Joanna, trzeci piątek miesiąca i my trzy

Joanna Pfaff

Universitäten des Lebens: Wissen, Ohn-macht, Zugehörigkeit

Dr. Joanna Pfaff-Czarnecka ist Sozialanthropologin, mit dem regionalen Schwerpunkt in Südasien (Nepal und Indien). Sie arbeitet als Senior-Professorin an der Universität Bielefeld. Ihre Forschungsgebiete sind Universitäten und die Prozesse des Studierens, sowie die Kreation von Wissen mit dem Fokus auf Ohn/Macht und Ungleichheit. Theoretisch erkundet sie Konstellationen von Zugehörigkeit; methodologisch beschäftigt sie sich mit qualitativer Erforschung asiatischer Gesellschaften und Kulturen über Verflechtungen und Vergleiche.

Über Ihr Vortrag schreibt sie: Die Welt des Wissens ist stark hierarchisch organisiert und sie zeichnet sich durch zahlreiche
Exklusionen aus. Wie benachteiligend und ausschließend die Welt des Wissens – das heißt Orte, wo Wissen kreiert und weitergegeben wird – sein kann, haben beispielsweise die südasiatischen Dalits, vormals: in Indien und Nepal als ‚unberührbar‘ bekannt, einschneidend erlebt und erfahren. Mein Vortrag schildert den Kampf der Dalits um Anerkennung und um den Zugang zu Orten des etablierten Wissens, etwa zu Universitäten. Dabei zeige ich auch, wie mir diese Thematik zu Einsichten über die Bedeutung des nicht-akademischen Wissens verholfen hat, und welche Möglichkeiten des Engagements ich heute wahrnehme.

Im Rahmen des Projekts „Wir Drei” werden
Ewa Maria Slaska, Elżbieta Kargol und Krystyna Koziewicz
am Freitag, den 17. October 2025
Joanna Pfaff
zu Gast haben.

Od Adminki:

My trzy, Ela Kargol, Krysia Koziewicz i Ewa Maria Slaska zapraszamy do SprachCafé Polonisch na spotkanie z niezwykłą podróżniczką po światach, kulturach i językach, naukowczynią z kategorii tych, których niemal się nie spotyka, a jacy powinni być zawsze i wszędzie, żebyśmy mogli poczuć na twarzy prawdziwy jesienny powiew nauki (nauka się zaczyna jesienią,przychodzi razem z grzybami i kolorowymi liśćmi, wszyscy to wiemy), która jest czymś znacznie więcej, niż zbieraniem punktów za publikacje.

My trzy
Ewa Maria Slaska, Elżbieta Kargol, Krystyna Koziewicz
zapraszamy na spotkanie w Polskiej Kafejce Językowej

w piątek 17 października o godzinie 19

Schulzestr. 1
13187 Berlin – Pankow
Stacja kolejki Wollankstrasse (tylne wyjście!!!!)

Berlinski Tour w SprachCafé Polnisch – śladami Polaków w Berlinie.

Im Rahmen des Projekts „Wir Drei” werden
Ewa Maria Slaska, Elżbieta Kargol und Krystyna Koziewicz
am Freitag, den 19. September 2025

Dorota Danielewicz
mit ihrem Audioguide Berlinski Tour
vorstellen.

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Literaturfestival

Berlin, 15. August 2025
English Version below
Liebes Publikum,
es steht viel auf dem Spiel! Die Weltordnung, wie wir sie kennen, gerät ins Wanken: Europa schwächelt, die USA scheint wie in Trance, Russland rutscht tiefer in den Wahn, China festigt seine ökonomische Vormachtstellung… Wie gehen wir um mit der immer deutlicheren Verschiebung von demokratischen hin zu autokratischen Gesellschaftsformen? An der Schwelle zu einer Epoche, in der Konflikte und Ideologien den Ton angeben, suchen wir das Gespräch mit Autor:innen und Wissenschaftler:innen, die dem kollektiven Unbehagen mit Fachwissen und klarem, erhellendem Geist begegnen.
Freuen Sie sich mit uns auf spannende und lebendige Dialoge und Diskussionen, die zum Gedankenaustausch und Reflektieren über die brennenden Fragen unserer Zeit anregen.  
© Lennart Woithe
Wie es um die deutsche Sicherheitspolitik im europäischen Kontext steht, werden der Militärhistoriker Sönke Neitzel und der Sicherheitsexperte Carlo Masala zusammen mit der Journalistin Anna Engelke in »Ernstfall Zeitenwende« beleuchten.

Die beiden Nobelpreisträgerinnen Swetlana Alexijewitsch und Irina Scherbakowa sprechen in »Im Recht des Menschen«  darüber, was sie antreibt, ihren Kampf gegen Menschenrechtsverletzungen und Staatsterror niemals aufzugeben. [ACHTUNG: Der Termin wurde vom 18.9. auf den 13.9. vorverlegt!]

Die Schriftstellerin Aliyeh Ataei, die Sinnfluencerin Theresa Brückner und die Journalistin Shila Behjat widmen sich in »Tradwife Reloaded«  einem wachsenden post-feministischem Social Media Phänomen.

Wir setzen »Worte in Bewegung« und wechseln für einen Tag vom Haus der Berliner Festspiele ins Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung. Hier werden sich die Autor:innen Taqi AkhlaqiAlhierd BacharevičCan DündarIrene LangemannStella Nyanzi und Uwe Wittstock auf den zwei Podien »Schreiben – Zwischen – Welten« und »Literatur im Exil – Exil in der Literatur?« über ihre persönliche Erfahrung respektive professionelle Auseinandersetzung mit Exil unterhalten. In einer Reihe kurzer Lesungen stellen zudem internationale Schriftsteller:innen in vier verschiedenen Räumen des Dokumentationszentrums ihre Texte in Intervallen vor. Während der Pausen kann zwischen diesen Orten gewandelt werden.

Welch verheerende Wirkung Sprache haben kann, wissen der Übersetzer von Hitlers »Mein Kampf«, Olivier Mannoni, der Philosophieprofessor Tim Henning und der Journalist Nikolaus Blome, worüber sie mit der Feuilletonchefin der FAS, Julia Encke, in »Sprachgewalt« diskutieren werden.

Wie es sich anfühlt und was es bedeutet, unter der zweiten Amtszeit von Donald Trump in den USA zu leben und zu wirken, berichten die Schriftstellerin Jamaica Kincaid, die Journalistin Elizabeth Kolbert und der Historiker William Hitchcock in »USA unter Trump 2.0«.

Über sein Gefühl, im sozialen Miteinander zunehmend zu vereinsamen, spricht der Autor Anton Weil mit dem Soziologen Janosch Schobin in »[Männliche] Einsamkeit«.

Zusammen mit dem PEN Berlin, dem PEN Ukraine und dem Ukrainischen Institut gedenken wir der im Krieg verstorbenen Autorin und Journalistin Victoria Amelina und veranstalten einen langen »Solidaritätsabend für die Ukraine« u.a. mit Katja PetrowskajaSerhij ZhadanVassili Golod und Paul Ronzheimer.

Bevor wir das Festival mit der legendären TROPEN-Party beschließen, tauschen sich der Kultmoderator Jürgen Kuttner und die Debütromanautorin Laura Laabs in »Adlergestell. Ein Ostberliner Dschungel« über Ostberliner Sozialisation und die Nachwendezeit aus.Vom Weltgeschehen wenden wir unseren Blick auch nach Innen und hinterfragen den Druck, unter dem die derzeitige öffentliche Kulturförderung in Europa steht. In »Cultural Policy against Mistrust« sprechen Expert:innen aus Politik und Wissenschaft mit Kulturschaffenden darüber, wie eine Kulturpolitik aussehen kann, die den tatsächlichen Wert der Künste jenseits von Instrumentalisierung erschließt. Und in »Connecting Literary Festivals« lassen uns Festival-Direktor:innen aus verschiedenen Regionen der Welt hinter die Kulissen ihrer Literaturfestival-Produktionen schauen.

Wir freuen uns auf Ihre Neugier, die Sie gewiss zu einem Besuch
des 25. internationalen literaturfestival berlin verleiten wird,
und heißen Sie vom 11. bis 20. September ganz herzlich bei uns willkommen.
Beste Grüße
Dr. Nora Mengel – Kuratorin und Programm-Managerin und das ilb-Team
 ***
English Version
Dear Audience
Much is at stake. The world order as we know it is shifting: Europe is faltering, the United States appears to be in a trance, Russia is sinking deeper into delusion, and China is consolidating its economic dominance… How do we address the increasingly evident shift from democratic to autocratic forms of society? Standing at the threshold of an era in which conflicts and ideologies set the tone, we seek conversations with authors and scholars who meet our collective unease with expertise, clarity, and insight.Join us for thought-provoking, dynamic dialogues and debates that invite reflection on the most pressing questions of our time.
© Lennart Woithe
Military historian Sönke Neitzel and security expert Carlo Masala, in conversation with journalist Anna Engelke, will examine Germany’s security policy in the European context in »Ernstfall Zeitenwende« .

Nobel Prize laureates Swetlana Alexijewitsch und Irina Scherbakowa discuss in »Im Recht des Menschen« what drives them to continue their fight against human rights violations and state terror. [Please note: this event has been moved from September 18 to September 13.]

Author Aliyeh Ataei, social media influencer Theresa Brückner, and journalist Shila Behjat explore a growing post-feminist social media trend in »Tradwife Reloaded« .

With »Words in Motion« we leave the Haus der Berliner Festspiele for a day and move into the Documentation Centre for Displacement, Expulsion, Reconciliation. Authors Taqi Akhlaqi, Alhierd Bacharevič, Can Dündar, Irene Langemann, Stella Nyanzi, and Uwe Wittstock will take part in two panels – »Writing – Between  – Worlds« and »Literature in Exile – Exile in Literature?« – reflecting on their personal experiences and professional engagement with exile. In a series of short readings, international writers will present their work in four different spaces of the Documentation Centre at timed intervals. Visitors are invited to move between the venues during the breaks.

Translator of Hitler’s »Mein Kampf« Olivier Mannoni, philosophy professor Tim Henning, and journalist Nikolaus Blome, in conversation with FAS arts editor Julia Encke, will examine the devastating power of language in »Sprachgewalt«.

Writer Jamaica Kincaid, journalist Elizabeth Kolbert, and historian William Hitchcock will share their perspectives on living and working in the United States during Donald Trump’s second term in »USA unter Trump 2.0«.

Author Anton Weil and sociologist Janosch Schobin will discuss the growing phenomenon of male isolation in »[Männliche] Einsamkeit«.

Together with PEN Berlin, PEN Ukraine, and the Ukrainian Institute, we commemorate the late author and journalist Victoria Amelina with an extended »An Evening of Solidarity for Ukraine«, featuring Katja Petrowskaja, Serhij Zhadan, Vassili Golod, and Paul Ronzheimer.

Before the festival ends with the legendary TROPEN party, presenter Jürgen Kuttner and debut novelist Laura Laabs will talk about East Berlin’s social fabric and the post-reunification years in »Adlergestell. Ein Ostberliner Dschungel«.Alongside the global focus, we also turn inward, questioning the pressures currently weighing on public cultural funding in Europe. In »Cultural Policy against Mistrust«, policy-makers and scholars join cultural practitioners to discuss how cultural policy can recognise the true value of the arts beyond political or economic instrumentalisation. And in »Connecting Literary Festivals«, festival directors from different regions of the world will take us behind the scenes of their literature festival productions.

We look forward to your curiosity – and to welcoming you to the
25th international literature festival berlin from September 11 to 20.
Kind regards,
Dr. Nora Mengel – Curator and Program Manager
and the ilb team
Peter-Weiss-Stiftung für Kunst und Politik e.V.
25. internationales literaturfestival berlin
Frankenallee 13, 14052 Berlin
Tel.: +49 30 27 87 86 0
info@literaturfestival.com

Sommer in Berlin: Freiluft-Theater (2)

Jeder stirbt für sich allein
von Hans Fallada

Premiere Mittwoch, 20. August 2025

KantTheaterBerlin im Globe Berlin – Open Air-Bühne
Sömmeringstraße 15, 10589 Berlin-Charlottenburg

BVG-Verbindung U-Bahn Richard-Wagner-Platz und von hier ein kurzer Weg über eine schöne Brücke

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Die Kraft der Bilder, der gemalten und der gesehenen

Monika Wrzosek-Müller

Vor ein paar Tagen bin ich ins Museum Barberini gegangen; das Wetter war schon wieder sommerlich, alles aber nach den sintflutartigen Regenfällen grün, sauber, frisch, blühend, lebensbejahend. Die Gegend um das Barberini ähnelt inzwischen der Kulisse aus einem Film, der Anfang des 19. Jh. spielt und wo alles picobello aussieht; doch eigentlich gefällt mir das, die Patina und das Alltägliche werden sich noch schnell genug einnisten, der Grauschleier auf den Fassaden ausbreiten.

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Amerikanischer Traum – Lesungen

Der amerikanische Traum der Solidarność-Bewegung


Ewa Maria Slaska, Amerykański sen. Pokolenie Solidarności. Berlin – Szczecin 2025

Das Buch ist auf Polnisch, aber in Berlin werden immer neue Fragmente auf Deutsch präsentiert. Es ist weder Autobiografie noch Sachbuch, es ist eine Autofiktion und ein Roman mit hohen dokumentarischen Anteil.

Lesungen auf Deutsch

Die aus Danzig stammende damalige Solidarność-Aktivistin Ewa Maria Slaska lebt seit 1985 als Autorin, Bloggerin, Journalistin, Verlegerin und Projektmanagerin in Berlin. In 80ern verbunden mit der polnischen Demokratiebewegung Solidarność.

ewamaria.blog
polkopedia.org

In ihrem neuesten Buch Amerykański sen /Amerikanischer Traum, einer Autofiktion, einem Roman mit hohem dokumentarischem Anteil, konzentriert sich die Autorin, Ewa Maria Slaska, auf das Leben zweier in Danzig (Gdańsk) geborener Menschen, aufgewachsen in der Volksrepublik Polen. Sie sind aktive Teilnehmer der Solidarność – Bewegung. In den 1980er Jahren wandern sie aus, erst nach Berlin(West), dann in die Vereinigten Staaten. Sie suchen die Freiheit. Ob die Freiheit, die sie in Amerika finden, das ist, was sie sich erträumt haben?


Freitag, 2. Oktober um 14:45 von Ostkreuz


Kulturzug Berlin – Breslau

Moderatorin: Natalia Wassermann

Fahrkarten (hin 27,00 €)

Danach noch eine Lesung in Milicz am 5. Oktober und zwei Lesungen in Wrocław (auf Polnisch) am 7 und 8. Oktober:

Milicz
5 października o godzinie 16
STARA BOMBKARNIA
Kawiarnia w KOM
Kreatywny Obiekt Multifunkcyjny
Jarosława Dąbrowskiego 3, 56-300 Milicz

Moderatorin Ewelina Jaworska

***
Wrocław
7 października godzina 18
Kamieniczka Małgosia na Rynku

***
8 października godzina 17
Wrocławskie Stowarzyszenie
Twórców Kultury
ul. Lwowska 43
w siedzibie Rady Osiedla Gajowice

wszystkie spotkania po polsku

***


Freitag, 28. November
18:00 Uhr
Majakowskiring 47
13156 Berlin

Moderatoren: Monika Wrzosek-Müller & Michael Müller

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Freitag, 23. Januar 2026
18:30

Volkshochschule Mitte
Deutsch-Polnischer Klub

Antonstr. 37
13347 Berlin
Raum 207 

Moderatorin: Maria Szewczyk    

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Link zu einer Sendung von Arkadiusz Łuba für Polnisches Radio auf Deutsch: https://www.polskieradio.pl/400/7779/artykul/3565095,der-amerikanische-traum-%E2%80%93-ein-buch-%C3%BCber-die-solidarnosc%E2%80%9Cgeneration

Sepidar


khb_abschlussausstellung

Introducing Sepidar Niroomand as
part of the “GUTE GESELLSCHAFT” Abschlussausstellung 2025

Tehran-born and Berlin-based, Sepidar Niroomand is a multidisciplinary visual artist whose practice spans sculpture, painting, installation, drawing, and print. With an academic foundation in electronic engineering and a diploma in sculpture from the University of Tehran, her trajectory embodies a conscious shift from systems logic to poetic inquiry.
Since relocating to Berlin in 2022, she has engaged in residencies, exhibitions, and discursive art spaces across Europe. Currently in the final phase of her studies at Weißensee Academy of Art Berlin, her work continues to expand formally and conceptually.

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Shakespeare in Berlin

Ewa Maria Slaska

Seit vielen Jahren gehe ich in den Sommerferien mindestens einmal in ein Freilichttheater, um Shakespeare zu sehen. Es gibt mehrere solcher Orte in Berlin, ich erinnere mich an alle, aber überraschenderweise besser an die, an denen wir vom Regen oder einem Gewitter heimgesucht wurden. Letztes Jahr unterbrach ein Sturm die Aufführung von Hamlet im Globe Theater für eine Stunde, vor einigen Jahren verteilten die Schauspieler von Midsummer Night’s Dream plastik Capen und Umhänge, ohne die Aufführung im Theater am Südgelende auch nur für eine Minute zu unterbrechen. Es war fantastisch. Wir Zuschauer klebten alle aneinander. Wegen der Wärme, klar, aber nicht nur, ich vermute, dass es Zusammengehörigkeitsgefühl war all deren, die heute im Regen im Theater sitzen und nicht aus dem Sofa zu Hause.

Hamlet in Globe Theater (Foto von der Theaterseite). Vielleicht ist es gerade diese Veranstaltung während des Sturms. Die Wolken sehen so aus. Wenn ja, sitze ich zitternd von der Kälte in der letzten Reihe rechts, total durchnässt. Es war fantastisch!


Ähnliche Meinung ist TIP Berlin. im Juli Nummer spricht (S. 98 f) Tom Mustroph mit verschiedenen Macher der Freilufttheaters. Der Himmel verdüstert sich gerade, als er mit Darijan Mihajlović und Vlatka Alec über die neue Draußenspielzeit spricht. Ein kräftiger Wind fegt über die Tische. Alec, seit mittlerweile neun Jahren als Schauspielerin, später als Dramaturgin und Regisseurin an Pionier-Open-Air-Bühne tätig, lässt sich davon nicht einschüchtern. Im Gegenteil. “Das Schöne ist, dass wir mit die besten Vorstellungen gerade dann hatten, wenn es anfing zu regnen oder zu stürmen”, sagt sie. Denn dann, wenn Wetter mit Herausforderungen kommt, halten die Menschen an den Sitzplätzen (…) und die Menschen auf der Bühne in der Mitte besonders gut zusammen. “Dann entsteht diese Liebe, diese Hingabe und dieser unbedingte Wille, einfach alles zu geben”, schwärmt Alec. Und weil das auf den Sitzen ringsum stets ankommt, entsteht diese besondere Atmosphäre.

12. Juli gingen wir mit Monika Wrzosek-Müller zum Globe, zur letzten Veranstaltung des Midsummer Night’s Dream in diesem Saison. “Von Shakespeare” steht es auf der Karte. Na ja, vielleicht muss es sein. Vielleicht müssen wir, Nutzer immer aber immer informiert werden, wer was geschrieben hat, auch wenn er Shakespeare heißt.

Aber wie eine alte Dame, die Shakespeare erst im hohen Alter zum ersten Mal las, einmal sagte: phi, dieser Shakespeare war gar nicht so originell, er schrieb nur mit Zitaten. Jeder kennt sie.

Auf der Internetseite des Theaters liest man nur Generelles.

Seit 2019 ist das Globe Berlin in Charlottenburg von Juni bis September Schauplatz echten Volkstheaters in einem einzigartigen Ambiente unter freiem Himmel. Das bewusst niedrigschwellige Angebot richtet sich an Menschen jeden Alters, aus unterschiedlichen Kulturkreisen und ist nah an aktuellen gesellschaftlichen Themen. Das Programmspektrum umfasst Schauspiel, Wortkunst und Live-Musik, Shakespeare-Aufführungen in Deutsch und Englisch in eigenen, zeitgemäßen Übersetzungen sowie Einführungen und Nachgespräche – alles zu moderaten Eintrittspreisen.

Das stimmt.

Die gestrige Vorführung war natürlich wieder ein Shakespeare im Regen. Und wieder fantastisch. Schnell, witzig, mit ironischen Anspielungen gespickt. Es regnete so stark, dass wir in der Pause gingen. Alle? Weiß ich nicht, aber viele. Die benachbarte U-Bahn Station, Richard-Wagner-Platz war voll von durchnässten Zuschauer aus dem Globe. Wie mir die Globe-Mitmenschen berichtet haben, es wurde durchgespielt vor wackerem, begeistertem Publikum.


Es war kalt. Es war wunderbar.

Danke.

***

Wohin?

Monbijou Theater
Monbijoustr. 3b, Berlin-Mitte
Spielzeit bis Mitte September
Preise 24/15€
www.monbijou-theater.com

Globe Berlin
Sömmeringstr. 15, Berlin-Charlottenburg
Spielzeit bis 13. September
Preise 26/21€
www.globe.berlin

Shakespeare Company Berlin
Munsterdamm 80, Berlin-Steglitz
Spielzeit bis 13. September
Preise 24/42€
www.shakespeare-company.de

Meister und Margerita

Monika Wrzosek-Müller

Meister und Margarita, der Film

Schon wieder blühen die Korn- und Mohnblumen, die Felder, Wiesen und Wälder leuchten in allen Grüntönen, das Gelb der Rapsfelder ist fast verschwunden. Soweit das Auge reicht, herrscht majestätische Ruhe. Nur die Vögel zwitschern und die Störche sitzen in ihren Nestern, ziehen ihre Kleinen auf; auf fast jedem Schornstein oder Mast ein Storchenpaar. Der Himmel zieht sich aber öfters zu, es kommen dicke Wolken und manchmal plötzliche Gewitter mit Platzregen über das weite Land. Unten bleibt die Welt von Konflikten, Kämpfen, Habgier und Hass beherrscht. Vieles könnte man lösen, zumindest verbessern. Bleibt uns der Schwung, die Kraft für diese Anstrengung erhalten?

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Alphabet des Krieges

Masha Pryven

Liebe Freund*innen und Kolleg*innen,am 24.06. um 18 Uhr laden wir Euch ein zur Präsentation unseres Fotobuches “Alphabet des Krieges”. Sie findet statt in der
Amerika-Gedenkbibliothek
PopUp Saal
Blücherpl. 1
10961 Berlin


8 Jugendliche 2 Jahre
26 Fotos — 26 Buchstaben des deutschen Alphabets
3 Jahre russischer Angriffskrieg gegen die Ukraine
26 Versuche ukrainischer Jugendlicher, diesen Krieg Erwachsenen zu erklären

Die performative Buchpräsentation gibt Einblicke ins Projekt — in persönliche Geschichten, fotografische Prozesse und gemeinsame Entscheidungen. 
Mit dabei ist auch die Verlegerin Regelindis Westphal
sie erzählt vom Publizieren jenseits klassischer Autor*innenschaft. 

Sprache: Deutsch

Das Buch ist vor Ort erhältlich.

Mit Unterstützung von Kult’ura Ukraine Contemporary e.V.

Bis dann!

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