Es gibt Schriftsteller, oder eher Bücher, bei denen ich total überrascht bin, woher wohl die Einfälle kommen. Ich selbst klebe leider an der Wirklichkeit, sehe alles um mich herum, reflektiere zwar, kann mich aber nicht davon lösen, eine Vision daraus entwickeln, eine phantastische Idee, eine große Frage. Wahrscheinlich deswegen hat mich Arno Geigers letzter Roman Reise nach Laredo so begeistert. Es ist ein Meisterstück in jeder Hinsicht; seine Sprache fesselt mich fast genauso wie diese imaginierte und doch bis zum Ende ausgedachte Geschichte. Ein ungewöhnliches Buch.
Ela Kargol gab mir vor ein paar Tagen eine spanische 2-Euro Münze mit Don Quijote. Ich habe gedacht, dass es etwas Neues ist, weil ich es nie gesehen habe, aber von wegen. Es ist eine 2-Euro-Gedenkmünze herausgegeben vor fast 20 Jahren! Sie wurde am 30. Juni 2005 im Umlauf gebracht, zum 400. Jahrestag der ersten Ausgabe Miguel de Cervantes’ Don Quixote. Auflage (der Münze) 8 Millionen.
Dziś, czyli wyjątkowo w drugi a nie w trzeci piątek miesiąca
Ewa Maria Slaska, Ela Kargol, Krystyna Koziewicz
Wojna. Kobiety. Utopia.
Co dzieje się po wojnie? Tak wiemy, po wojnie jest pokój, żyjemy, jesteśmy szczęśliwi. Ale jak pomyślimy głębiej, intensywniej, to pamięć podsuwa nam też inne obrazy. Ruiny, gruzy, zrujnowane kamienice, wyrwane szyny, przewrócone ciężarówki. Wychudzeni ludzie, kobiety w chustkach na głowie. Ale też kwiaty na ruinach. Porozmawiamy o czasach po wojnie, Nie tylko po tej ostatniej, najlepiej nam znanej, z opowieści rodzinnych, filmów, książek, seriali, ale po każdej wojnie. O usuwaniu zniszczeń, budowaniu nowego życia. O utopii, która (być może) w dzisiejszych czasach powstaje dzięki kobietom. O Oldze Tokarczuk i jej heterotopii.
Ich mag es, wenn die Themen zu mir kommen, mich sozusagen anspringen oder noch konkreter, wenn ich mit ihnen aufwache. So war das auch im Falle des Romans Der Fänger im Roggen von D.J. Salinger. Ewa hat den Roman Buszujacy w zbozu in einem Eintrag vom 18.07. für eine neue Lektüre empfohlen; zwar gefiel mir das Interview mit der polnischen Übersetzerin des Textes, Magdalena Słysz, nicht besonders, weil sie so bedrängt wurde in Richtung einer Interpretation, mit Fragen, die immer in eine Richtung gingen, die mir auch eher weit entfernt vom Text des Romans schienen; ich fand, die Übersetzerin schlug sich sehr wacker und versuchte den Fangfragen des Interviewers zu entkommen, sich nicht festzulegen. Auf jeden Fall aber weckte alles mein großes Interesse und ich habe das Buch bestellt (ist gar nicht so einfach, es zu bekommen) und gelesen.
Die neunzigjährigen Kinostars feiern ihren Geburtstag: Sofia Loren und Brigitte Bardot
Die beiden großen Diven des Films, des europäischen Films, werden im September 2024 neunzig. Sofia Loren, eigentlich Sofia, Costanza, Brigida Villani Scicolone feierte gerade am Freitag und Brigitte, Anne Marie Bardot am 28. September. Beide haben unsere Zeit durch ihre unvergesslichen Filmrolle geprägt, könnten aber nicht verschiedener sein.
Vor ein paar Tagen habe ich im Spiegel einen Artikel mit dem Titel „Ein Teufel von einem Turm“ gelesen. Er handelte von dem Warschauer Kulturpalast und davon, wie dieser Bau, ein Geschenk Stalins, von den Polen zuerst gehasst, dann aber zum Symbol einer selbstbewussten, modernen Stadt wurde; die Warschauer lieben ihn inzwischen und können sich ihre Stadt ohne den protzigen Kolos nicht mehr vorstellen.
Themenwechsel total bei mir; manchmal klage ich über die Passivität und Ideenarmut der Menschen hier in der Uckermark, doch wenn ich ganz ehrlich bin: gerade diese Langsamkeit und fast Langeweile entspannt mich ungeheuer, und gerade das mag ich hier so sehr. Vieles in den kleinen Städtchen rundherum wurde nach der Wende aufgebrezelt, renoviert; die alten Stadtkerne vorbildlich restauriert, saniert, mit kleinen Parks, Springbrunnen und Skulpturen aufgehübscht, viele neu aufgestellt, wie z.B. in Angermünde. Man spaziert durch eine ziemlich tote Theaterkulisse, mit einem wunderschönen Rathaus und eben mit den neuen Skulpturen etc., doch viel Leben, Beschäftigung ist leider nicht entstanden, vielleicht auch nie vorhanden gewesen. Außer ein paar Fremden, hauptsächlich Fahrradtouristen im Sommer, sieht man die Bewohner kaum in Aktion; aber am Rande des Städtchens lugt eine unrenovierte Fassade hervor mit einer alten schönen Aufschrift: Textilfabrik, auch eine alte Brauerei, jetzt in Wohnungen umgestaltet; also es gab früher mal wirklich so einiges in der Altstadt. Manchmal bedauern wir, dass ein funktionierendes, d.h. gutes Restaurant fehlt, vielleicht ein Kino, in dem auch gute Filme laufen. Andererseits sind wir eher froh, dass sich so wenig ändert und bewegt, in meiner eigenen Routine verlaufen die Tage, Einkäufe, lange Spaziergänge, Lektüre, Schreiben, Übersetzen, Kochen.
I’m Eve, it’s my birthday on 2 September. I have been organising a birthday collection for many years, always with success. This year I am supporting the action of Iwona Maier, who wrote:
Dear friends, I am raising money for a well I want to build for a very poor family in Morocco! The first time I was so terribly sad was when I heard from an elderly man that the only thing he wants is to build a well so he can have water! And if he has water, he will earn everything himself! It costs €3000 to build a well. I believe that together we can do it! Please help me build a well in Morocco so that this man can fulfil his dream.
I believe that together we will make his dream come true, and we will build these wells together!
If everyone throws in €5 or €10, we have it, and we will be able to enjoy the well, and the water! Internet for power!
Jestem Ewa, 2 września mam urodziny. Od wielu lat organizuję zbiórkę urodzinową, zawsze z sukcesem. W tym roku wspieram akcję Iwony Maier, która napisała:
Kochani, zbieram pieniądze na studnię, którą chcę wybudować bardzo biednej rodzinie w Maroko! Pierwszy raz było mi tak okropnie smutno, kiedy usłyszałam od starszego człowieka, że jedyną rzeczą, jakiej pragnie, to zbudować studnię, żeby mieć wodę! A jeśli będzie miał wodę, to sam zapracuje na wszystko! Wybudowanie studni to koszt 3000€. Wierzę w to, że razem damy radę! Proszę pomóc mi zbudować studnię w Maroko, żeby ten człowiek mógł spełnić marzenie.
Wierzę, że razem spełnimy jego marzenie, i zbudujemy wspólnie te studnie!
Jeśli każdy wrzuci 5 albo 10€, to mamy to i będziemy mogli cieszyć się studnią, i wodą! Internet na moc!
Ich bin Ewa. Am 2. September ist mein Geburtstag. 2024 unterstütze ich eine Aktion von Iwona Meier: Iwona schrieb: Liebe Freunde, ich sammle Geld für einen Brunnen, den ich für eine sehr arme Familie in Marokko bauen möchte! Das erste Mal, dass ich so furchtbar traurig war, war, als ich von einem alten Mann hörte, dass er nur Brunnen bauen wollte, um Wasser zu haben! Und wenn er Wasser hat, wird er alles selbst erledigen! Der Bau eines Brunnens kostet 3.000 €, ich glaube, gemeinsam schaffen wir das! Wenn mir jemand helfen möchte, Brunnen zu bauen 🇲🇦, damit dieser Mensch seinen Traum erfüllen kann, mache es mit!
Ich glaube, dass wir gemeinsam seinen Traum wahr werden lassen und gemeinsam diese Brunnen bauen werden!
Wenn jeder auf seine Weise 10 € beisteuert, haben wir es und können den Brunnen und das Wasser genießen! Leistungsstarkes Internet!