Wystawa “Pojednanie” / Ausstellung “Versöhnung”

im Roten Rathaus / w Czerwonym Ratuszu (Berlin)

Adam Pacześniak

Das heutige Europa wurde nach dem Zweiten Weltkrieg auf Versöhnung aufgebaut. Ehemalige Feinde verwirklichten ihren Traum von einer Gemeinschaft auf Augenhöhe.

Ein Beispiel dafür ist die Wanderausstellung „Versöhnung für Europa“, die bereits in verschiedenen europäischen Städten gezeigt wurde. Nach Stationen in Rom, Warschau und Görlitz ist die Ausstellung nun vom 1. Dezember 2025 bis zum 15. Januar 2026 im Roten Rathaus in Berlin zu sehen.

Die Ausstellung unterstreicht die Bedeutung des Briefes, in dem der Breslauer Erzbischof Bolesław Kominek, gebürtiger Schlesier, den berühmten Satz „Wir vergeben und bitten um Vergebung“ schrieb. Diese Botschaft wurde zur Inspiration für eine neue Perspektive in den Beziehungen zwischen den Nationen, insbesondere zwischen Polen und Deutschen, und wies den Weg zu Dialog und gegenseitigem Respekt. Sie war auch der Beginn der Suche nach gegenseitigem Verständnis nach dem Zweiten Weltkrieg und wurde – ungeachtet der Teilung Deutschlands und des Eisernen Vorhangs, der Europa in einen demokratischen Westen und einen kommunistischen Osten teilte – zu einem Fundament des später vereinten Europas.


Zu sehen sind Faksimiles der Dokumente der Versöhnungskorrespondenz, darunter das von Erzbischof Bolesław Kominek in deutscher Sprache verfasste Manuskript des Briefes der polnischen Bischöfe. Ebenfalls präsentiert werden die endgültige Fassung der Botschaft an die deutschen Bischöfe sowie die Antwort der deutschen Hierarchie.

„Es freut mich sehr, dass wir hier diese wichtige Ausstellung zur deutsch-polnischen Versöhnung zeigen dürfen, die einen ganz entscheidenden Moment in der europäischen Geschichte darstellt“, sagte Florian Hauer, Staatssekretär für Bundes-, Europa- und Auswärtige Angelegenheiten, Senatskanzlei Berlin.

„Ich bin überzeugt, dass diese Botschaft Wirklichkeit geworden ist. Vergebung ist nicht nur eine religiöse Botschaft, sondern eine universelle menschliche Botschaft. Man muss sie pflegen, wie alle Werte unseres Lebens. Denn nichts ist uns für immer gegeben“, sagte Ryszard Kessler, Vizepräsident von Breslau.

Die Ausstellung zeigt, wie diese Botschaft die Zukunft Europas geprägt hat und wie wichtig es gerade heute ist, sich an diese Ereignisse zu erinnern.

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Die Ausstellung wird vom Ministerium für Kultur und Nationales Erbe im Rahmen des Programms „Inspirierende Kultur 2025–2026“ kofinanziert.

Die Wanderausstellung „Versöhnung für Europa“ – 1. Dezember 2025 bis 15. Januar 2026, im Roten Rathaus in Berlin, Rathausstraße 15.

https://www.berlin.de/rbmskzl/service/rotes-rathaus/ausstellungen/

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