The Clock

Ewa Maria Slaska

Pierwsze dni stycznia. Berlińczycy wciąż jeszcze świętują. Gdy minęły święta, jarmarki bożonarodzeniowe i sylwester, miejscem spotkań są muzea. W tym roku przede wszystkim Neue Nationalgalerie – Nowa Galeria Narodowa, piękny budynek naprzeciwko Placu Poczdamskiego (Potsdamer Platz), zaprojektowany przez Miesa van der Rohe, oddany do użytku w roku 1968.

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Silvester

Monika Wrzosek-Müller

Momentaufnahme einer Silvesternacht

Schon auf dem Klausener Platz, wo wir auf den Bus warten, der uns zum Theater bringen soll, merken wir, es wird schwer. Es ist erst achtzehn Uhr und schon wird geballert, geknallt, bis zum Geht-Nicht-Mehr. Der Busfahrer öffnet die Vordertür nicht, weil er befürchten muss, dass Böller reingeworfen werden. Gut, dass wir uns an der Bushaltestelle im Wartehäuschen unterstellen, verstecken können; ich habe das Gefühl, mich in einem Krieg zu befinden, gleich einen Schuss in den Rücken zu kriegen. Ich frage mich, was bringt die Leute dazu, mit dieser Knallerei ihre Freude auszudrücken, welche Idee steckt dahinter, noch und gerade in Zeiten, wo sich viele Kriege vor der eigenen Haustür abspielen. Es ist nicht nur laut, es stinkt auch und es entsteht viel Rauch, der in die Atmosphäre steigt und die Umwelt belastet. Auf dem Rückweg in der S-Bahn sitzen neben uns Vater und Sohn, der Sprache nach zu urteilen vielleicht Iraner. Der Sohn ein pummeliger, kleiner, süßer Junge mit einer riesigen Tasche voll Raketen und Feuerwerkskörpern bepackt. Sie steigen leider mit uns zusammen aus. Auf dem Fußweg ist der Teufel los, ganze Gruppen von jungen Männern sammeln sich vorzugsweise auf den Kreuzungen, um zu ballern, Raketen abzuschießen. Es ist sehr unangenehm, wir laufen schnell, gemeinsam mit einem jungen Paar, nach Hause.

Visionen, Vorausahnungen, Vorstellungen von der Zukunft verfolgen mich offensichtlich in letzter Zeit. Wahrscheinlich nicht nur mich, wir alle zerbrechen uns den Kopf, wie die Kriege, Katastrophen um uns herum beendet werden können. Wie geht es weiter in Gaza, in der Ukraine, was ist mit der Klimakrise, gibt’s die nicht mehr, oder beschäftigen wir uns angesichts der vielen anderen Katastrophen erst mal nicht mehr damit?

Im Theater sehe ich das Stück „Eine Minute der Menschheit“ nach einem Essay von Stanislaw Lem, zwar 1983 geschrieben, aber mit geballter Aktualität für heute. Seine Fantasy-Faszination beruhte eigentlich nie auf der Science-Fiction Tradition der Star Wars in fernen Galaxien, er selbst bezeichnete sich als „wissenschaftlichen Fantasten“, seine Fantasy war irdischer und dem Menschen zugewandt, wahrscheinlich wollte er den Krieg, den Zweiten Weltkrieg und die Katastrophe der Shoah für sich verstehen. Der Text gehört zu der Reihe „Bibliothek des 21. Jahrhunderts“, zusammen mit den Essays: „Das Katastrophenprinzip“ und „Waffensysteme des 21. Jahrhunderts“. Vieles, denke ich, was er da als Zukunftsvision behandelt, ist heute schon Wirklichkeit geworden. Natürlich findet Lem dafür eine entsprechende literarische Form, benutzt einen literarischen Kunstgriff, der darin besteht, dass über ein fiktives Buch debattiert wird. Lem schreibt sozusagen eine Rezension eines nicht existierenden Buchs und lässt einen so, oft leicht ironisch, durch alle Probleme, die man nicht zu Ende darlegen und lösen muss, durchgehen. Es ist ein besonderer Verfremdungseffekt, den letztens auch Ian McEwan benutzt hat; das verschafft dem Autor mehr Raum und mehr Freiheit, über die angesprochenen Probleme nicht exakt Zeugnis ablegen zu müssen. Zugleich benutzt Lem die suggestive Kraft der Zahlen, Grafiken, Diagramme, grafischen Darstellungen, sprich der Wissenschaft, um etwas zu beweisen oder um uns zu verunsichern, oder vielleicht uns doch etwas Wissen zu vermitteln. Die Zahlen an sich nämlich, egal wie gut belegt sie sind, können etwas fixieren, aber umgekehrt auch leicht Verdacht wecken. Sie helfen auch wenig, wenn keine Taten daraus folgen. Der Essay versucht, uns mit den Mitteln der Statistik zu erklären, was die Menschheit in einer Minute alles tut. Natürlich kommt viel Absurdes und gewollt Komisches dabei heraus. Schon damals lässt Lem uns wissen: “Niemand liest etwas; wenn er etwas liest, versteht er es nicht; wenn er es versteht, vergisst er es sofort – das ist das Lemsche Gesetz.“

Im Theater wird das alles dramatisiert: eine Runde von Leuten („Experten“) setzt sich auf dem „76. Weltkongress für Zukunde und Temporistik“ zusammen und debattiert über das Buch. Nicht, dass mir unser eigener Literaturkreis in den Sinn gekommen wäre. Die Figuren sind äußerst skurril und eigenwillig, jeder findet etwas, was nicht unbedingt in dem Buch steht, sondern eher was ihn gerade so bewegt, und das bringt er vor. Der eine redet also von Liebe und die andere davon, dass sie eben auch was sagen will; jeder nach seiner Façon. Es werden dabei Strategien sichtbar, wie man mit der Welt umgeht, wie man sie erträgt und was das alles mit einem selbst, mit dem Menschsein zu tun hat. Am lustigsten und komischen ist dabei die Figur des Professors, der alles mit wissenschaftlichen Tabellen, Aufzeichnungen, eben grafischen Darstellungen auf riesigen Tafeln veranschaulichen will und seine Feststellung – für mich vielleicht als beste Pointe der ganzen Aufführung – dass, wenn man die ganze Menschheit eben in den Ozean werfen würde, sich der Meeresspiegel der Ozeane dadurch nur um einen Millimeter erhöhen würde.

Vielleicht schade, dass die Aufführung so in der damaligen Zeit, also den 1980er Jahren, verharrt, denn die Aktualität vieler Gedanken ist nicht von der Hand zu weisen, wie z.B. die digitale Überwachung zwecks Profit, auch der Gedanke der Gleichzeitigkeit und kognitiven Abhängigkeiten und schließlich das Thema Zeit, was alles in einer Minute passieren kann, ist heutzutage vielleicht noch stärker präsent als damals. Auf jeden Fall habe ich mir vorgenommen, Lem wieder zu lesen.

Vom Balkon haben wir dann mit Freunden die vielen Feuerwerke bewundert und dabei doch nachgedacht, wieviel Geld da in einigen Minuten in die Luft geschossen und verballert wird.

Wystawa “Pojednanie” / Ausstellung “Versöhnung”

im Roten Rathaus / w Czerwonym Ratuszu (Berlin)

Adam Pacześniak

Das heutige Europa wurde nach dem Zweiten Weltkrieg auf Versöhnung aufgebaut. Ehemalige Feinde verwirklichten ihren Traum von einer Gemeinschaft auf Augenhöhe.

Ein Beispiel dafür ist die Wanderausstellung „Versöhnung für Europa“, die bereits in verschiedenen europäischen Städten gezeigt wurde. Nach Stationen in Rom, Warschau und Görlitz ist die Ausstellung nun vom 1. Dezember 2025 bis zum 15. Januar 2026 im Roten Rathaus in Berlin zu sehen.

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A może Pani kupi książkę pod choinkę? I Pan?

Ewa Maria Slaska

Przygotowaliśmy ostatnio do druku Ela Kargol, Konrad, K. Łamarz i ja książkę z wierszami i rysunkami Tibora Jagielskiego. Jest piękna. Naprawdę, rzadko mi się coś tak podobało jak ta książka, a mówię to po trzech miesiącach pracy, kiedy czytałam te wiersze i oglądałam te ilustracje niekiedy raz, a niekiedy osiem razy dziennie.

Można ją kupić jako pdf już teraz, natychmiast, jeśli się wpłaci 20 złotych na kawę. Zobacz tu: https://ewamaria.blog/postaw-mi-kawe/

W ofercie jest też kilka innych książek, ale ja tu chcę akurat o Tiborze. Na tej cytowanej powyżej stronie napisałam:

Śmierć filozofa / Der Tod eines Philosophen – pdf tomiku wierszy i rysunków Tibora Jagielskiego (red. Ewa Maria Slaska) w języku autorskim, niekiedy polskim, niekiedy niemieckim, a niekiedy w obu językach jednocześnie.
Jeśli uzbieram w ten sposób dość pieniędzy za książkę Tibora (możecie kupować jego książkę za droższe kawy, nie będę protestowała!), albo jeśli się znajdzie sponsor, to ją wydrukuję, potrzebuję na 100 egzemplarzy ok 700 euro. Jeśli to się uda, to każdy, kto dostał pdf, jeśli skontaktuje się ze mną, otrzyma również egzemplarz wydrukowany! Ale to piosenka przyszłości, na razie po prostu pdf za małą kawę 🙂

Kannitverstan

Kochani, dziś Joanna gości w Polskiej Kafejce Językowej / Meine Lieben, heute ist Joanna zu Gast im SprachCafé Polnisch

Pfaff-Czarnecka, Joanna

Kannitverstan im Bett. In: Die Weltwoche, Nr. 40, 1996

Ende der zwanziger Jahre brach ein junger Religionsforscher nach Indien auf, wo er seine Suche gleich zweispurig betrieb. Sein Schriftstudium beim bengalischen Sanskritgelehrten Surendranath Dasgupta ergänzte er durch Sinneseindrücke: In der Freizeit suchte er unter anderem dessen Tochter Maitreyi Devi zu verführen. Die Ergebnisse beider Studiengänge sind allgemein bekannt. Der Rumäne Mircea Eliade (1907-1986) hat mit seinen Veröffentlichungen zu vergleichender Religionswissenschaft Weltruhm erlangt und ist auch als Romancier hervorgetreten. Bereits im Jahr 1934 hat Eliade sein Liebesabenteuer in Romanform gleich in zwei Sprachen veröffentlicht. Der rumänische Titel «Maitreyi» gab die Identität der Geliebten preis; der französische Titel «Les nuits bengales» («Die bengalischen Nächte») nahm den Ausgang der Geschichte vorweg.

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Festival of Lights Berlin 2025

Ela Kargol

Das 21. BERLIN FESTIVAL OF LIGHTS steht unter dem Motto „Let’s Shine Together“.

08. bis 15. Oktober 2025

Potsdamer Platz

Berlin leuchtet – wie jedes Jahr. Fast immer zur gleichen Zeit im Herbst, wenn die Tage kürzer und die Nächte länger werden. Und genau diese Nächte beginnen für ein paar Tage zu strahlen.

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