłam im wtedy, żeby same zostały opiekunkami i przekonały się, jak to jest. Tęsknić za swoim domem, spaniem we własnym łóżku. Nie wszystkie to wytrzymują. Niektóre piją, ale dyskretnie, wieczorami, żeby nikt nie widział. Ile zarobią? To zależy od agencji. Przeciętnie 1200 euro na miesiąc. Za dzień i noc ciężkiej, fizycznej pracy, która wypala także psychikę – podkreśla. I dodaje: – Moje powieści to krzyk dojrzałych kobiet: Polek, matek, żon i babć, które marzą o pracy we własnym kraju. I bardzo bym chciała, żeby moje książki o emigracji zarobkowej emerytek przeczytali politycy. Proszę: nie wysyłajcie nas do pracy poza granice kraju, daleko od domu. Nie o takiej starości marzyłyśmy.

*

Książka Za kryształowym lustrem wzbudziła w Niemczech duże zainteresowanie. Autorka wzięła udział w filmie dokumentalnym realizowanym przez telewizyjną stację RTL o polskich opiekunkach pracujących w Niemczech. Obecnie powieść została przetłumaczona na język niemiecki. W maju 2019 roku ukazała się nowa powieść autorki pt. Druga strona grzechu, która także dotyczy emigracji zarobkowej kobiet, ale jest też próbą podsumowania osobistej filozofii autorki.

ReReblog: Tokarczuk. Grzyby.

Wstęp Ewy Marii Slaskiej: Ten tekst był powodem, dla którego przestałam współpracować z blogiem QRA czyli kuchnia i kultura, co z kolei doprowadziło do zlikwidowania tamtego bloga i powstania dwóch nowych. Tak powstały Altana i Salon Ewy Marii czyli ten blog, na którym teraz gościcie. Oczywiście to, co osiem lat temu wywołało masę emocji, dawno przestało być emocjonujące. Salon i Altana współpracują ze sobą, reblogują się nawzajem, a autorzy z jednego bloga swobodnie mogą publikować i publikują na blogu u przyjaciół. Kilka dni temu spotkaliśmy się tak ponownie z okazji urodzin Seniorki Rodu i Bloga.

We wpisie, który doprowadził do secesji, a generalnie dotyczył grzybów, “poszło” o Tokarczuk. Wiele się teraz pisze o Oldze Tokarczuk. Każdy, jeśli tylko ma zdjęcie z Olgą (traktuje ją wtedy familiarnie), natychmiast je publikuje, a jeśli przypadkiem ma coś jeszcze więcej do pokazania lub opowiedzenia, to też to robi. Pomyślałam, że w pewnym szerokim sensie, Tokarczuk stała się “matką założycielką” tego bloga. A ponieważ w inkryminowanym poście pisałyśmy o grzybach, to, dedykując ten wpis grzybiarzom, przypominam go, póki jeszcze lasy i łąki pełne są grzybów.

trzyksiezniczkiTekst był wspólnym dziełem Ewy Marii, Panny Dorotek czyli Doroty Cygan oraz Panny L czyli Lidii Głuchowskiej. Został opublikowany na blogu QRA 10 listopada 2012 roku. Na zdjęciu u góry – figurki trzech baktryjskich księżniczek z 2 lub może 3 tysiąclecia przed naszą erą, które sfotografowałyśmy wspólnie na dOCUMENTA w Kassel.

Część Ewy Marii Slaskiej

Nieznany (bo nie podany) autor zachomikowanego na chomiku opracowania tak pisze o grzybach w Domu dziennym, dom nocnym Olgi Tokarczuk:

Często pojawiają się grzyby. Opisy różnych gatunków, przepisy na potrawy z grzybów, a po opisie śmierci dziecka, które zatruło się grzybami – przepis na muchomory w śmietanie. Autorka mówi, że gdyby nie była człowiekiem, byłaby grzybem. Rosłaby na tym co umarło. Byłaby nietrwała, ale ludzie też są nietrwali. Broniłaby się przez grzybiarzami, hipnotyzując ich, ukrywając się wśród liści. Oddawałaby swoje ciało ślimakom i robactwu. Nie bałaby się niczego. Nie groziłaby jej śmierć – jedyne co grozi grzybowi, to, że go zerwą i zjedzą. Grzyby: flammulina  – grzyb zimowy, jest jak człowiek nie pasujący do swoich czasów. Olszówka – grzyb, którego toksyny odkładają się w organizmie. Jedząc go człowiek nie ginie od razu, staje się w jakiejś części żywy, a w jakiejś martwy. Autorka nie rozumie dlaczego ludzie boją się momentu, kiedy stają się bardziej martwi. Ludzie boją się jedzenia grzybów, ona się nie boi. Ludzie dzielą grzyby na jadalne i trujące, a nie np. ładne i brzydkie. Autorka je wszystkie grzyby i nigdy nie umarła, zdarzało jej się umierać z powodu innych rzeczy. Nie wierzy, że grzyby mogłyby chcieć ją zabić.

Część Doroty Cygan – cytat z Olgi Tokarczuk. Dom dzienny, dom nocny:

Tort z muchomora

3 duże świeże kapelusze muchomora
5 dkg suszonego muchomora
2 bułki
szklanka mleka
garść rodzynek
1 cebula
nać pietruszki
całe jajko
żółtko jajka
bułka tarta
sól, pieprz do smaku

Namoczyć bułki w mleku. Cebulę podmażyć na tłuszczu, dodać namoczone i drobno pokrojone suszone grzyby, wbić żółtko, dodać posiekaną natkę, przyprawić nadzienie do smaku. Panierowane w jajku i bułce tartej kapelusze usmażyć na złoty kolor. Przekładać nadzieniem i zapiec w piekarniku.

Część Ewy Marii Slaskiej

Panna Dorotek poszukiwała jeszcze dwóch zdań kończących ten cytat, które ona tak dobrze zapamiętała, że teraz nie może się nadziwić, że ich  nie ma: „Dokładnie przeżuwać. Czekać”. Niestety bezlitosne metody poszukiwawcze komputera pozwalają stwierdzić, że słowa „czekać” w bezokoliczniku nie ma w tekście ani razu! Nawet znacznie mniej dramatyczne „poczekać” czy „odczekać” też się nie pojawiają.

Przypomniały mi się wizyty na Mazurach u szalonego wujka pisarza. Prawdopodobnie każdy z nas ma jakiegoś szalonego wujka. Nasz mieszkał na wsi pod Olsztynem, dużo pił i często wieczorem jechali z sąsiadem traktorem po wódkę do jakiejś dość odległej wioski, bo tam GS był dłużej czynny. Miał w Olsztynie żonę i córkę, a na wsi przyjaciółkę, też zresztą z Olsztyna, która mieszkała u niego z mężem i dwoma synami. Kiedyś, gdy się kochali, byli tacy głośni, że obudzili psa na podwórku. Przestraszony zwierzak zaczął szczekać, budząc sąsiednie psy, które też zaczynały szczekać, budząc następne psy…  Wuj i jego kobieta kochali się pod akompaniament szczekania wszystkich psów w całej wsi. Wydaje mi się, że księżyc powinien był być w pełni. Niestety, gdy mi to oboje opowiadali, nie zapytałam, a teraz już nie mam kogo zapytać. Dlatego zawsze powtarzam, jak chcecie o coś zapytać, pytajcie, pytajcie, pytajcie, bo kiedyś będzie za późno.

W każdym razie wujek świetnie i oryginalnie gotował, często korzystając z zebranych lub zabranych bez pytania dobrodziejstw pól, lasów i łąk. Jadaliśmy kukurydzę, masy grzybów, ciasto z rumiankiem i pestkami sosen, zupę z młodych pokrzyw, pieczoną pietruszkę pastewną… Pewnego dnia wujaszek pokazał przyniesione właśnie z lasu muchomory. Nie było wątpliwości, to ewidentnie były muchomory, miały odpowiedni pokrój i kropki, tyle że kapelusze nie były intensywnie czerwone, lecz raczej rudoceglaste. To muchomory jadalne, oznajmił wujaszek i podsmażył je na maśle. Popatrzyliśmy z mężem na siebie, niepewni, ale i zainteresowani. Obudź dziecko powiedziałam, niech też zje kawałek, bo jeśli mamy umrzeć, to umierajmy wszyscy razem…

Nie martwcie się, muchomory były jadalne.

Część Lidii Głuchowskiej

Skoro wpis jest o jedzeniu grzybów powszechnie uznanych za niejadalne, ja też dodam coś do tej opowieści. Znam osoby, które uważają, że opieńki są niejadalne.

Zupa z opieniek  i pierwszy śnieg

Jakieś trzy lata temu Rodzice po raz pierwszy ugotowali zupę z opieniek, którą zapamiętali ze swych pierwszych wspólnych wczasów. Jest znakomita i prosta w wykonaniu. Jest taka pyszna, że nie mogłam pojąć dlaczego tyle lat trzymali ją w tajemnicy. Dziś wreszcie poprosiłam ich o przepis.

Potrzebne są następujące składniki:

Spora kobiałka opieniek (lub dwie, gdy więcej gości)
W obróbce dużo tracą na objętości, więc lepiej trochę więcej
a ja od razu kupiłam 3 za całe 10 zł
włoszczyzna na wywar
2 –3 kostki rosołowe
1 lub 2 pory (zależnie od ilości grzybów)
3-4 łyżki masła (najlepiej klarowanego – nie przypala się i jest wydajniejsze)
śmietana
ew. trochę maki do zagęszczenia
pieprz i sól do smaku
oraz
duży garnek, patelnia, cedzak i durszlak

A przygotowuje się ją tak:
Z włoszczyzny i kostek rosołowych ugotować wywar.
Grzyby  bardzo dokładnie umyć i odsączyć. Kapelusze grzybów pokruszyć na ćwiartki (nóżki są twarde, więc jeśli mimo wszystko chcemy je wykorzystać, należy pokroić je w bardzo cienkie paseczki, o grubości 2 mm), a następnie podgrzać w wodzie i odszumować (tzn. zebrać pianę), jednak nie gotować. Dokładnie odcedzić.
Pora umyć i jego białą część pokroić w bardzo cienkie półtalarki, zeszklić na maśle. Nie dopuszczać do zbrązowienia.
Dorzucić odcedzone grzyby i smażyć, a potem dusić ok. pół godziny, co jakiś czas mieszając.
Po zdjęciu z ognia połączyć z wywarem warzywnym, doprawić solą i pieprzem.
Gdy przestygnie, do kubeczka wlać śmietanę i rozprowadzić ją z kilkoma łyżkami zupy, a potem powoli połączyć z jej pozostałą częścią, tak by się nie zwarzyła.
Ewentualnie można zagęścić zasmażką z mąki, którą ostrożnie  jeszcze na patelni miesza się z częścią zupy, a następnie przelewa do garnka, ciągle mieszając, tak, by nie powstały grudki.

UWAGA – zupa ma bardzo silny faktor uzależniający. Ja serwować ją będę w kuchni, z której okien widać pierwszy śnieg. W Jeleniej Górze spadł tej nocy.

PS. Ewy Marii Slaskiej z 13 listopada 2012 roku skierowany do jednej z komentatorek blogu QRA

Konsti! Zdarzył się dziś przedziwny przypadek – wróciła z wojaży Panna Dorotek, z którą wspólnie przygotowałyśmy wpis o jedzeniu muchomorów i innych jadalnych grzybów niejadalnych. Być może akurat tego nie zauważyłaś, ale wpis spotkał się z krytyką współautorek i współredaktorek, wyrażoną publicznie i prywatnie, i w końcu – z przykrością – go usunęłam.
Główną osią tego wpisu był wybrany przez Pannę Dorotek cytat z Domu dziennego, domu nocnego Olgi Tokarczuk – przepis na przygotowanie tortu z muchomorów. Cytat wzięłam z portalu Chomik i nie było tam dwóch zdań, które zdaniem Panny Dorotek musiały tam być, ale ich nie znalazłyśmy: “Jeść powoli. Czekać.”
Panna Dorotek twierdziła, że jest w internecie jeszcze inny blog, w którym też jest ten cytat-przepis i kończy się on tak właśnie, jak jej zdaniem powinien się kończyć.
I jest to twój blog i twój wpis, a ty jesteś naszą autorką!
apparecchiamo.blogspot.de/2012/02/tort-z-muchomora-czerwonego.html
Dziękuję!

(Reblog+) Sen zimowy

Kattinka

Wikipedia: „Sen zimowy to fizjologiczny stan odrętwienia organizmu, który objawia się okresowym spowolnieniem procesów życiowych u ssaków stałocieplnych, co pozwala im przetrwać trudne warunki zimowe. Taki sen może trwać od kilku tygodni do siedmiu miesięcy. Poprzedzony jest okresem gromadzenia tkanki tłuszczowej w organizmie lub zapasów pokarmu w gnieździe. W powszechnym języku termin ten stosowany jest wymiennie z pojęciem hibernacji naturalnej.”

Sen zimowy niedźwiedzia brunatnego, borsuka i jenota od właściwej hibernacji różni się fizjologicznie brakiem głębokiej hipotermii i mniejszym stopniem spowolnienia procesów metabolicznych. To raczej letarg, a nie pełna hibernacja. Ale już sen zimowy jeża jest tak głęboki, że jego serce, zamiast 181 uderzeń na minutę, bije tylko 20 razy, a zamiast wdychać powietrze 50 razy, jeż czyni to tylko raz. Śpią też popielice, świstaki, koszatki i nietoperze, a poza tym wszystkie płazy i gady.

Ustalmy fakty: mamy te same geny co misie i wiewiórki. Wprawdzie u nas owe geny odpowiedzialne za zimowe zwolnienie obrotów są nieco mniej aktywne, ale jednak są. Dlatego wraz z nastaniem mrocznych dni i długich nocy, podobnie jak u zwierząt przed zapadnięciem w sen zimowy, aktywna staje się przywspółczulna część autonomicznego systemu nerwowego, dzięki czemu nasz organizm zwalnia tempo, serce zaczyna bić wolniej, spowolnieniu ulega również nasz metabolizm. Przedłużająca się ciemność powoduje, że mózg produkuje zbyt mało serotoniny, hormonu odpowiedzialnego za nasz dobry nastrój. Ale zarazem ten sam mrok sprawia, że produkujemy więcej melatoniny (o melatoninie Ewa Maria opowie Wam więcej), która jest hormonem wydłużającym nasz sen. Skutek? Nasze nadnercza zaczynają produkować więcej kortyzolu, przez co podnosi się poziom naszej irytacji, gdyż stajemy się bardziej ospali. A jeszcze ten spowolniony metabolizm i nasza (nieodparta) chęć doładowania akumulatorów czekoladką, i już – tyjemy. Tak oto, chcąc nie chcąc, zapadamy w stan (przynajmniej częściowej) hibernacji.

I nawet jeśli nam się tak wcale nie wydaje, wstawanie po ciemku i bieg do pracy przez ponure miasto, które jest równie mroczne i nieprzyjazne, gdy z pracy wracamy, jest… dobre i ze wszech miar pożądane, ponieważ pomaga nam utrzymać się w nastroju snu zimowego. Bo czyż nie tego właśnie potrzebuje nasz organizm – przezimowania, przetrwalnikowej hibernacji? Tak, byle do wiosny. Dlatego mimo wychowania w protestanckim kulcie pracy, mimo rygorystycznego traktowania obowiązków i poczucia, że powinniśmy natychmiast wstać, pójść i zrobić coś bardzo pożytecznego, na czas zimy wyzbądźmy się wyrzutów sumienia, gdyż są całkowicie nieuzasadnione. Niech niebo chmurzy się i wylewa listopadowe deszcze, a grudzień posypuje śniegiem, niech mózg nasz domaga się więcej światła, a szef i zleceniodawca pogania z robotą, jakby to była wiosna (albo nawet lato) – nie zwracajmy na to wszystko uwagi, nie złośćmy się. Zamiast tego, połóżmy się z książka pod ciepłym kocem, utnijmy sobie drzemkę. To wcale nie jest głupie ani niepotrzebne, po prostu Natura pomaga nam przystosować się do niskich temperatur. Organizm przestraja się na najniższe zużycie energii, ogranicza zbędną aktywność, by skupić się na najważniejszym: na zachowaniu ciepła. Odpuśćmy sobie i otoczeniu, zwolnijmy tempo, śpijmy więcej i jedzmy, jedzmy do woli! Byle było nam miło i ciepło, i żadnego stresu, i… jak najmniej pracy. A jeśli poczujemy się nieszczęśliwi – pod ręką mamy zapas czekolady, która jest naszym zastępczym producentem serotoniny. Oto plan doskonały na listopad i grudzień, a potem styczeń, luty…

A więc nie smućmy się, że idzie zima, nie traćmy czasu na depresje małe i duże, nie narzekajmy na przygnębienie. Zamiast tego – przygotujmy się! Nazbierajmy orzechów, nasuszmy grzybów i jabłek, napieczmy pierników, nasmażmy konfitury „szwajcarskiej” z ostatnich jesiennych gruszek, jabłek i śliwek, z dodatkiem cukru (proporcja wszystkich składników 1:1) albo i z suszonych (namoczonych w esencji herbacianej) śliwek z migdałami i cynamonem. Nastawmy nalewkę pomarańczową z goździkami. Zgromadźmy spory zapas kawy i herbaty i jeszcze większy – gorzkiej czekolady. I stos książek do czytania. Karty do pasjansa i koszyk z owczą wełną i wzorem na gruby, wiatro- i wilgocio-odporny sweter. Lampa powinna świecić dobrym, ciepłym, dość mocnym światłem. Teraz już tylko pozostaje nam wybrać najlepsze miejsce na dziuplę, gawrę, norkę. Miękki fotel? Kanapa? Pled, koniecznie duży, gruby, wełniany. Ma nam być ciepło, wygodnie i przytulnie. Jasno. Smacznie i rozgrzewająco. A jeśli po tym wszystkim zechcemy (co takiego? znów?) zdrzemnąć się, przespać, poddać, odpłynąć – tym lepiej dla nas, tym zdrowiej.

Z kuchni dochodzi zapach pieczonych kasztanów. Będziemy obierać skorupki, parząc sobie palce, a potem zjemy słodki rozsypujący się żółty miąższ, parząc się w języki. Dla równowagi termicznej popijmy więc kieliszkiem porto.

Muszę kończyć, pa!

Barataria: wojna o wyspę (reblog+)

Znalazłam taki obrazek w internecie i przepraszam za błędy, informuję jednak tych, którzy mogliby tego nie wiedzieć, że błędy stanowią (chyba niezbędną) część internetowego folkloru i trzeba się z nimi pogodzić.

Myślałam, że to żarcik – i też by to było zabawne – ale nie, to nie żarcik, to prawda. Czytaj TU (po polsku), TU (po niemiecku) i TU (po angielsku). No i nie ma rady – TU po duńsku.

Jako córka polarnika dodam, że zostawianie alkoholu i pożywienia w stacjach, bacówkach, kolibach, szałasach i innych schronieniach bez obsługi, jest w krainach polarnych bezwzględną normą. A może zresztą jest tak wszędzie, gdzie ludzie mogą się znaleźć głodni i spragnieni. Przybysz zjada i wypija to, co znalazł w schronieniu, a – jeśli ma – zostawia dla następnych swoje napitki i jadło. Jeśli nie ma, to los mu sprzyjał…

A tu jeszcze dokładny kawałek mapy, z którego wyraźnie wynika, dlaczego dwie pozostałe wyspy nie są przedmiotem wojny, a ta – tak.