Mydlane pytania

Teresa Rudolf

Nie można

Jak można opisać 
zapach tego kwiatu,
kiedy pachnie swą
najczystszą duszą? 

Jak można opisać
kolor kwiatu, kiedy
chce obezwładnić
oczy aż po głowę?

Jak można opisać
genialność Natury
wokół czarującej
swym przeboskm…
…TALENTEM???

Bańka mydlana

Trzymam nagle w ręku 
małą bańkę mydlaną,
wyśnioną dzisiejszej
ciemnej, cichej nocy;
a w niej przedziwne, 
zagadkowe wróżby.

Na tę cichą 
jej delikatność
szalenie uważam,
by nie zniknęła nagle
pękając niespodzianie
w dziwnym zamyśleniu,

zostawiając mnie z mą
otwartą, pustą dłonią,
zdziwioną jakąś bańką
z zamydlaną wiedzą,
o czymś dość ważnym,
choć wielce ulotnym…

Blada Dada 2

Urszula Usakowska-Wolff

DAS THEATER BLADA DADA
präsentiert den Einakter:

IM SCHAUMBAD DER GEFÜHLE

Dramatis personae:
SUSA MUSAKOFF, SILBERHAN & PUBLIKUM

sowie der Geist von Carl Millröcker &
Christian Morgenstern & Bertolt Brecht

SUSA MUSAKOFF
Ah, ah, seh’ ich ihn an
Den jungen, ah, nicht mehr so jungen Mann,
Ah, ah, wäre das mein Galan?

SILBERHAN

Ah, dieser Goldfasan,
Wär’ das für sie der rechte Mann?
Ah, dieser Goldfasan,
Wär’ das für sie der rechte Mann?!

SUSA MUSAKOFF

Nicht lockt ihn Reichtum, prunkender Schein,
Nein, er will nur mein Herz allein!

SILBERHAHN

Soll ich reden? Darf ich schweigen?
Teuer ist jetzt guter Rat.
Ach, ich bin durch ihre Liebe,
Halb beglückt, halb desparat.

SUSA MUSAKOFF

Er hat etwas zu verschweigen,
Ja, das seh’ ich in der Tat!
Doch ich will nicht Neugier zeigen,
Denn das wär’ undelikat.

SILBERHAN

Ich setz’ den Fall,
Dass meine Wangen einst verblüht,
Ich setz’ den Fall,
Dass einst die Zeit drauf Furchen zieht.
Geliebte! Geliebte!
Wirst du treu mir dann noch bleiben?
Ich setz’ nur den Fall.

SUSA MUSAKOFF

Ich halt’ die Lieb’ für bloße Spielerei,
Ich lach’ und küss’ und denk’ mir nichts dabei.

SILBERHAN

Mag sein, gar schnell verrauschet der Genuss,
Mag sein, was bleibt, ist nur der Überdruss.

SUSA & SILBERHAN

Vielleicht, wer so aus reinem Herzen liebt,
Der weiß, dass es drei Hasen gibt.

SUSA MUSAKOFF

Und der wird sie sehen,
Wie sie im Schaumbad am Plötzensee
Auf Silberha(ha)ns Zehen
Sich wunderlich drehen
Als Löwin, Bärin und Reh.

SILBERHAN

Wow, eine Spinne ist auch in Sicht,
Die ihre Netze fleißig flicht:
Ihre Tentakel ganz ohne Gicht
Umgarnen die Beute im Handumdrehen.

PUBLIKUM

Wir stehen selbst enttäuscht und sehn betroffen
Den Vorhang zu und alle Fragen offen.

04.05.2025

Text © Urszula Usakowska-Wolff

Złota rybka

Złota Rybka

Patrzę w skupieniu
w potok mego życia,
umykający tak szybko
mym ciekawskim oczom;

kradnie gałązki życia,
Greka Zorby kamienie
zielone, tańczące wśród
barwnych, szybkich rybek,

odbija promyki mego
słońca, srebrne krople
deszczu, czasem i łzy
(nie mówię nikomu).

Wypatruję Złotej Rybki, 
niech sobie wciąż pływa,
robiąc dziwaczne fikołki,
i złoci się, złoci nadzieją…

Będzie dobrze

Kiedy zamykam 
zmęczone
oczy wieczorem, 

coś jakby szeptało
we mnie szeptem
bardzo delikatnym, 

jak muśnięcie
skrzydeł motyla
w szybkim locie, 

cichy śpiew ptaka,
na dość delikatnej
gałęzi ciemnej nocy….

…to szept lekki
i poklepujący:
“będzie dobrze”…

A będzie? 
…na tak
przedziwnym
świecie…?

A echo nocy 
odpowiada
wzruszając 
ramionami:

“A będzie?” 

Meine Kriege. Kindheit.

Ewa Maria Slaska

In fremden Schuhen

Ich bin nur vier Jahre nach dem Kriegsende in Gdańsk geboren, aber ich muss gestehen, dass mir das sehr lange nicht klar war. Der Krieg war so weit entfernt, obwohl er die Gegenwart vor allem bestimmte. Er war immer da. Er wurde zur Abschreckung benutzt, als Vergleichszäsur – vor dem Krieg…. nach dem Krieg; nach dem Krieg war selbstverständlich alles besser… Er lieferte den Stoff für unzählige Filme, Bücher, Bilder. Und natürlich spielten die Jungen Krieg. Er war immer da, real und irreal zugleich. Der Schrecken und die Angst waren real, er selbst aber war irreal, bedeutete nichts und hielt sich eher in meinen Albträumen auf.

Continue reading “Meine Kriege. Kindheit.”

Meine Kriege. Ruinen.

Ewa Maria Slaska

Ein Lob der Frauenarbeit als Aufbau einer Utopie

Ein Text nach einer Konferenz zum Entmythologisieren des Mythos von Trümmerfrauen
Motto der Konferenz:
Nach jedem Krieg muss jemand alles aufräumen.
Wisława Szymborska

Das Buch zum Entmythologisieren

Die „Trümmerfrau“ gehört zum festen Repertoire nahezu jeder historischen Darstellung der Nachkriegszeit, ganz gleich, ob in TV- und Printmedien, in Schulbüchern oder in Ausstellungen der historischen Museen. Seit Anfang der 1950er Jahre bis in unsere unmittelbare Gegenwart kam es darüber hinaus in den unterschiedlichsten Städten immer wieder zur Errichtung von „Trümmerfrauen“-Denkmälern. Leonie Treber hat erstmals die überlieferten Fakten geprüft und kommt zu dem Ergebnis, dass die „Trümmerfrauen“ ein Mythos sind; es gibt nur ganz wenige Belege dafür, dass tatsächlich Frauen im Krieg und in der Nachkriegszeit Bombentrümmer beseitigt haben. Wie für Mythen gemeinhin üblich, handelt es sich bei den heute verbreiteten stereotypen „Trümmerfrauen“-Narrativen jedoch keineswegs um reine Lügen, vielmehr enthalten sie einige Brocken Wahrheit, die jedoch mitunter verfälscht und aus dem Kontext gerissen sind bzw. Wesentliches verschweigen. Die Autorin stellt dar, wie die Enttrümmerung der deutschen Städte tatsächlich stattgefunden hat. Meist waren professionelle Firmen mit technischem Großgerät und Fachkräften die Hauptakteure bei der Trümmerräumung. Und sie zeigt, wie der Mythos „Trümmerfrau“ mit all seinen Facetten entstanden ist. Die Grundlagen für den Mythos der „Trümmerfrau“ wurden bereits in der unmittelbaren Nachkriegszeit gelegt. Eine Analyse der zeitgenössischen Presseerzeugnisse von 1945 bis 1949 legt die dabei entworfenen Bilder offen und fragt nach dem Ursprung des „Trümmerfrauen“-Begriffs. Die Traditionslinien der „Trümmerfrauen“ reichen in der DDR bis ins Jahr 1945 zurück und sind seitdem niemals abgebrochen, sondern kontinuierlich gepflegt worden. Die lange und stabile Tradierung der „Trümmerfrau“ in der Erinnerungskultur der DDR trug somit wesentlich dazu bei, dass sich aus den getrennten und zum Teil diametral gegenüberliegenden Erinnerungssträngen der BRD und der DDR schließlich der gesamtdeutsche Erinnerungsort der „Trümmerfrau“ flechten ließ.1

Hinzu kommt noch der Vorwurf, dass die Frauen nicht umsonst, ehrenamtlich und freiwillig gearbeitet haben, sondern nur, um sich Vorteile zu sichern, Geld, Essenskarten, Kleider, gar Wohnungen.

Continue reading “Meine Kriege. Ruinen.”

Was mich der Krieg angeht

Monika Wrzosek-Müller

Ich bin einige Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs geboren und hatte inzwischen berechtigten Grund zu glauben, dass mich der Weltkrieg wenig anginge und beträfe, trotz der traumatischen Kriegserfahrungen meiner Großeltern und Eltern. Vielleicht wollten wir alle den Krieg einfach hinter uns lassen, vergessen, obgleich – oder vielleicht weil – wir in den Schulen ständig damit konfrontiert worden waren. Der russische Überfall auf die Ukraine war für mich ein Schock, trotz der Vorzeichen seit der Annexion der Krim von 2014; so wie Tausende andere Menschen konnte ich mir nicht vorstellen, dass Putin so etwas wagen würde. Noch in den Tagen direkt vor dem Angriff von 2022 sah ich, damals im polnischen Fernsehen, die militärischen Manöver an der Grenze zur Ukraine und war trotzdem überzeugt, dass es nicht zum endgültigen Bruch mit der zivilisierten Welt kommen würde.

Continue reading “Was mich der Krieg angeht”

Rabarber

Ela Kargol

Rabarber i wiatrak na Łacinie

Tam były łąki, pola, ogrody, tam rósł „rabarber“. Tak, rabarber, a nie rabarbar. Gdy ktoś mówił rabarbar, to nie był stąd, nie był z Poznania, ani z Rataj.


Rataje, dawna wieś podpoznańska zaopatrywała Poznań nie tylko w rabarber, ale też w inne warzywa i owoce. Ziemia była żyzna, a jej mieszkańcy, w tym też dawni bambrzy, ich potomkowie, a w latach 20. ubiegłego wieku Bułgarzy siali, uprawiali sadzili, a plony sprzedawali na poznańskich rynkach.

Continue reading “Rabarber”

Sizilien

Monika Wrzosek-Müller

Syrakus, Begegnung mit S. Lucia

Diesmal hatten wir ein fürs Auge sehr schönes Appartement, wirklich einmalige Stuckdecken, dezent bemalt, dazu passende Kandelaber; leider waren die Wände wie aus Pappe, so dass man jede Bewegung, jeden Lärm von draußen direkt in der Wohnung zu hörten bekam, obwohl die Fenster neu waren. Jedes Gespräch unserer Nachbarn hörten wir mit, jede Putzkolonne und das Treppensteigen, den Hund sowieso; das alles wäre eigentlich nicht das Problem, problematisch war die Bar/Bistrot unten, die die ganze Nacht, bis vier Uhr morgens geöffnet war und sehr seltsame Geschäfte machte und oft ziemlich aggressive Kunden hatte. Oder werden wir einfach immer empfindlicher, sprich älter?

Continue reading “Sizilien”

Gestern in Berlin: Unser Stadtspiel Quest for Women*

Klaudyna Droske

am 1. Mai 2025 (auf Instagram & FB)

Ich habe heute (d.g. gestern) am Stadtspiel „Quest for Women“ des @ambasada_polek_ev in Friedrichshain teilgenommen. Ein schönes Projekt von @krenz.anna und @ewa.bo.ska (ewa maria slaska). Dabei ging es darum, an mehreren Stationen spannende Aufgaben zu inspirierenden Frauen: Tamara Danz, Gabriele Tergit, Ludmilla Herzenstein, Annemirl Bauer und Hildegard Jadamowitz zu lösen. Der Start war an der Tamara-Danz-Straße, das Finale mit Signierstunde von Claudia von Gélieu und Tanja Dückers sowie Preisverleihung fand in einer Kiez-Bäckerei statt (Asman Bäckerei).

Joanna Pfaff

Das war ein wunderbares Event, sehr informativ, perfekt vorbereitet, und organisiert und durchgeführt mit scheinbarer Leichtigkeit in sehr guter Stimmung. Danke!

***

Alle grafische Elemente: Anna Krenz.

Siehe auch: https://ewamaria.blog/2025/04/22/quest-for-women-friedrichshain/

Fotos: Klaudyna Droske, Monika Wrzosek-Müller, Ela Kargol, Krystyna Koziewicz, Joachim & Konrad