Niedawno pojawł się to na blogu wpis o kobietach w czarnych sukniach. Spodobał się Wam. Było dużo miłych reakcji, a Christine Ziegler przysłała mi dwa moje zdjęcia w czerwonych sukniach (dziękuję, Krysia!).
I tak się złożyło, że właśnie wczoraj przygotowałyśmy obie, Krysia Koziewicz i ja, zaproszenie do Polskiej Kafejki Językowej o, tak, o Krystynach w czerwonych sukniach.
Na tych zdjęciach to ja, Ewa. Pierwsza fota została zrobiona przez Christine Ziegler, druga pochodzi z filmu “Legenda Zygmunta Blask”, reżyseria Jemek Jemowit, kamera – Krzysztof Honowski; trzecie zdjęcie zrobiła Krystyna Koziewicz 24 lutego, podczas wernisażu prac powarsztatowych projektu Polkopedia w Regenbogenfabrik.
PM Februar 2024 # Frauen & Kultur & Geschichte # deutsch-polnisches kollektives Gedächtnis
3. Polkopedia Workshop / Austellung ab 15 Uhr
Nach 3. bewegenden Workshops laden wir am Sam, den 24. Februar 2024 in die Regenbogenfabrik (Lausitzer Straße 21a, 10999 Berlin) ein zur Eröffnung der Ausstellung Frauenportraits der vergessenen Heldinnen – der Opfer des Nationalsozialismus, die aus den Seiten der Geschichte gelöscht wurden und wieder ihr Gesicht bekommen. Wir widmeten ihnen drei Workshops, in denen wir sie durch das Verfassen von Biografien erinnerten und würdigten.
Im Strafgefängnis Plötzensee wurden während des 2 Weltkrieges über 40 polnische Konspiratorinnen hingerichtet.
Wer waren diese Frauen? Wofür haben sie ihr Leben verloren? Den meisten enthaupteten polnischen Frauen wurde Hochverrat am Deutschen Reich vorgeworfen. Viele von ihnen arbeiteten im Untergrund, andere gaben jemandem ein Stück Brot, andere waren zur falschen Zeit am falschen Ort. Sie verloren ihr Leben für Worte, ein Stück Brot, für den Kampf für die Freiheit.
Die Initiatorin des Projekts, Ewa Maria Slaska, sowie die Autorin der Frauenportraits, Anna Krenz, stehen zum Interview und Gespräch da. Eingeladen sind auch engagierte Berliner_innen, die mit uns 24 Biografien der Polinnen aus Plötzensee rekonstruiert haben, Collagen und Zeichnungen gemalt oder an der Performance von Ewelina Jaworska teilgenommen haben. Die Schicksale dieser Frauen und ihre Zeichnungen sind online auf polkopedia.org veröffentlicht. Wir taten es, weil es endlich an der Zeit ist, die Vergessenen aus der Vergessenheit zu holen!
So beschreiben wir die fehlenden Karten der deutsch-polnischen Geschichte in Berlin. Und zeigen der Öffentlichkeit die bisher unbekannten Opfer des Verbrecher-Regimes. Vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine hat die Geschichte eine völlig neue Dimension, die an Relevanz und Aktualität gewinnt.
Konrad Kozaczek / Agnieszka Glapa / Fotos u. Video: Marzena Zajączkowska https://sinus3.com / Magdalena Schwabe Kontakt/Presse: bobowskaberlin@gmail.com T +49 (0) 173 3129 704
Das Projekt von Ambasada Polek e.V. in Zusammenarbeit mit Regenbogenfabrik e.V. , Dziewuchy Berlin e.V., Polkopedia und International Council of Polish Women.
Das Projekt wird von der von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) gefördert.
Diese Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung der Stiftung EVZ dar. Für inhaltliche Aussagen tragen die Autorinnen die Verantwortung.
Als Beispiel dessen, was wir tun und worüber wir erzählen werden, zwei Beiträge von Ela Kargol, jeden po polsku, jeden po niemiecku / ein auf Deutsch und ein auf Polnisch. Po niemieckuponiżej / Po polsku TU: https://polkopedia.org/wiki/Jadwiga_Neumann_PL
Jako przykład tego, co robimy – dwa wpisy – autorka: Ela Kargol
Wilhelmine Günther (18. VII. 1917 – 9. VI. 1944)
Wilhelmine wurde 1917 in meiner Stadt, in Poznań geboren. Ihre Eltern lebten in Jeżyce (Jersitz) in der heutigen Staszica-Straße, damals Moltkestraße, in einem Gebäude, das, wenn die Nummerierung nicht geändert wurde, und offenbar wurde sie nicht geändert, heute noch steht.
Die Straße ist immer noch voller alter Mietshäuser, von denen die meisten den Krieg überstanden haben. Einige davon sind renoviert, der dekorative Stuck an ihren Fassaden wurde wiederhergestellt. Die kunstvollen Balkonbalustraden wurden repariert. Die Häuser mit geraden Zahlen haben ihre Vorgärten beibehalten.
dwójne wótwórjenie wustajeńcowu / double opening of the exhibitions „Wšykno jo krajina. Serbski mólaŕ Jan Buk“ & „Hommage à Jan Buk (IV): WŠUŹI – NIŹI – DOM“ / “Everything is a Landscape. The Sorbian painter Jan Buck” & “Hommage à Jan Buck (IV): EVERYTHING – NOWHERE – HOME”
2.02.2024, Muzeum Ziemi Lubuskiej, Zielona Góra, al. Niepodległości 15, 65-048 Zielona Góra
Als ich aus dem Wenders-Film „Perfect Days“ kam, war ich beeindruckt und verwirrt zugleich. Beeindruckt war ich von den atemberaubenden Bildern von Tokio (meistens von den schöneren Seiten), von der wunderbaren Hauptfigur (dargestellt von Kōji Yakusho) mit ihrer irgendwie geheimnisvollen Geschichte – ja und natürlich von den öffentlichen Toiletten in Shibuja, nicht nur Tempel zivilisierter öffentlicher Hygiene, sondern auch kleine architektonische Meisterwerke. Sie entstanden übrigens im Rahmen des Prestigeprojekts The Tokyo Toilet, über das man sich auf der Homepage tokyotoilet.jp kundig machen kann.
In der Zeit zwischen den Jahren, wenn „alles schläft“, habe ich mir eine sehr gute, inspirierende Fotoausstellung in C/O Berlin angeschaut. Auf den Gedanken „alles schläft“ bin ich gekommen, weil wir praktisch fast die einzigen Besucher der großen Retrospektive von Mary Ellen Mark waren. Dabei erinnere ich mich an die Menschenmassen in der Ausstellung Genesis von Sebastiao Salgado von 2015 in derselben Institution, wo man warten musste, um jeweils an die nächste Fotografie herankommen zu können, an die riesigen, wahnsinnig schönen Fotografien, die sich damals angeblich auch zu unheimlichen Preisen verkauften. Die inszenierte Natur auf diesen Fotos war so perfekt, die Naturvölker darin so in Szene gesetzt, dass sie fast unnatürlich wirkten; doch die Fotos an sich waren wirklich unglaublich, überirdisch schön. Warum fällt mir die alte Ausstellung jetzt plötzlich ein? Vielleicht weil sie eine ganz andere fotografische Vorgehens- und Arbeitsweise zeigt, die im krassen Gegensatz zu der jetzigen Retrospektive steht.