Die große kleine Welt (immer wieder)

Uwaga od Adminki: Przepraszam polskich Czytelników, ale już drugi raz się zdarzyło, że z przyczyn technicznych nie dotarł do mnie środowy wpis Romana Brodowskiego z cyklu Historia Ukrainy.

Monika Wrzosek-Müller

Max Cegielski, Prince Polonia

Nun ja, ich habe tatsächlich angefangen zu der „Schreibwerkstatt“ zu gehen. Irgendwie fühlte ich mich in einer Sackgasse. Immer schreibe ich über etwas, das an meinem tiefsitzenden und mich immer wieder aufrüttelndem Thema vorbeigeht. Vielleicht war auch das ganze Schreiben nur Vorübung, um mich auf das große Thema der Vergangenheit vorzubereiten. Die Treffen mit anderen Schreibenden helfen doch dabei zu bleiben, nicht nachzulassen.

Bei einem von diesen Treffen, im Sprachcafé schaute ich mich in der Bibliothek um und fand auf einem Regal mit Neuerscheinen ein dickes Buch; auf dem rot-orangenen Umschlag stand mit großen schwarzen Buchstaben Max Cegielski, sehr einprägsam. Es stellte sich heraus – das war der Autor; der Titel dagegen war mit deutlich kleineren Buchstaben gedruckt: Prince Polonia. Jemand hinter mir sagte: ein super Buch!

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Frauenblick auf dies und das, zum Beispiel Ballett

Monika Wrzosek-Müller

Ballettaufführung von William Forsythe

Die gestrige Aufführung in der Deutschen Oper hat mich wirklich entschädigt für den martialischen Empfang an der deutsch-polnischen Grenze – durch eine junge deutsche Polizistin mit einer Maschinenpistole, in voller Rüstung. Da war auch ein Artikel von Konrad Schuller in der FAZ am Sonntag aus Anlass des 80. Jahrestags der Befreiung von Auschwitz, der mich besänftigt hat. Alles letztens Anlässe, die zusammenwirken und sich verbinden und doch leider den Himmel über uns verdunkeln.

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Frauenblick auf Zirkus

Monika Wrzosek-Müller

Zirkus Roncalli, Weihnachtszirkus in Tempodrom 2025

Eigentlich dachte ich, ich mag den Zirkus nicht und doch, als ich von einer Freundin eingeladen wurde, habe ich mich sehr auf das Event gefreut. Vielleicht und zumal, weil das alles im Tempodrom stattfand und die Anlage mir immer von weitem gefallen hat. Schon in der S-Bahn habe ich die Menschenströme beobachtet, die in meine Richtung fuhren, dann die Trauben von Menschen, die vor den Eingängen standen. Es war proppenvoll, alles ausverkauft.

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Frauenblick: E la nave va

Monika Wrzosek-Müller

Das Schiff der Träume (fährt einfach weiter)

Manchmal, selten, wird einem ein Abend einfach und wirklich geschenkt; plötzlich stimmt alles: die eigene Garderobe, die Mitzuschauer, also das Publikum, der Sekt beim Empfang und die Pfannkuchen am Ende, die Plätze – und vor allem die Aufführung, samt den Schauspielern in ihren phantasievollen Kostümen, eben der Theaterbesuch und das ist nicht banal, denn es handelt sich um den Silvesterabend.

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Die kleine große Welt

Monika Wrzosek-Müller

Tropische Wälder

Wie sich Lebenswege kreuzen, verknüpfen, verbinden, abrunden… Kaum eine Geschichte kommt aus dem Nichts, irgendwo, oft tief in der Vergangenheit, hat sie ihren Ursprung. Manchmal erst im Nachhinein werden die Linien, die Verbindungen sichtbar. Es passiert mir immer wieder, dass sich ein Kreis plötzlich schließt und manchmal öffnet sich aber der Blick etwas weiter oder richtet sich auf etwas Anderes, auf jeden Fall taucht man für ein Moment in die Vergangenheit ein.

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Frauenblick auf Krieg und Frieden

Monika Wrzosek-Müller

Kalte Füße – nicht nur von Francesca Melandri

Schon wieder gab es einen Brief, von 38 Prominenten unterschrieben, initiiert von zwei Frauen, die ganz offensichtlich nicht müde werden, sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen; die eine lebt diese Lust noch stärker aus, indem sie jetzt sogar eine Partei unter ihren Namen anführt. Dass ein solcher Brief noch einmal auftaucht, der von einem dritten Weltkrieg tönt und uns durch Angst von der Hilfe für die Ukraine abbringen will (und leider bei manchen auch auf Zustimmung stößt), finde ich traurig, richtig tief deprimierend. Denn die Ukraine im Winter des dritten Kriegsjahres verdient nichts anderes als unsere Unterstützung und die hatte ich mir eigentlich uneingeschränkt von der deutschen Seite gewünscht.

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Frauenblick aufs andere Land

Monika Wrzosek-Müller

No Other Land. Der Film

Vor einer Woche haben wir den Film No Other Land gesehen. Dann kam Ewas Eintrag: bissl optimistisch, die Buchvorstellung Und es wurde Licht… von Igal Avidan. Ja, es gibt Beispiele positiver Beziehungen zwischen einzelnen Israelis und einzelnen Palästinensern, aber manchmal, oder eben auch nach dem Film, bleibt einem das Bisschen Hoffnung im Hals stecken, auch wenn der Film – bis auf eine letzte Szene – kurz vor dem 7. Oktober 2023 zu Ende gedreht wurde.

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Frauenblick auf…

…die Veränderungen rundherum

Monika Wrzosek-Müller

Ich fahre immer wieder nach Warthe; in ein wunderschönes Fleckchen Erde in der mittleren Uckermark. Normalerweise dauert die Fahrt nicht lang, eine Stunde und zwanzig Minuten. Leider wird seit einem Monat die B 96 in der Höhe von Nassenheide erneuert und ist ab dort gesperrt. Dass eine Fahrbahn erneuert werden muss, ist an sich normal, und irgendwann muss das auch geschehen. Vielleicht hat man dabei sogar bedacht, dass während der Sommerferien weniger Menschen die Strecke benutzen, doch es ist auch eine touristische Region, also kommen in dieser Jahreszeit sogar mehr Menschen hierher. Der Umweg über den Berliner Ring verlängert die Anfahrtszeit um ca. 40 Minuten, so dass man jetzt doch zwei Stunden braucht. Leider sind auch auf dieser Strecke Bauarbeiten im Gang (es wurde überall Split aufgetragen, um die Fahrbahn auszugleichen), die fast die ganze Umleitung begleiten und die Fahrgeschwindigkeit auf 30 km reduzieren. Das verlängert die Fahrt noch einmal beträchtlich. Noch unverständlicher für mich war aber, dass einmal die Strecke über Nassenheide plötzlich freigegeben wurde und laut GPS die alte Strecke als befahrbar erschien, obwohl die Arbeiten gar nicht beendet worden waren. Ich habe mich darauf verlassen und dann einen Horrortrip durch die Seitenstraßen im Ort Nassenheide erlebt; natürlich war es den Häuschenbesitzern in den Wohnstraßen gar nicht recht, den ganzen Verkehr in den Norden vor ihrer Nase vorbeirollen zu sehen. Natürlich haben sie auch versucht, den Verkehr zu blockieren. Es gab unschöne Szenen.

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Brief an Frau Ministerin

Monika Wrzosek-Müller

Sehr geehrte Frau Ministerin,

dieses Jahr musste ich mehrfach die deutsch-polnische Grenze mit dem Auto auf der „Autobahn der Freiheit“ passieren, etliche Male im Mai und Juni, dann im Spätsommer und jetzt wieder im späten Herbst. Jedes Mal musste ich bei der Rückkehr nach Deutschland an der Grenze lange im Stau warten; einmal betrug wie Wartezeit volle vier Stunden.

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Frauenblick

Monika Wrzosek-Müller

Meine Ukrainerin

In der Ukraine naht der dritte Kriegswinter. Was das für die Menschen dort bedeutet, erfahren wir gelegentlich aus den guten Reportagen von Korrespondenten vor Ort, bei der ARD von Vassili Golod und beim ZDF von Katrin Eigendorf. Wirklich vorstellen können wir uns nicht, was es bedeutet, jeden Tag ums Überleben zu kämpfen. Immer wieder von Drohnen- und Raketenangriffen bedroht zu sein und bei jedem Luftalarm Stunden im Bunker, in U-Bahnstationen oder Kellern verbringen zu müssen, immer wieder aufs Neue zu fürchten, dass die nächste Rakete auch auf das eigene Haus treffen könnte. Dazu die Engpässe bei der Stromversorgung, bei Lebensmitteln, Medikamenten und vieles andere mehr…Vielleicht am ehesten können das die Palästinenser oder im Moment auch die Spanier aus der Region Valencia nachvollziehen. Dass wir im Westen doch so wenig Empathie aufbringen, wundert mich sehr, dass wir die Ukraine immer noch so halbherzig unterstützen, mit zwei Schritten nach vorn und drei zurück. Dass auf den Friedensplan von Zelensky so nüchtern reagiert und der Ukraine keine Hoffnung auf den Beitritt zur NATO gegeben wurde, empfinde ich als beschämend, und dass gerade Deutschland es gestoppt hat, treibt mir die Röte ins Gesicht.

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