Die kleine große Welt (6)

An den Anfang seines Romans Wem die Stunde schlägt stellte Ernest Hemingway ein Zitat des englischen Dichters John Donne, Ausschnitte des geistlichen Gedichtes Meditation Nr. 17 als Motto:

No Man is an Island, entire of itself; every man is a piece of the continent, a part of the main; […] and therefore never send to know for whom the bell tolls; it tolls for thee.

Kein Mensch ist eine Insel, in sich selbst vollständig; jeder Mensch ist ein Stück des Kontinentes, ein Teil des Festlands; […] und darum verlange nie zu wissen, wem die [Toten-]Glocke schlägt; sie schlägt dir.

Monika Wrzosek-Müller

Bretagne

Nirgendwo schien ihr die Welt so harmonisch, vollkommen, rund, mit anderen verbunden, wie in der Bretagne. Waren das die alten Häuschen, die kleinen Kirchen mit ihren Calvaires, die Bars, wo die Einheimischen und besonders die Fischer ein Gläschen Wein schon morgens tranken, oder ging das auf die berauschende Natur zurück mit breiten, unendlichen Stränden und den Gezeiten, mit wechselnden Wolkengebilden am Himmel, mit Sturm, Regen, Sonne, Wind in einer enormen Intensität und dann gab´s da auch noch das Mirakel des Ozeans mit all dem Wasser, malbewegt, mal ruhig, unendlich weit bis hinter den Horizont, unfassbar lebendig und riesig, oft auch bedrohlich. Zwar lebte hier jeder für sich allein, doch irgendwie fühlte es sich an wie ein Puzzle, alles ein Teil vom Ganzen. Die Landschaft rundherum bildete oft ein Gemälde: die kleinen Häfen, die Fischkutter, die Jachten, die Boote, kleine Hügel, große Felder, Apfelbäume bewachsen mit Efeu und Misteln, die Hecken aus Hortensienbüschen in wunderbaren Farbtönen, manchmal Felsen und steile Klippen, Leuchttürme und die Leute mit ihren dunkelblauen Jacken, Pullovern, Mänteln und Mützen überhaupt die Farben; alles passte ins Bild.

Sie gingen stundenlang am Strand entlang, manchmal war das Meer weit, weit weg, dann stieg es wieder hoch, und man lief am Wasser entlang, manchmal musste man sich beeilen, um vor der Flut heil an einem bestimmten Ort anzukommen, sonst musste man schwimmen oder mehrere Stunden auf irgendwelchen Felsen die Ebbe abwarten. Der Sand war fest, glatt, man hinterließ Fußabdrücke, ganz präzise und deutliche, ab und zu gab es Häufchen dunklen Sandes von Würmen aufgeschüttet.

Diese Spaziergänge, fast Märsche, hatten etwas Beruhigendes, Tröstendes, schoben die dunklen Gedanken weg, beiseite, waren gut gegen Depressionen und gegen die innere Lähmung, die sie immer wieder überfiel. Der Strand war ganz breit, man konnte die Augen schließen und sich nach der Wärme der Sonne richten und vorankommen. Dann gab es Gruppen von Felsen über die man klettern musste, um in die nächste riesige Bucht zu gelangen. In den Felsen wimmelte es oft von Menschen, ganze Familien suchten nach Miesmuscheln, kleinen Krabben und Araigenées, den Meerspinnen, manchmal buddelten sie auch im Sand auf der Suche nach Bigourneaux und den Würmern, die sie als Köder zum Angeln benutzten. Es gab auch Buchten, die ganz abgeschlossen waren; man gelangte dorthin über steile Pfade, sehr mühsam. Dort lagen wunderbare runde Steine, die in hunderten von Jahren durch das Wasser, besonders bei Stürmen, zu riesigen runden Eiern oder sogar Bällen abgeschliffen wurden. Auch dahin gelangten sie und machten Anstalten einige von den Steinen mit nach oben zu nehmen.

An sonnigen, warmen Tagen gingen sie an den Strand, man blieb nicht lange, zwei Stunden reichten vollkommen. Rundum waren große Familien mit einem Reichtum an Kindern, an Plastikspielzeug und an Essen, transportiert in großen Kühltaschen; Sie setzten sich hin und fingen fast sofort an zu essen. Die Männer spielten mit den Drachen, rivalisierten heimlich untereinander und ließen selten die Kinder mitspielen. Die meisten Familien kamen mit drei Generationen; es gab sowohl Großmütter als auch Enkel, man konnte die Ähnlichkeiten in den Gesichtern sehen, die Großväter waren eher beim Angeln. Viel Kontakt zu den Familien hatte man nicht, es war äußerst selten, dass man mit jemandem ins Gespräch kam; jeder war für sich und doch bildeten sie alle zusammen das Bild einer großen Strandfamilie.

Es gab doch ein Paar, das immer wieder aufhorchte, als wir uns auf Polnisch unterhielten, oder zum Spaß einfach ein polnisches Wort fallen ließen, da schienen sie richtig aufzuwachen und mitzuhören. Wir achteten am Anfang nicht darauf. Irgendwann aber hörten wir, dass sie zueinander etwas auf Polnisch sagten. So grüßte ich sie am nächsten Tag auf Polnisch. Der Mann antwortete kurz aber mit starken französischem Akzent, so blieb die Konversation erst mal stecken. Als ich ins Wasser ging, war da auch die Frau, die ich auf Polnisch anzusprechen versuchte. Sie antwortete auch kurz angebunden, mit einem starken französischen Akzent. Die beiden weckten meine Neugier. Wir kamen jetzt regelmäßig an dieselbe Stelle am Strand, aber jegliche Versuche Kommunikation mit den beiden herzustellen, scheiterten.

Und wie das in der Bretagne häufig ist, änderte sich das Wetter plötzlich, so dass wir nicht mehr an den Strand gingen. An einem eher wolkigen Tag beschlossen wir dann, einen Ausflug zum Petit Mont Saint Michel zu machen; eine winzige Insel mit einer noch winzigeren Kapelle drauf. Bei der tiefsten Ebbe war die Insel zu Fuß zu erreichen, man musste alles gut planen, um trockenen Fußes zurückkehren zu können. Zu unserer Überraschung trafen wir auf der kleinen Insel ausgerechnet die beiden Strandnachbarn, die polnischen Franzosen, wie ich sie in Gedanken nannte. Wir grüßten uns, gingen in die Kapelle und setzten uns dann draußen zusammen auf eine steinerne Bank und schauten aufs offene Meer. Leider vergaßen wir dabei, dass wir eigentlich hätten sofort zurücklaufen müssen; das Wasser stieg jetzt sehr schnell, an Rückkehr war nicht mehr zu denken; und so saßen wir da und unterhielten uns, diesmal auf Französisch. Es stellte sich heraus, dass die beiden in Paris ein polnisches Ehepaar kennengelernt und sich mit ihnen angefreundet hatten – er konnte Polnisch wegen seines Berufes, Osteuropahistoriker an der Sorbonne, sie hat ihn bei den Archivreisen begleitet und immer wieder Polnisch Kurse belegt – die in zerfallenen Häusern wohnten, die der junge Mann renovierte, und dann mussten sie wieder umziehen, denn die renovierten Gebäude gingen an französische Käufer oder Mieter über. So zogen sie ständig um, und dabei waren es hoch gebildete Leute: sie Kunsthistorikerin und er Historiker. Da unterbrach ich sie unhöflich in meinem schlechten Französisch: „La dernière fois il ont abité à la Rue de la Roquette, n´est-ce pas?“

Wir verließen die Insel nach sechs Stunden, fast befreundet nach dem Motto:„die Freunde meiner Freunde sind auch meine Freunde“.

 

Die kleine große Welt (5)

„Im Winter 2002, als ich in Stockholm war, erhielt ich im Hotel einen Anruf aus Australien; am Apparat war ein älterer Herr namens Kucharski, der den Roman des neuesten Nobelpreisträgers für Literatur gelesen hatte und darin, mit großer Erregung, auf sich selbst gestoßen war: Er hatte damals im ‚Steppdecken-Revier‘ im Bett über mir gelegen und taucht zufällig in meinem Roman mit seinem Namen auf. Ich muss nicht sagen, welche freudige Überraschung dieser Anruf mir bereitete.“

Imre Kertész: Dossier K. Eine Ermittlung

Monika Wrzosek-Müller

Die polnische Ostsee

Jahrelang fuhr sie im Sommer für zwei Wochen an die polnische Ostsee; erst mal sollte das ihrem Sohn guttun, er lernte polnisch, und konnte die Großeltern und die Großtante und die Familie aus Schweden genießen oder eben näher kennenlernen. Außerdem war das für sie eine willkommene Erholung von der nicht gerade rosigen Wirklichkeit in dem Berliner Vorort- und Nobelviertel des Kleinmachnowers Großdorfes. Die Reise dauerte unendlich, die Straßen waren schlecht, sie fuhren meistens 8 bis 9 Stunden lang, mit kleinen Pausen fürs Essen von Pirogen oder ganzen aufwendigen polnischen Menüs mit Vorspeise, Suppe, zweitem Gericht und Nachspeise, oft waren es am Ende eben noch Pfannkuchen. Sie suchten immer ein schönes Lokal aus, gaben sich nicht mit irgendwelchen Buden entlang der Straße ab. Die Reise verlief in angenehmer Stimmung, sie erdachten Spiele, wie: Autos mit deutschen Kennzeichen zählen, oder die mit nur Berliner Schildern, oder Wörter auf verschiedene Anfangsbuchstaben auf Polnisch oder auf Deutsch schnell aufsagen müssen, oder auch reduzierte Version von „Stadt, Land, Fluss“ kamen oft vor. Manchmal sangen sie Lieder; die deutschen kamen aus dem Walldorfkindergarten und -schule, die polnischen aus ihrer Kindheit; mit den polnischen gab es oft Probleme, weil sie zu ernst, zu melancholisch und zu“ erwachsen“ waren. Sie zählten auch Storche auf den Dächern, Strommasten und Schornsteinen, oder auch andere Tiere, die sie unterwegs sahen. So verlief die Reise schneller und man hatte das Gefühl etwas Sinnvolles zu tun und sich nicht allzu sehr zu langweilen.

Die Landschaft blieb sowohl in Deutschland als auch in Polen gleich; lange Waldstücke wechselten mit Feldern und Wiesen ab, manchmal kamen kleine und größere Seen und es war hügelig schön, doch meistens ging es ziemlich platt und eher langweilig zu; oder je nach Laune empfanden sie die vorbeifliegende Landschaft schön oder eben monoton und uninteressant. In Polen führten die Straßen direkt mitten durch die Dörfer, man fuhr auch langsamer und konzentrierter. Wenn die Reise nun auf einen Sonntag ausfiel, mussten sie sich an den Schlangen von Menschen vorbei schlängeln, die in die Kirchen oder aus den Kirchen nach Hause gingen. Manchmal hielten sie abrupt an, um Blaubeeren, Pilze oder Honig von den Straßenjungen oder den alten Babcias [Omas] zu kaufen. Das sorgte für Abwechslung und hob die Stimmung. Besonders auf der Rückreise waren solche Einkäufe reizvoll, man verlängerte dann zu Hause den Urlaub mit dem polnischen Essen und hatte einige Mitbringsel.

Eine Institution für sich waren die „obiady domowe“ [Hausmannskost Mittagessen]; jeder freute sich auf das Mittagessen und spekulierte, was es denn geben würde. Die Zahl der Suppen war auch schier unendlich, so dass sie in den zwei Wochen nie die gleiche Suppe gegessen hatten. Unter den Badegästen ging immer ein Gerücht, wo denn die besten „obiady domowe“ wären; mal war das u pani Krysi [bei Frau Krysia], die anderen schworen auf Herrn Stach.

Sie lief am Strand unten, oben war der Kliff mit Kiefern- und Buchenwälder, steile Treppe führte nach unten, es waren 219 bis 232 Stufen. Oben sah man weit aufs Meer hinaus, bis zum Horizont; die Farbabstufung zwischen Meer und Himmel war manchmal minimal; es gab aber eine Linie die das eine von dem anderen trennte. Das Wasser war nie azurblau sondern eher grau bis grünlich, dafür war der Sand schön hell gelb mit Steinen und Muscheln und manchmal nach dem Sturm, konnte man auch winzige Bernsteinchen finden. Es gingen auch viele Sammler umher; die einen sammelten alles, die anderen spezialisierten sich auf besondere Muscheln, noch andere suchten nur vom Wasser geschliffenes Holz. Sie fand manchmal sowohl schöne Steine als auch ausgefallene Muschel, die sie mitnahm; meistens ging sie barfuß, gedankenverloren, entspannt und fast glücklich am Wasser entlang, egal wie warm oder kalt es war. Sie fühlte sich frei, frei von den Rollen, die sie zu Hause spielte und in denen man in Deutschland perfekt sein sollte und frei von den Alltagssorgen.

Irgendwann wollte sie dann etwas trinken und kam an einen Bierstand am Strand, mit riesigen Sonnenschirmen und bequemen Sitzgelegenheiten, sie holte sich einen Tee und setzte sich geschützt in die Sonne. Der Stimmengewirr kam an sie heran, getragen vom Wind, auch wenn sie nicht zuhören mochte, klangen die Worte so nah, so präzise und deutlich, als ob sie an sie direkt gerichtet wären. Es war eine Gruppe von jungen Erwachsenen, ungefähr in ihrem Alter und sie erzählten von einer Familie, offensichtlich ihren Freunden, oder guten Bekannten, vielleicht war da auch Tratsch im Spiel, das konnte sie nicht beurteilen. Es ging um ein Ehepaar, das zwei kleine Söhne hätte und das sich jetzt endlich und endgültig getrennt hätte; sie hätten sich doch sowieso immer wieder bis aufs Blut gestritten und gezankt und sie wäre die Fleißige, Arbeitsfähige und Leidende und er ein Halunke und Nichtstuer und Schmarotzer, obwohl liebenswürdig, sehr liebenswürdig. Und er hätte ihr immer wieder große Blumensträuße und schöne Fotos von ihr, von altem Zoppot, vom Meer und Sonnenuntergängen gebracht und sie wären dadurch doch immer wieder zusammengekommen aber was für eine Ehe wäre das, wo die Frau alles verdienen müsste… usw.

Ich stand auf und offensichtlich durch dieses bedrückende Getratsche oder kam da schon eine Vorahnung hoch, ging ich schleppenden Schrittes zurück; es war auch Zeit, denn die Sonne war ganz unten und auf dem Strand lagen lange Schatten des Kliffs. In der Ferienwohnung angekommen fand ich auf meinem Handy eine Nachricht; es war eine Freundin von mir aus Zoppot, sie bat um einen Rückruf. Erst nach dem Abendessen hatte ich Zeit und rief sie an; sie fragte mich gleich, ob sie zu mir kommen könnte für ein paar Tage mit dem Kleinen, der Größere wäre im Sommerlager…ich war mehr als zufrieden und hieß sie willkommen. Sie hätten sich nämlich getrennt, jetzt wirklich und endgültig, sagte sie schnell, und mir entkam ganz leise: „ich weiß es“… “wie weißt du es?“ „Ich habe es eben auf dem Strand beim Sonnenuntergang erfahren…“

 

Sztorm

Joanna Trümner

Za oknem szalał sztorm, myślał o tym, jak szczęśliwi są ludzie, którzy tak jak on mają morze tuż przed drzwiami i przez większość roku słyszą pełen harmonii, spokojny szum fal. Sztorm, który zdarza się tylko kilka razy do roku, zmienia wszystko, wyrywając z ziemi drzewa, łamiąc ich gałęzie i zabierając bezpowrotnie rzeczy. Ale po nim znowu jest błękitnie i spokojnie, inaczej niż było…

Patrzył na telefon i leżącą obok niego kartkę – w międzyczasie znał ten numer telefonu na pamięć – czytał go kilka razy dziennie przez pięć tygodni, które minęło od ich spotkania w pociągu. Siedzieli w przedziale pełnym młodych ludzi, zagłębionych w wirtualnym świecie laptopów i smartfonów. Czy ci młodzi ludzie zdawali sobie z tego sprawę z tego, jak pięknie wyglądał świat za oknem – uginające się pod ciężarem śniegu gałęzie drzew i kłująca w oczy biel, czy trzymali kiedykolwiek w rękach śnieg i czuli jak całe ciało budzi się do życia, jak pulsuje w żyłach krew pobudzona zimnem? Maria uśmiechnęła się do niego, mówiąc wzrokiem „Co to za zwariowany świat?” Nie pamięta, które z nich zaczęło tę rozmowę, kilka godzin podróży minęło bardzo szybko, od dawna nie powiedział do nikogo tylu zdań – to była wewnętrzna eksplozja słów i myśli, które latami gromadziły mu się w głowie. Obydwoje jechali niechętnie do szybko zmieniającej się stolicy – ona wybierała się w odwiedziny do prawie stuletniej ciotki, która wciąż jeszcze mieszkała sama, on jechał na wernisaż z okazji 30-lecia swojej pracy twórczej. Opowiadał jej o tym, jak bardzo boi się o swoje obrazy, które transportowała firma spedycyjna. O tym, jak nie lubi tych wernisaży, tego „targowiska próżności”, powierzchownych rozmów, ludzi, którym wydaje się, że znają się na sztuce, ale trzeba się pokazywać, żeby się przypomnieć. Na rynku jest tylu zdolnych, młodszych od niego malarzy, cieszy się, że ludzie chcą jeszcze oglądać jego obrazy.

Na Dworcu Centralnym zdobył się na odwagę i zaprosił ją na wernisaż. Znalazł ją w tłumie gości i umówili się na wspólny powrót do domu. Znowu godziny minęły na rozmowie. Na dworcu w Sopocie pożegnała go słowami: „To czekam na twój telefon, na razie”.

Od tego wieczoru minęło pięć tygodni – raz udało mu się wykręcić jej numer, ale odłożył słuchawkę, zanim usłyszał jej głos, zdał sobie nagle sprawę z tego, że nie wie, od czego ma zacząć tę rozmowę – „To ja, pamiętasz naszą podróż do Warszawy?” Od tylu lat nie umawiał się z kobietami, czy on jeszcze potrafi z nimi rozmawiać? A może ona już nie pamięta tego spotkania? Poszedł do łazienki i zobaczył w lustrze swoją pomarszczoną, nieogoloną twarz, z wielkim nosem i zakolami – „Czy to naprawdę ja? Kiedy to się ze mną stało?”

Przypomniała mu sie Ala, która pomagała mu opiekować się matką przez ostatnie miesiące przed śmiercią. Tamten wieczór, kiedy siedział przy matce, patrzącej na niego niewidzącymi i zdziwionymi oczami, z tym zupełnie dla niego niezrozumiałym uśmiechem na twarzy. „Ile ona teraz ma lat? Dwadzieścia? Trzydzieści? A może jest małą dziewczynką, zbierającą na łące kwiaty? Jaki sens ma takie życie? To przecież jedno wielkie upokorzenie, komu jest potrzebne to rozpadające się ciało?”

Nagle poczuł, że ktoś położył mu rękę na ramieniu. Spędzili tę noc razem, obudził się czując oddech drugiego człowieka tuż przy twarzy. Nie zdawał sobie sprawy, jak bardzo mu tego brakowało. Przez kolejne miesiące powstała między nimi jakaś więź, ich rozmowy o zakupach na obiad, o tym, gdzie najtaniej kupić pieluchy dla matki, o tym, że wiosną trzeba będzie posprzątać ogródek i pomalować kuchnię, przypomniały rozmowy długoletnich małżeństw. Nie potrafił jej pokochać – tak inny był świat, z którego pochodziła: to małe miasteczko, do którego wracała w soboty i niedziele, spędzając dwie godziny w pociągu, to, co ją poruszało – małe marzenia małych ludzi, codzienne problemy, programy telewizyjne, to, czego nie wiedziała i co jej nie interesowało, sposób w jaki patrzyła na jego obrazy – „trzeba to sprzedać, tylko zawadza, z czegoś trzeba żyć” – to, czego nie mógłby jej powiedzieć, bo nie potrafiłaby zrozumieć.

Dzień śmierci matki oznaczał koniec tej więzi, w kilka dni po pogrzebie weszła do jego pokoju pytając wzrokiem: ”co teraz z nami będzie?” Unikał patrzenia jej w oczy, wiedząc, że nie będzie w stanie spełnić jej marzeń o wspólnym domu. Odprowadził ją na dworzec „Zadzwoń proszę, chętnie przyjadę cię odwiedzić”. „Na pewno się odezwę”. Patrząc jej w oczy, myślał o absurdalnych sytuacjach, które przynosi życie, kiedy kłamstwo wydaje się nam najlepszym rozwiązaniem. Przez ten krótki moment na dworcu obydwoje udawali, że jest dla nich wspólna przyszłość.

Przyszłość, którą planował z Anną. Na pewno inaczej potoczyłoby się jego życie, gdyby ona nie zdecydowała się na wyjazd do Anglii. „Czego ty w tym syfie szukasz? Malować możesz wszędzie i albo ktoś będzie kupował te twoje obrazy albo nie”. Bał się zostawiać swoje miejsce, bał się innych ludzi, innego języka, odprowadził ją na dworzec i znowu doszło do absurdalnej sytuacji, kiedy obydwie strony wiedzą, że kłamią: „Dojadę do Ciebie” „Będę na Ciebie czekała”.

Wprowadzenie stanu wojennego w kilka miesięcy później podjęło za niego decyzję. Anna została w Anglii, wyszła za mąż, miała dwójkę dzieci, spotkali się po dziesięciu latach. „Są sny, z których nie można nas budzić”, pomyślał, patrząc na tą opuchniętą, niezdrowo wyglądającą kobietę, w której z trudem rozpoznawał swoją wieloletnią muzę, do dzisiaj jednym z największych skarbów wśród jego obrazów jest jej akt – dobrze, że nie sprzedał tego pomnika jej piękna i ich wieloletniej miłości. Anna opowiadała mu o swoim życiu w Anglii, o podróżach, o wielkim mieście, w którym mieszkała, o domku z ogródkiem, o tym, że nie musi pracować i może zajmować się dziećmi. „Czy to wszystko, czego chciałaś od życia?” – pomyśłał. Nie opowiedziała mu o swojej wieloletniej walce z alkoholem, o tym, że mąż zdradza ją od lat z młodszymi kobietami, o tym jak bardzo jest samotna i upokorzona sytuacją w domu.

W kilka miesięcy po jej wyjeździe zdecydował się przyjąć ofertę pracy jako wykładowca malarstwa na Akademii Sztuk Pięknych w innym mieście. Poznał wiele nowych osób, spędził wiele wieczorów na dyskusjach o sztuce, na koncertach, wernisażach, poprzez wiele nocy spędzonych z młodymi studentkami, których imion nie zapamiętał, przestał myśleć o Annie. To był bardzo szczęśliwy okres w jego życiu, gdyby nie choroba matki pewnie zostałby w tym mieście, w którym czuł się szczęśliwy… Czasami brakowało mu tylko morza.

Gdyby nie morze nie zacząłby malować. Pamięta do dziś każdą chwilę tamtego wieczoru, który z grupą kolegów z klasy spędził na skarpie nad morzem. Chłopcy zostawili go samego, bo tylko on chciał oglądać zachód słońca – tę czerwoną kulę chowającą się za linią horyzontu, wpadającą do morza. Wracał sam do domu przez ciemny las, słysząc szum fal i szelest liści pod butami, nie bał się, wydawało mu się, że cały czas ktoś przy nim jest. Po powrocie do domu wziął do ręki niebieską kredkę i namalował twarz niebieskiego ducha, który prowadził go tamtej nocy przez las do domu. I już wiedział, co będzie robił w życiu…

Jego obrazy bardzo się podobały i mógł żyć z ich sprzedaży, ludzie lubili jego niebieskie stwory. Spędzał godziny na malowaniu ich i na rozmowie z nimi. Nawet nie zauważył, że z biegiem lat stały się jego jedynymi przyjaciółmi. Znajomi z czasów uczelni, szkoły, sąsiedzi… pozakładali rodziny, żyli w światach tak innych od jego świata, że często czuł się intruzem, nie chciał być świadkiem urodzin dzieci, chorób, kłótni, rozwodów, znalazł się poza obiegiem tego, co nazywa się normalnym życiem. Z czasem coraz mniej miał kontaktów z dawnymi przyjaciółmi, niekiedy ktoś wpadł ponarzekać na brak pieniędzy, wiecznie marudzącą żonę, kłopoty z dziećmi, ich wiecznymi oczekiwaniami i niewdzięcznością: „Ty to się urządziłeś, masz święty spokój!”

Myślał o wszystkich godzinach, które spędził w kościele na modlitwie o koniec samotności, z latami przestał wierzyć, że Pan Bóg kiedykolwiek go wysłucha, powoli zaczął wątpić w to, że On tam gdzieś w górze na niego patrzy, a może po prostu Go nie ma? On sam stał się takim dziwolągiem, ma swoje przyzwyczajenia, niewiele oprócz obrazów widział na świecie, na pewno będzie nudnym towarzystwem na długie zimowe wieczory. Albo na takie dni jak dzisiaj, kiedy sztorm szaleje za oknami. A może jednak warto spróbować, może ta kartka z telefonem to znak, że jednak skończyły się wszystkie lata wyczekiwania, że będzie się niedługo budził czując oddech innego człowieka na plecach, że jego prośby zostały jednak wysłuchane?

Wykręcił jej numer telefonu. Odebrała po trzecim sygnale: „Bardzo się cieszę, bałam się, że zgubiłeś mój numer”.

Zimy naszego dzieciństwa (2)

Taki nasz własny blogowy Mikołajek i jego zabawy. W zeszłym miesiącu była górka, jaką każdy z nas na pewno w dzieciństwie miał, dziś zabawa karnawałowa…

Roman Brodowski

Zabawa szkolna

Dzisiaj na ostatniej lekcji pani zakomunikowała nam, że za trzy tygodnie, w sobotę odbędzie się zabawa noworoczna, a dzieci, które chcą w niej wziąć udział, powinnny przygotować na ten dzień wymyślone przez siebie stroje.
– Huuuura! – krzyknąłem uradowany! – będzie zabawa, będzie zabawa! –
Inne dzieci także, zapominając o tym, że trwa jeszcze lekcja, dały upust swoim nieposkromionym emocjom. To był prawdziwy wybuch euforii. I nie było w tym nic dziwnego, bo przecież po raz pierwszy mieliśmy uczestniczyć w szkolnej zabawie. Co prawda, dla niektórych z nas, to znaczy dla tych, którzy chodzili do przedszkola, zabawa przebierańców nie była niczym nowym, ale to nie to samo – bo szkoła to jednak nie przedszkole.
Głośną dyskusję rozpoczęła Ania, siedząca z Grażynką w pierwszej ławce. Ania poinformowała nas, że będzie królewną śnieżką, bo jest najładniejsza, a poza tym ze wszystkich dziewcząt ma najdłuższe włosy. To prawda, jej jasne jak len, sięgające prawie że kolan, długie faliste włosy, były obiektem zazdrości niejednej dziewczyny z naszej klasy. – Ja, będę twoją dobrą wróżką, Aniu – wtrąciła Grażynka. Grażynka i Ania, były dla siebie jak dwie siostry, jak dwie papużki nierozłączki, zawsze i wszędzie razem.
W klasie zapanował hałas. Każdy z nas chciał coś powiedzieć, pochwalić się, kim będzie, i jak będzie ubrany. Przekrzykiwaliśmy się wzajemnie, wymyślając coraz to dziwniejsze stroje, począwszy od znanych z bajek, postaci, a na bohaterach filmowych skończywszy. Samych Zorro było chyba z pięciu, a każdy chciał być piękniejszy i bardziej podobny do oryginału. Dobrze, że nikt nie zdecydował się, przebrać za Wilka, bo na pożarcie miałby nie jednego, a trzy „Czerwone Kapturki” i to tylko z naszej klasy, bo i piegowata Ewa, i ciemnowłosa Jagoda i Krysia miały ten sam pomysł.
Siedziałem cicho, zasłaniając uszy, a w głowie rodziły się pytania. – Za kogo mam się przebrać? czym mam wszystkich zaskoczyć?
Na początku chciałem zostać królewiczem, ale królewiczami chcieli być też Leszek i Zbyszek, więc pomysł upadł. Zorrem, Kotem w butach czy czarnoksiężnikiem też nie mogłem być, bo postacie te zostały już wcześniej zarezerwowane przez innych. Spoglądając co jakiś czas na kolegów, byłem bezradny. Im bardziej myślałem, tym większą czułem pustkę w głowie i… gdyby nie Marysia, to chyba bym się rozbeczał. Siedząca dotychczas w milczeniu obok mnie przyjaciółka powiedziała prawie szeptem, że przebierze się za Gerdę, bohaterkę baśni o „Królowej śniegu”. – Już wiem, będę Kajem! – krzyknąłem z radości na całe gardło, uśmiechając do wystraszonej moim podniesionym głosem Marysi. W klasie zapanowała cisza. Wszystkie oczy skierowały się na mnie. Na szczęście jednak dalsze spory o to, kto ma kim zostać, oraz to, kto jest ważniejszy w hierarchii postaci, przerwał dzwonek. Ten dzwonek był jedynym ratunkiem dla proszącej nas wielokrotnie o ciszę pani. Pożegnaliśmy się z nią, szybko opuściliśmy klasę, przenosząc dyskusję na korytarz, do szatni a potem na dziedziniec szkolny.

Dni mijały nieubłagalnie wolno, a czas spędzany w szkole nie pozwalał zapomnieć o zbliżającej się zabawie. Każdego dnia ktoś z naszej klasy chwalił się tym, że jego przebranie na ten wyjątkowy dzień jest już gotowe i piękne. Tylko ja jeszcze, szczerze mówiąc, nie wiedziałem jak mam wyglądać podczas zabawy. Kaj przecież był chłopcem, który z wyglądu niczym szczególnym się nie wyróżniał. W gruncie rzeczy wystarczyłoby założyć na siebie ciepły sweter, zrobiony na drutach przez mamę, czapkę z pomponem, długi wełniany szal oraz rękawiczki, by się do niego upodobnić. Tylko czy którykolwiek uczeń domyślił by się, że ktoś tak pospolicie ubrany, przedstawiał będzie sobą tamtego, uwięzionego w krainie wiecznego lodu przyjaciela Gerdy? – No właśnie.
Obawami swoimi, postanowiłem podzielić się z Marysią. Ku mojemu zadowoleniu, okazało się, że Marysia miała ten sam problem. Po długim zastanowieniu, doszliśmy do wniosku że, przebierzemy się za pastereczkę i kominiarczyka, bohaterów bajki Christiana Andersena pod tym samym tytułem. Wiedzieliśmy, że przygotować odpowiednie stroje nie będzie łatwym zadaniem. Ale po co ma się rodziców i starsze rodzeństwo. Jeszcze tego samego dnia, poinformowałem moją mamę i tatę o naszej decyzji. prosząc jednocześnie o pomoc w przygotowaniu ubranka dla kominiarczyka.
Rodzice nie mieli zastrzeżeń do pomysłu, pod jednym jednakże warunkiem.
Za ich pomoc powinienem zapłacić dziesięcioma dobrymi ocenami w szkole, co oznaczało, że nie wolno mi było otrzymywać niższych ocen jak czwórka plus i piątka, bo tylko te należały do ocen dobrych. Oczywiście – nie mając innego wyjścia – przyjąłem ten warunek bez najmniejszych oporów.
Marysia uczyniła to samo. Zarówno ciocia Helenka (tak nazywałem jej mamę), jak i jej dużo starsze rodzeństwo, natychmiast zaangażowali się do pomocy w przygotowaniu stroju dla pasterki, podobnego do tego opisanego w bajce. A że do zabawy pozostały tylko cztery dni, wszyscy stawali na głowie, żeby zdążyć.
W końcu nadeszła sobota. W tym dniu, w związku z zabawą, która dla dzieci od pierwszej do czwartej klasy rozpoczynała się o godzinie trzeciej po południu, a dla dzieci starszych od szóstej, w szkole nie było zajęć. W tamtych czasach nie było wolnych sobót w szkole, a i dorośli musieli w soboty (co prawda tylko na sześć godzin) chodzić do pracy.

Mama moja pracowała w pobliskiej mleczarni, tak że zazwyczaj w sobotę wracała do domu około drugiej. Tego dnia czekałem na nią wyjątkowo niecierpliwie. Tylko ona wiedziała jak mam się ubrać. I chociaż w szafie wisiała przygotowana przez nią czarna, przerobiona i ozdobiona dwoma rzędami srebrnych guzików, kamizelka, czarne spodnie i szary zrobiony na drutach, golf, a na szafie leżał zrobiony przez mojego starszego brata, czarny, papierowy, kominiarski cylinder, ja czekałem na mamę. Mama wróciła, niespodziewanie, wcześniej, bo krótko po pierwszej, do domu
– Zdążyłam – powiedziała zziajana – zwolniłam się, żeby zdążyć was wyprawić do szkoły – dodała, zdejmując zaśnieżone obuwie.
– Nas nie trzeba wyprawiać – zaprotestował Zbyszek. – Ja i Krysia, poradzimy sobie. Już od dawna nie jesteśmy dziećmi. To prawda, Krysia chodzi do szóstej, a Zbyszek do siódmej klasy, i nie w głowie im stroje przebierańców. Oni po prostu, modnie ubrani pójdą na tę zabawę dla starszych. Tam nikt się nie przebiera.
Spojrzałem na Jolkę, moją młodszą siostrzyczkę, która stojąc oparta o piec, szlochała.
– Nie płacz – powiedziałem – obejmując ją troskliwie – ty też będziesz miała swoją zabawę w przedszkolu. Tyle tylko, że w przyszłym tygodniu. Ze strojem dla Joli nie było tylu problemów co z moim, bo mama postanowiła przebrać ją za muchomorka. Już wcześniej poobszywała jej białą, koronkową sukienkę, czerwonymi kropkami, wyciętymi z moich za krótkich już szortów.
Gdy Jola się nieco uspokoiła, szybko, przy pomocy mamy, założyłem ubranie, cylinder na głowę i przerzuciwszy przez ramie przygotową szczotkę na sznurku imitującą taką, jaką posługują się prawdziwi kominiarze, wyszedłem na ganek. – Poczekaj jeszcze chwilkę – powiedziała mama – przecież nie masz wąsów, a prawdziwi kominiarze zawsze je noszą. Pomalowała mi wąsy czarną jak smoła kredką do rzęs i pocałowała mnie w czoło na pożegnanie.

Na ulicy czekały już na mnie Marysia i Ewa. Ewa mieszkała na naszej ulicy od zawsze i często towarzyszyła nam w drodze do szkoły. Obie wyglądały wspaniale. Marysia ubrana była w różową, sięgającą poza kolana sukienkę, na której widniał, obszyty koronką, żółty fartuszek na szerokich szelkach. Rozpuszczone, przepasane wstążką, kasztanowe włosy, jak morske fale, falując, swobodnie spływały po ramionach. Do tego jej siostra pomalowała Marysi policzki lekko różową pomadką, i nieco ciemniejszego koloru szminką, usta. Ewa natomiast przebrana była za kota w butach. W szerokim kapeluszu z piórkiem na głowie, w brązowym żakiecie, tego samego koloru spodniach i skórzanych, ciemnych kozakach, oraz z przylepionymi pod nosem długimi wąsami z końskiego włosa, rzeczywiście przypominała kota.
Po kilku minutach podziwiania się na wzajem, wyruszyliśmy do szkoły.

ZabawaJedyne  ocalale moje zdjecie. Rok chyba 1970 (nie jestem pewien).
Szkolna zabawa.  Ja jestem w górnym rzędzie, w chuście na głowie.

Szkoła, tego dnia wyglądała inaczej niż zwykle. Nad drzwiami wisiały kolorowe balony i napis „Witamy wesołe dzieciaki – rok 1966”.
W środku cały korytarz i wielki hol, na co dzień służący do zajęć gimnastycznych, wystrojone były zwisającymi od sufitu serpentynami, balonikami oraz srebrnymi gwiazdkami różnej wielkości. Na środku holu ustawiono wysoką, ustrojoną bombkami i watą choinkę. Pan dyrektor, nauczyciele, woźny, a nawet kucharka, wszyscy byli, poprzebierani. Nasza pani wyglądała jak grecka muza. Trzymając w lewym ręku wielkie gęsie pióro, a w prawym jeszcze większą księgę, od razu przypominała nam o lekcjach.

Równo o piętnastej pan woźny, pod postacią pingwina, zadzwonił ręcznym dzwonkiem, aby nas uciszyć. Teraz do choinki zbliżył się pirat czyli pan dyrektor, który pozdrowił nas wszystkich i życzył nam miłej zabawy.
W końcu usłyszeliśmy muzykę. To znany w całej szkole pan Władysław, mąż naszej pani sekretarki, wychodząc z sekretariatu grał na akordeonie. Pana Władysława lubiły wszystkie dzieci. Zawsze, kiedy przychodził do szkoły, przynosił ze sobą radość i uśmiech. Potrafił z każdym dzieckiem porozmawiać, doradzić, rozweselić. Tego dnia miał na nosie wielkie okulary przymocowane do czerwonego, plastikowego nosa.
Na początku, dla rozgrzewki, zagrał kazaczoka. Tańczyliśmy w rytm muzyki wokoło drzewka. Tylko Zorro, a było ich tylu, że można by było z nich utworzyć cały oddział, konkurowali ze sobą o to, który jest ładniejszy, silniejszy i zwinniejszy. Gdyby nie pan woźny, to chyba doszłoby do draki.
Kotów w butach też był dostatek. O dziwo większość z nich stanowiły dziewczęta. Mi osobiście podobały się Danusia z naszej klasy i Wiesia z pierwszej B. Niestety, ani jedna, ani druga nie chciały się ze mną bawić. Także moja Pastereczka Marysia też gdzieś przepadła. Od czasu do czasu widziałem ją tańczącą z przebranym za rycerza Grzesiem. Ja, nie chcąc zostać sam, bawiłem się z Kopciuszkiem, za którego przebrała się Małgosia. Małgosia chodziła do naszej klasy i była bardzo nieśmiałą, ale za to była najjaśniejszą dziewczynką w szkole. Jej włosy były tak jasne jak śnieg, jak biały, połyskujący w słońcu śnieg. Cera też bardzo jasna. Może właśnie z tego powodu Małgosia stroniła od innych dzieci, myśląc że się z niej śmieją.
Ta, jak się w trakcie zabawy okazało, bardzo sympatyczna i pogodna koleżanka, urodziła się w tym samym dniu co ja, w tej samej sali i przyjmowała ją ta sama położna co mnie. Na dodatek nasze mamy znały się od wielu lat. Muszę przyznać, że czułem się przy niej tak dobrze, że wkrótce zostaliśmy prawdziwymi przyjaciółmi.
Zabawa była naprawdę udana. Nauczyciele co chwilę obdarowywali nas słodkościami, a w świetlicy można było dostać ciepłą herbatę z cytryną lub mleko. W wielkim koszu czekały na nas pączki z marmoladą.

Jak na takich zabawach bywa, nie obeszło się też bez konkursów. Był konkurs wiedzy, tańca, i na najładniejszy strój. Był też konkurs na najładniej bawiącą się parę. W konkursie na najładniejszy strój, ku mojemu zdziwieniu, wygrała pastereczka czyli Marysia. Trochę jej zazdrościłem. Bo przecież pastereczka bez kominiarczyka, to tylko połowa – pomyślałem.
Na szczęście okazało się, że na drugim miejscu, w konkursie najładniej bawiących się par, zaraz po Ani z klasy drugiej B i Marku z trzeciej, najładniej bawiła się nasza para. Zarówno ja jak i Małgosia byliśmy bardzo szczęśliwi.
Na zakończenie wszyscy uczestnicy zabawy wzięli się za ręce, tworząc korowód. Tak przetańczyliśmy w rytm melodii granej przez pana Władysława po wąskich korytarzach szkoły ostatni wspólny taniec.

Tak zapamiętałem moją pierwszą szkolną zabawę.

Berlin, styczeń 2015
Na podstawie opowiadania z 1986 roku

Szkolna zabawa

W naszej szkole jest zabawa
Pan nam na harmonii gra
Dzieci tańczą na parkiecie
Tańczę z Zosią także ja.

Marek przebrał się za Zorro
Peleryna, szabla z boku
No i maska oczywiście…,
Tradycyjnie, jak co roku.

Basia jest królewną śnieżką.
Biała wstążka wpięta w włosy
Suknia piękna, aż do kostek
Na niej lśnią kropelki rosy.

Jest też Krysia z mojej klasy,
Ma jak Pipi Langstrumpf piegi
Taka śmieszna jest ta Krysia
Właśnie idzie do kolegi.

Polonistka z piórem w ręku
Niby Grecka muza chodzi
Do swych uczniów się uśmiecha
Rymem mówi, wiersze płodzi.

Nikt z nas dzisiaj nie jest sobą,
Nauczyciel, uczeń, woźny
Nawet nasz dyrektor szkoły
Jest cieplutki w czas ten mroźny

No bo przecież jest zabawa
Tak jak zawsze, jak co roku.
Każdy bawi się wesoło
I nikt z nas nie stoi z boku.

Berlin, 15.01. 2008

Koty i naukowcy

Była już tu kiedyś dawno kotka Schrödingera. Dziś kot innego profesora. Lubię bardzo stosunek kotów do nauki!
Na zdjęciu kubek z kotami w domu autora tekstu.

kubekzkotamikozlowskiJan Kozłowski

KOT PROFESORA

Profesor je rogalik, popija go mlekiem. Patrzy na kota. Kot profesora jeży sierść. Przeciąga się. Ziewa. Spogląda na lewo. Spogląda na prawo. Robi krok przed siebie. Odwraca wzrok. Dostrzega swój ogon. Mruczy. Postanawia złapać ogon i zaczyna kręcić się wokół siebie. Okrążenia stają się coraz szybsze. Ogon ucieka przed zębami. Kot, obracając się wokół własnej osi, zaczyna jednocześnie biegać wokół stołu z profesorem. Profesor wlepia oczy w kota i stara się śledzić jego ruchy. Wpija się w niego wzrokiem. Wchodzi myślą w jego myśli, w jego nerwy, w jego mięśnie, w jego oddech i jego krew, w jego ruch, w jego pęd.

W pewnej chwili spostrzega, że ma przed sobą nie jednego, ale dwa koty. Kiedy stara się zrozumieć tę przemianę, liczba zwierząt podwaja się. Usiłuje policzyć koty, ale nie dąży, gdyż jest ich coraz więcej. Zrazu odróżnia je, ale po chwili ich obrazy zamazują się i wtedy dostrzega, że jest opasany przez wijącą się wokół niego kocią wstęgę.

Profesorowi zdaje się, że wraz z krzesłem i stolikiem unosi się do góry. Podłoga zapada się, ściany rozsuwają, a sufit cofa. Koty kołują wokół stołu po wszystkich możliwych i niemożliwych do przewidzenia orbitach, przy czym w pewnej chwili orbity te zaczynają drgać i odtąd same kręcą się wokół siebie we wszystkich możliwych i niemożliwych kierunkach.

Profesor miga kotom przed oczami. Zbliża się i oddala, wznosi i opada, kołysze, obraca, ukazuje znad głowy i spod stóp. W pewnym momencie wszystkie punkty widzenia nakładają się na siebie i koty widzą profesora jednocześnie ze wszystkich stron i w każdej możliwej pozycji na raz; w chwilę później obrazy profesora znoszą się wzajemnie i na ich miejscu pojawia się biała plama, która niebawem znika.

Koty samolubne wirują po bokach kuli, gdzie panuje rozrzedzenie, koty towarzyskie tłoczą się w środku. Przenikają się za sobą czas przeszły dokonany i czas przyszły niedokonany, czas teraźniejszy zaprzepaszczony i czas teraźniejszy do zaprzepaszczenia, czas ziszczony i czas nieziszczalny. Koty to kurczą się, to rozkurczają, miarowo i rytmicznie, a wraz z nimi kurczy się i rozkurcza kocia kula. Gdy kula się kurczy, rozlega się miauczenie długie i przeciągłe, gdy rozkurcza – krótkie i chrapliwe. Kurcząc się i rozkurczając – kula rośnie i pęcznieje. Świat koci rozwija się w sobie w niewiadomym kierunku.

Cienie rzucane przez koty tańczą po twarzy i ubraniu profesora, po stole, po rogaliku i po szklance z mlekiem. W pewnej chwili zdaje się profesorowi, że to on sam przemienił się w kręcącego się kota, później, że w dwa kręcące się koty, aż wreszcie, że we wszystkie możliwe i niemożliwe do pomyślenia koty, jeszcze nie urodzone i już nie żyjące. Wpada w wir i po chwili czuje, że jest jednocześnie wszystkimi kotami naraz, a jednocześnie jest i poza nimi, przenika poza koty i jest samym wirem, wirującym kotami.

Stara się odszukać w pamięci formułę, dzięki której mógłby ogarnąć sytuację i znaleźć rozwiązanie. Na próżno. Grunt usunął się profesorowi spod stóp.

Nie ma środka kociej rzeczywistości, bo środek jest wszędzie i w każdym miejscu, we wszystkich kotach i w każdym z osobna, nie istnieje „bliżej” ani „dalej”, nie ma „przedtem”, ani „potem”. Każdy kot krąży w kocim wszechświecie, a koci wszechświat krąży w każdym kocie. By zmienić położenie, koty muszą uchwycić własne ogony. Ich pyszczki muszą się wessać w ogony, ogony muszą wgryźć się w zęby, zęby muszą strawić żołądki.

Koty chwytają ogony.

Następuje przesilenie i profesor widzi znowu jednego, zapatrzonego weń kota. Kot mruży oczy, marszczy brwi, liże sobie łapki. Podchodząc do lustra, uśmiecha się przebiegle.

W profesorze wzbiera miłość do kota. Miłość do kota rośnie, przepełnia jego serce. Przemienia się w pożądanie. Profesor chwyta kota i odgryza jego uszy. Im bardziej wzbiera w nim miłość, tym bardziej rośnie jego żarłoczność. Profesor obdziera kota ze skóry, urywa duże kęsy to wątroby, to serca, to zadnich łapek. Mózg kota wybiera z czaszki łyżeczką, oczy wydłubuje i wyrzuca poza siebie, zęby wypluwa na talerzyk, ogon obraca w palcach, obgryza starannie.

Przeciąga się, ziewa, patrzy na lewo, patrzy na prawo, robi krok przed siebie, stroszy wąsy, jeży sierść. Wypluwa resztki profesora, po czym spokojnie zabiera się do rogalika.

Warszawa, styczeń 1982

Heilige Drei Könige

Ewa Maria Slaska

Dreikönigstagsnachtsgeschichte frei nach Shakespeare

– Schönes Kleid, sagt ein Mann und setzt sich zu ihr. Es ist 2 Uhr nachts, sie sitzt in der Roten Rose und hat ein langes rotes Kleid an. Sie trinkt Tee aus einem Glas.
– Ach, sagt sie.
– Bist du vom Theater, oder was? Wer bist du eigentlich? bohrt der Mann. Ich habe dich noch nie hier gesehen. Und hier kommen immer dieselben Menschen.
– Ich kann nicht schlafen, dann wandere ich.
– Nachts? Allein?
– Weißt du, es stört meistens nachts, dass man nicht schlafen kann. Am Tag gilt es als OK. Und meistens ist man dann alleine, weil sonst es nicht so tragisch wäre.
– Und wieso bist du so angezogen?
– Weil… Ach, es ist zu viel, um ihm das alles zu erzählen. Weil ich auf dem Jakobsweg war. Und weil heute der Dreikönigstag ist.
– Ich sehe keinen Zusammenhang.
– Macht nichts. Kein Mensch hätte ihn gesehen.

helgairudaEs sind so viele Sachen in diesem einem Satz. Der Jakobsweg, Shakespeare, drei Könige, rotes Kleid für Hochzeit, weißes für Tod, eine Gewittertochter, eine Prinzessin, ein Mönch, eine Fantasy-Erzählung und eine griechische Tragödie, sieben Selbstmorde, alle für Katz, ein Sohn, eine Nichte, eine geheimnisvolle Mutter, Rotkäppchen, Verkleidung. Verkleidung als Lebensentwurf… Masken tragen, sich verstecken…

– Alles ist nur deshalb, dass wenn ich an Jakobsweg denke, bin ich eine mittelalterliche Prinzessin aus Schlesien, die als Junge verkleidet, nach Santiago geht.

Der Mann schaut sie schweigend an.

– Sorry, sagt er, geht zur Bar und bestellt sich einen großen Wodka auf Eis. Er trinkt ihn in einem Schluck auf Ex und sagt: – Na dann, jetzt erzähle…
– Viel zu erzählen, schon alleine die Auflistung macht müde, aber im Endeffekt nur Karneval, weil letztlich folgenlos, sagt sie. Das Leben ist so wie es ist, voll von Tragik, die sich als Komödie gibt. Langweilig und macht müde.

Sie sitzt in ihrem roten Kleid und zupft an den langen Ärmeln ihres Kleids, die bis zum Boden reichen.

– Erzähl trotzdem. Was zum Trinken, bevor du beginnst?
– Tee, bitte. Schwarzen.

okoJetzt erzählt sie.

– Ich bin eine Schriftstellerin. Das ist wichtig zu wissen, weil vielleicht du keinen meiner Worte glauben sollst. Die Geschichte habe ich vor 25 Jahren gelesen. Die Geschichte von einer mittelalterlichen Prinzessin, die als Junge verkleidet, nach Santiago geht. Sie ist nicht wahr, es ist eine historische Fantasy, von einer alten polnischen Schriftstellerin geschrieben. Trotzdem ist sie der Grund, weshalb auch ich nach Santiago gegangen bin. Sie ist nicht wahr, aber möglich, auch aus Polen gingen im Mittelalter Leute nach Santiago. In Allenstein stand im Regionalmuseum eine kleine hölzerne Figur eines Mönches mit der Jakobsmuschel. Stand, jetzt steht sie nicht mehr. Die Gestalt war grob geschnitten, sehr einfach, plump. Ein Werk eines einfachen Dorfschnitzers, das bezeugt, dass im 11. Jahrhundert Jemand aus dieser Wildnis bis nach Ende Spaniens gegangen ist. Und zurück.
Ich habe es mir immer vorgestellt, ich sei eine Prinzessin, so wie die Mädchen es halt tun. Als ich die Erzählung gelesen habe, war ich schon erwachsen, die Prinzessin habe ich vergessen, aber in diesem Buch kam sie zurück. Diese Autorin, sie heißt übrigens Jadwiga Żylińska, hat mich und meine Fantasien beschrieben. Ich bin diese Prinzessin, die in Begleitung eines Mönches aus Schlesien ausbricht und nach Santiago und Finisterre gelangt. Zuerst im roten Kleid, so wie es sich für eine Prinzessin ziemt, später als Junge verkleidet. Wie die Viola in der Shakespeares Komödie, Dreikönigstag oder Was ihr wollt. Dreikönigstag ist die zwölfte Nacht nach Weihnachten. Eine bizarre Nacht, wann alles passieren kann, denn im elisabethanischen England wurde die Welt am Tag zwölf nach Weihnachten auf den Kopf gestellt: Parodistische Prozessionen, Saufgelage und krudes Treiben ließen das Volk an Symbolen der Macht spielerisch teilhaben. Der Karneval als soziales Ventil und als uraltes, heidnisches Ritual. In Griechenland wirft man am Tag der Drei Könige Gold ins Meer. Die Männer springen dann ins Wasser und suchen das Gold.
– Kalt.
– Freilich, aber nicht so kalt, wie wir es um diese Zeit gewöhnt sind. Vor zehn Jahren war ich zu Weihnachten auf der Insel Rhodos. Am Tag der Drei Könige ist auf der Insel schon Frühling. Also, die Männer springen ins Wasser und versuchen, das Gold zu holen. Das bringt Glück. Dieses Jahr, als ich dort war, sind im Meer drei Männer ertrunken. Alle drei waren Ärzte. Stell dir vor!
– Bedeutet es was?
– Im Allgemeinen oder für mich?
– Oje, so ernst… Für dich.
– Für mich ging es um einen Mann. Am Dreikönigstag flog ich zurück nach Berlin, um seinen Geburtstag zu feiern. Dies über drei Ärzte habe ich von der jungen Pastorin erfahren, Julia. Sie war sehr aufgeregt, weil es ihr sehr symbolisch zu sein schien.
– War es?
– Sicher. Die drei Könige aus der Bibel waren keine Könige, sondern Magier. In den archaischen Kulturen waren Magier sowohl Vermittler zwischen Gott und den Menschen, als auch Heilmänner. Also Ärzte. So wie die Hexen auch Hebammen waren. Es scheint, als ob die Drei Könige an diesem Tag vor zehn Jahren gestorben sind. Erst jetzt? Vielleicht lebten sie und schlugen sich durch die Jahrhunderte, irgendwie, irgendwo und jetzt sind sie gestorben. Oder ganz umgekehrt. Vielleicht müssen jedes Jahr drei Könige sterben, damit die Welt weiter existiert.
– Mister Aufziehvogel?
– Wieder umgekehrt. Murakami nahm die Idee vom Aufziehvogel aus dem heidnischen Glauben. Fast überall auf der Welt muss einmal jährlich oder einmal zu jedem Vollmond, oder einmal zu Sonnenwenden oder einmal zu der Tag-und-Nacht-Gleiche etwas getan werden, damit die Welt richtig funktioniert. Bist du religiös?
– Nee, nicht richtig.
– Das heißt also, du lässt jetzt die Religion links liegen, aber wurdest katholisch oder evangelisch erzogen, oder?
– Katholisch. Ich bin aus Bayern.
– Na dann, kennst du es auch. Einmal im Jahr zum Frühlingsanfang beichten. Ein neuer Mensch werden. Blütenweiß, sauber. Frühlingsputz. Zur Pessah reinigen die Juden die ganze Wohnung. Früher war das einmalige Tun sehr oft blutig. Oder sexuell. Oder beides. Es wurden Menschen oder Tiere geopfert. Drei Ärzte, die im Meer ertrunken sind. So was war vorher durchaus gang und gäbe. In unseren Zeiten wurde das de-ritualisiert und dadurch unwichtig. Das kann sich rächen. Das sind objektive Tatsachen und es kann immer eine Strafe für Nicht-Beachtung der objektiven Tatsachen geben.
– Komm, bitte, zurück. Also am Tag der Drei Könige 2004 sind auf der griechischen Insel Rhodos drei Ärzte im Meer ertrunken, als sie dabei waren, bewusst oder unbewusst, den alten heidnischen Ritual durchzuziehen, nämlich das Gold aus dem Wasser zu holen, um der Welt noch ein Jahr Existenz zu bewahren. Habe ich es richtig zusammengefasst?
– Klug klug klug, Mister Aufziehvogel. Weißt du, mit dem Aufziehvogel passierte mir Mal so eine Geschichte. Fast am Ende des Romans gibt es so einen Kapitel – Töri Okada also Mister Aufziehvogel sitzt in seinem Brunnen und zugleich ist er in einem Hotel, wo sich vielleicht seine verschwundene Ehefrau befindet. Im Brunnen ist es sowieso stockdunkel, im Hotel erlischt plötzlich das Licht. Ich las gerade diese Stelle als das Licht in meiner Wohnung erlosch. Es war aber keine gewöhnliche Sicherungspanne, sondern eine Elektro-Havarie. Im ganzen Bergmann-Kiez und Umgebung ist plötzlich stockdunkel geworden. Erst nach zwei Stunden wurde die Havarie bewartet.
– Es ist nicht dein Ernst.
– Wieso soll ich eine gelogene Geschichte erzählen? Natürlich ist es so passiert.
– Das glaube ich dir. Aber es war ein Zufall, er hatte mit deiner Lektüre vom Murakamis Buch nicht zu tun.
– So so, nichts zu tun… Ja, sicher… Es war nur so. Genauso wie du.

sukienka
– Was habe ich damit zu tun? Ich höre dir nur zu. Wir kennen uns überhaupt nicht. Übrigens, wir heißt du eigentlich?
– Halka.
– Jakob, sagt der Mann. Daher wollte ich deine Geschichte hören. Du sagtest, du warst auf dem Jakobsweg. Bist du in deinem roten Kleid gegangen?
– Nein, wie ein Junge gekleidet.
– Griechenland, sagt er. Wieso erzählst du Stories über Berlin, Polen, Griechenland und Japan, wenn du eigentlich über Spanien berichten wolltest.
– Die Drei Könige sind sehr wichtig in dieser Geschichte. Er ist nämlich am Tag der Drei Könige geboren.
– Wer er?
– Er, der Mann, um den es ging. Er ist in einem polnischen Bergdorf geboren, von dem man her eine Bergkette sehen kann. Die Berge sind weit entfernt, den höchsten Gipfel sieht man nur, wenn man irgendwo nach oben klettert. Aber aus dem kleinen Fensterchen in seinem Kinderzimmer sieht man ihn sehr gut. Der Gipfel heißt Drei Kronen. Drei Kronen für Drei Könige. Ein Steinbock wie Jesus. Der dreifältige König, dazu noch im keltischen Jahre des weißen Hirsches geboren, was ein königliches Zeichen ist. König über die Könige.
– Ej, sagt Jakob. Du übertreibst wohl ein bisschen.
– Klar, schon, nimm alles nicht so ernst. Aber alles ist zugleich wahr, der Tag, der Gipfel, der Sternzeichen, der weiße Hirsch, der chinesische Drachen, alles ist da. Ich habe all diese Stückchen zusammen geklebt, habe ihn zu König gemacht. Und zum Dämon zugleich. Als wir uns kennen gelernt haben, hat mir jemand zum Geburtstag den Pilger, das Buch von Coelho geschenkt, der wahrlich von Dämonen durchdrängt ist. Schon damals wussten alle, dass ich nach Santiago zu Fuß will…
– Weshalb eigentlich? Nur wegen einer Erzählung?
– Nein, nicht nur, es sind viele Gründe gewesen. Wollte eigentlich immer. Eine andere Geschichte. Die hängt mit meiner Kindheit zusammen, mit dem griechischen Schicksal.

Sie schweigen. Sie hat ihren Tee schon längst getrunken. Vor ihm stehen drei leere Wodkagläser.

– Du erzählst viel von Magie. Gehörst du einer Sekte? Oder, was weiß ich, einer New-Age-Gruppe?
Ach was. Ich mach mir selber meine Ängste und meine Magie, sagt sie. Auf dem Jakobsweg habe ich regelrecht Magie getrieben. Ich wollte ihn zurück gewinnen.
– Wen? Den König?
– Ja. Er ist aber kein König. Das ist dir klar, oder? Mir leider auch. Ein gewöhnlicher Kerl, mit einem starken Hang zu schattigen Seiten des Lebens.

Sie denkt an eine kantige Figur, die sie für ihn während einer Mondnacht auf dem Berg Cruz de Ferro aufgebaut hat. Gerade an dieser magischen Nacht, als sie den heiligen Berg bestieg, hat er sich in einem Klub eine Junkie-Frau geholt, die seitdem bei ihm wohnte.

– Damals wusste ich es nicht. Jetzt weiß ich es. Ich habe gestern mit ihm Schluss gemacht.
– Gestern? Deshalb schlaffst du heute nicht. Warum eigentlich? Du wusstest doch, wie er ist. Und wie lange hast du es ausgehalten?
– Fünf Jahre. Ich habe viel dafür bezahlt, schon als ich auf den Jakobsweg ging, wusste ich, dass es schon unerträglich ist, so viel zu bezahlen. Es war aber Klacks im Vergleich dazu, was ich danach zu zahlen hatte.
Er bestellt sich noch einen Wodka.
– Hast du das Buch von Hape Kerkeling gelesen?
– Ja, sagt sie. Ein arroganter Schnösel.
– Wieso?
– Benimmt sich so und beschreibt es auch. Und jetzt hat er es bewirkt, dass so viele aus Deutschland den Weg gehen.
– Vielleicht ist es auch so, sagt Jakob. Ich wäre auch beinah hingegangen.
– Wegen eines Buches? fragt Halka. Eigentlich ist ja OK, jemand muss uns sagen, was wir tun wollen.
– Du bist letztendlich auch wegen eines Buches hingegangen.
– In einem gewissen Sinne schon. Aber im Grunde waren es meine Selbstzweifel und Verzweiflung.
– Selbstzweifel und Verzweiflung, wiederholt Jakob. Du hast aber einen schweren Wortschatz. Wir leben aber in den Zeiten, in denen man nicht so schwermutig denkt. Schuld. Was ist Schuld? Gar Ethiker und Juristen wissen nicht mehr, was wirklich Schuld ist. Alles lässt sich rationalisieren und erklären. Durch Gene oder Erziehung und Sozialisierung.
– Es ist unwichtig, sagt sie. Du musst gar nicht wirklich Schuld tragen. Für manche deine Taten wirst du trotzdem zahlen müssen. So war es in einer griechischen Tragödie. In jeder griechischen Tragödie. Du hast keine andere Wahl, außer das zu tun, was du tun musst. Du tust es und zahlst dafür.

Ihre Stimme ist ruhig. Ohne Gefühl, ohne Emotion.

– Das heißt, im Endeffekt ist es doch deine Schuld, sagt sie nach einer Weile. Wenn du nur tiefer geschaut hättest als das, was du getan hast, weil du dachtest, du kannst nicht anders.
– O du heiliger Jakob, sagt er, da machst du aber alles verdammt kompliziert. Verstehe ich es richtig, du hast nicht gesündigt und du wolltest gar nicht Böses, du hast getan, was du getan hast und dafür hast du die Strafe bezahlt. Und da es niemandem gab, der dir deine Strafe auferlegt hat, hast du sie dir selber auferlegt.
– Ja. Mehr oder weniger.
– Was hast du eigentlich getan?
– An die Liebe geglaubt. An Blicke, Küsse, Beteuerungen…
– O nee, Liebe… Wie eine sechzehnjährige…
– Allerdings. Ich sah es nicht als die Schuld, für die ich zahlen werde. Aber trotzdem… Ich habe die objektiven Tatsachen nicht beachtet. Dafür zahle ich. Für Nicht-Beachtung der objektiven Tatsachen.
– Ungerecht, sagt Jakob. Du bist nicht schuldig, das hast du selbst gesagt. Du hast ein Problem, sicher. Aber Schuld, nee, Schuld in diesem hohen Sinne, das ist zu hoch für einen normalen Menschen.
– Ich machte meine Sühne.
– Altmodischer Begriff und wie! Und woher soll man wissen, dass man am Ende wie ein blöder Sündiger barfuss und mit dem mit Asche bedeckten Haupt stehen würde?
– Es gibt Orakel. Und es gibt Klugheit. Intelligenz. Wissen. Intuition. Man hat schon davon gehört. Ich habe davon gehört. Man kennt doch all die Antigonas, Elektras, Ifigenias. Man ist weder unvoreingenommen noch unvorbereitet. So ist es doch seine Schuld, weil er dem Los nicht genügend Achtung geschenkt hat.
– Ach, das Los.
– Ach, das Los, faxt sie. Ja. Ich weiß, ihr Deutsche mag es nicht, das Los, das Schicksal, die Fortuna.

(…)
– Na, sagt er, was war dann mit diesem Mann?
– Objektive Tatsachen, sagte sie. Er war alles, was ich in einem Mann immer suchte. Nur dies alles war nicht für mich. Ich sollte es wissen. Eigentlich musste ich es wissen. Er war zu jung. Das war bis dem Zeitpunkt kein Problem, fast alle meine Männer waren jünger als ich. Wesentlich jünger sogar. Es war nie ein Hindernis. Diesmal aber schon.
– Und?
– Man wird für alles bestraft, für die Liebe muss man besonders viel bezahlen.
– Liebe ist nicht Schuld.
– Ach nein? Natürlich ist sie Die Schuld. In diesem griechischen Sinne ist sie die Schuld. Ich habe es nicht gewollt, ihn zu lieben. Die Liebe kam aus dem Nix. Ungebeten, uneingeladen. Sie kam und traf mich wie ein Blitz. Bis zu diesem Moment war es immer anders, immer waren es die Männer, die sich darum bemühten, mich zu erobern. Sie mussten mir beibringen, sie zu lieben. Diesmal war ich diejenige, die liebte. Ich könnte nicht anders, nur das zu tun, was ich tun musste: Lieben. Und Liebe… sie trägt ihre eigene Strafe inne. Ablehnung, Ausbeutung, Betrug, Bitterkeit, Einsamkeit, Entbehrung, Gleichgültigkeit, Lächerlichkeit, Lüge, Minderwertigkeit, Ungläubigkeit, Unglücklichsein, Unsicherheit, Selbstzweifel, Verachtung, Verlegenheit, Verzweiflung, Verrat, Verwirrtheit, Verständnislosigkeit, Zurückweisung… Alles ungewollt, uneingeladen, schmerzhaft.
– Alle Achtung, sagt er, alphabetisch geordnet.
– Ich habe noch nicht alle Buchstaben abgearbeitet, sorry. Beim nächsten Mann wird alles anders.
Aus allen möglichen Sorten der griechischen Schuld ist gerade die Liebe die Schrecklichste, weil sie eben auf das Beste, Gütigste, Selbstlose und Hingebungswilligste zielt.
– Oh, du heiliger Jakob, was für eine Katastrophe die Liebe ist, sagt er.
Sie lächelt.
– O ja, sagt sie, wie wahr.
Jakob geht wieder zur Bar und bestellt das Essen.
– So, Scheherezade, sagt er, ich zahle für das Abendbrot und Wein, auch wenn es der Zeit nach eh Frühstück und Tee ist, du erzählst weiter.
– Es gab einmal, sagt Halka, einen griechischen König. Ödipus. Er ist der Sohn des Laios gewesen, des Königs von Theben, dem das Orakel prophezeite: „Dein Sohn wird dich, seinen Vater, erschlagen und deine Frau, seine Mutter heiraten.“ Als er geboren wurde, ließen seine Eltern, um den Fluch umzugehen, seine Füße durchstechen, zusammenbinden und ihn von einem Hirten Gebirge aussetzen. Der Mann übergab ihn einem anderen vorbeiziehenden Hirten. So gelangte Ödipus zum König Polybos von Korinth und wurde von ihm adoptiert. Dann erfährt auch er von dem Orakel: Er werde seinen Vater töten und seine Mutter heiraten. Somit brach er sofort in die Ferne auf, damit sich die Prophezeiung an seinen vermeintlichen Eltern in Korinth nicht bewahrheite. Unterwegs tötet er in einem Handgemenge zwei Männer. Einer davon ist der Laios, sein leiblicher Vater. Er geht weiter, kommt nach Theben, das von grausamer Sphinx heimgesucht ist, antwortet die Rätsel des Monsters, befreit die Stadt und darf als Belohnung die Witwe des gerade gestorbenen Königs, Iokaste, und damit seine eigene Mutter, zur Ehefrau nehmen. Erst später erfährt Ödipus, dass Iokaste und Laios seine leiblichen Eltern sind. Wie es vom Orakel vorausgesagt wurde, beging Ödipus also sowohl Vatermord als auch Inzest.
– Ej, sagt Jakob, deine Erzählkunst lässt nach, diese Geschichte kennt doch jeder.
Halka nickt.
– Die Frage ist, sagt sie, ob sich die Orakel bewahrheitet hätte, wenn Laios und Iokaste gesagt hätten, ihr könnt uns mal, liebe Götter, wir wollten immer einen Sohn haben, er bleibt bei uns. Das Sich-Erfüllen der Prophezeiung passierte nur, weil man versuchte seine Wirkung auszumerzen. Für mich wurde auch ein Orakel aufgehängt, sagt sie. Es musste so sein, ich bin mir sicher. Dieser sagte vor, dass ich niemand werde, nie wer werde, nie zur Ruhm und Ehre gelange. Zum Glück, Wohlstand und Sicherheit nebenbei gesagt auch nicht. Ich sollte nie etwas erreichen, ich war als ein Niemand geboren und werde als ein Niemand sterben.
– Wer hat es getan?
– Mama? Sie waren alle Künstler, meine Mutter, mein Vater, meine Schwester. Nur ich nicht. Ich wollte. Ich wollte malen, Gitarre spielen. Mir wurde sofort gesagt, nein, du nicht, du bist keine Künstlerin. Hast kein Talent, keine Gabe, keinen Daimonion. Deshalb konnte man mir die Aufgaben aufbürden, die den Künstler nicht würdig waren. Die sie ganz einfach keine Lust hatten, zu erledigen. Einkaufen, kochen, saubermachen, waschen, abwaschen, bügeln. Ich ackerte. Ich wusste, dass es so ewig sein wird. Sie werden immer größere Künstler sein, ich werde sie bekochen. Ich bin geflohen. Mit 18 machte ich mich vom Sand und ging. Ich wollte auch wer werden, und dies konnte ich zuhause nie im Leben erreichen. Zuerst bin ich in die andere Stadt geflohen, sie holten mich nach zehn Jahren zurück. Ein paar Jahre später flüchtete ich das zweite Mal, diesmal in einen anderen Staat. Ich versuchte mit meiner ganzen Kraft, wer werden. Umsonst. Jetzt ist mein Leben um. Ich bin Niemand und ich werde als Niemand sterben. Kein Geld, keine Arbeit, keine Sicherheit, kein Ruhm und Ehre. Allein, ohne Ehemann, ohne Partner. Einziges was ich erreicht habe, ist meine verbissene Unabhängigkeit, für die ich wie eine Wahnsinnige bezahle. Kein Mensch musste mich je aushalten, ich hielt mich immer selber aus. Nur, es ist nicht zu aushalten.
– Du bist doch eine Schriftstellerin.
– Ohne jeglichen Erfolg.
– Du kannst gut erzählen.
– Und du hast gut reden. Ich bin Ödipus. Ich versuchte meinem Schicksal zu entgehen, um am Ende genau das zu erreichen, was für mich vorgeplant wurde. Ich habe dafür 40 Jahre hart gearbeitet.

Er versucht ihre Hand in die seine zu nehmen, sie zu trösten. Barsch zieht sie ihre Hand zurück.

– Lass das, sagt sie. Wage nicht, mich zu trösten. Es ist schwierig genug, selber hart zu bleiben, um damit fertig zu werden. Mit dem Mitleid wird es unerträglich. Man kann der Bestimmung nicht entgehen. Das ist das Fazit meines Lebens.

Fotos Krzysztof Pukański

 

Schutzengel – Teil 2

Sieglinde Hocheisel

Fortsetzung vom gestern

Völlig verschwitzt erreichten wir unser Haus und sehnten uns nach einem Glas Wasser in der kühlen verdunkelten Küche. Doch schon beim Öffnen der Haustür hörte ich wieder das vertraute Gebrumm. Jetzt hatten wir noch nicht mit ihnen gerechnet. „Verdammt, sie sind schon wieder da. Wann kommt wohl die Feuerwehr?“ Entfiel es mir vor Schreck. Jetzt gingen mir die Viecher auf die Nerven.
Sie hatten unser Haus in Besitz genommen und ließen keine Ruhe. Das ging gar nicht.
„Ich setz mich nicht in die Küche. Ich hol mir das Wasser und setz mich draußen hin“,
entschied ich. „Wenn sie nicht bald kommen, brenne ich das Nest aus“, hörte ich Emanuel aus der Küche rufen. Von Entspannt- und Gelassenheit konnte plötzlich keine Rede mehr sein.
Und der Gedanke an die Feuerwehr gewann an Zustimmung. Plötzlich klingelte mein Handy, das auf dem Berg fast nie ein Signal hatte. Wer konnte hier zu uns durchdringen? Vielleicht ein Außerirdischer? Ich schoss zum Telefon und erwischte gerade noch die Stimme eines Feuerwehrmannes, der mir versicherte, dass sie heute noch kommen würden, aber erst sehr spät. So um Mitternacht. „Die werden überhaupt nicht kommen. Und wenn, dann erst morgen“, war Emanuels Kommentar dazu. „Was soll denn das? Glaubst du etwas, die arbeiten hier noch um Mitternacht“, legte er nach. Auch wenn mich diese Skepsis und dieser Pessimismus schon wieder nervten, schien er mir damit nicht ganz falsch zu liegen.
„Weißt du was? Ich mach das alleine.“ „Was machst du alleine?“ fragte ich ein wenig heuchlerisch nach. „Na was wohl. Die Hornissen ausräuchern.“ „Das tust du nicht. Das ist zu gefährlich,“ beschwor ich ihn. Doch wie ich ihn kannte, würde er keine Ruhe geben.
Inzwischen hatte die Mittagshitze mörderische Temperaturen entwickelt, die jeglichen Antrieb zunichte machten.
Ich mied es ins Haus zu gehen und hatte es mir in einem Liegestuhl im Schatten eines Baumes bequem gemacht. Da schaute ich in die weite Landschaft und versuchte von dem Geschehen Abstand zu gewinnen. Die Luft stand still, die Zikaden schrieen und ewiges Hintergrundgeräusch war ein Gebrumm. Wenn ich mich umsah, schossen kreuz und quer die Hornissen ums Haus. Emanuel war verschwunden. Sein Liegestuhl stand verwaist auf der Terrasse. Ich hatte ihn gewarnt und mochte ihm nun nicht hinterherlaufen, mal nachschauen, ob er hartnäckig weiter seinen Plan verfolgt. Eine Weile wartete ich noch, aber dann war ich zu neugierig und ging ihn doch suchen. Zuerst in den Keller, wenn es zutraf, dass er das vorhatte, was er nicht tun sollte. Und wie erwartet, fand ich ihn da, völlig vertieft in das Basteln seiner Waffen und Rüstung zum Angriff auf das Hornissennest. In einen alten Plastikeimer hatte er zwei Löcher geschnitten und diese mit einer durchsichtigen Folie verklebt. Den wollte er sich als Schutz über den Kopf stülpen. Die Angriffswaffe war auch schon fertig. Ein verrosteter Blecheimer mit vertrockneten Sonnenblumenresten, die er anzünden wollte.
„Lass das lieber. Die Feuerwehr kommt bestimmt. Sonst hätten sie nicht angerufen.“ Versuchte ich ihn noch einmal zu überreden, war aber nicht überzeugungsfähig, da auch in mir wieder die Stimme Oberhand gewonnen hatte, dass wir es allein hinkriegen.
So schaute ich zu, wie sich mein Mann seinen Eimer über den Kopf stülpte und zum Kamin schritt, in dessen Schornstein sich das Nest befand.
Der Kamin in einem umbrischen Bauernhaus ist eine dunkle archaische Höhle, in der ein Feuer brannte um das sich die Familie auf Bänken hinein hockte. Im Winter fegte der eisige Wind durch die Räume und nur um das lodernde Feuer war es erträglich.
Aus diesem rußigen Schacht kamen nun die Hornissen geflogen. Weit oben zum Schornstein hin, war ihr Nest. Emanuel mit dem Eimer auf dem Kopf mutete an wie in einem Kindertheater über Kreuzritter. Aber er meinte es ernst. Vorsichtig schaute er durch die beiden Augenlöcher in seiner Schutzrüstung, wie hoch das Nest lag, dann hatte er alle Vorbereitungen abgeschlossen, und marschierte entschlossen zum Stall um seine Waffe zu holen. Der Eimer mit einem dichten Büschel trockener Sonnenblumen stand schon bereit.
„Pass bloß auf“, fiel mir noch ein wenig lieblos als letzter Segen ein, dann nahm er wieder Kurs auf den Kamin mit Eimer und Feuerzeug bewaffnet, hängte den Eimer an eine lange Stange, zündete die trocknen Strünke an und steckte die lodernde Waffe hoch in den Kamin in das Hornissennest. Es zischte und aus dem Schornstein sah ich schwarzen Rauch und Schwärme von Hornissen aufsteigen.
Emanuel stürmte so schnell er nur konnte nach draußen, stand aufatmend und unversehrt wieder vor dem Haus und schleuderte seinen Kreuzrittereimer von sich. Sein unerbittlicher Kampfesausdruck wich großer Erleichterung.
Ab und zu drang uns ein beißend süßlicher Gestank in die Nase, der sich in der Hitze unerträglich ausbreitete. Aus dem Schornstein schossen immer noch vereinzelte Hornissen, die dann verzweifelt in der heißen Luft herumtaumelten.
„Ich habe sie nicht erledigt. Das Nest war viel zu groß, jetzt werden sie uns stechen und uns erledigen, wenn nicht bald die Feuerwehr kommt“, stellte Emanuel erbittert fest.
Vorsichtshalber gingen wir noch ein bisschen weiter, vom Haus entfernt, wo keine Hornissen herumschwirrten. „Die Feuerwehr kommt bestimmt. Ich glaube nicht, dass sie sonst angerufen hätten“, versuchte ich wieder zu beschwichtigen, um die Stimmung aufzubessern, denn mein Vertrauen an das nächtliche Erscheinen der Retter wankte ebenfalls.
Mindestens war unser Aktivismus vollständig zum Stillstand gekommen und damit sogar ein Moment der Ruhe eingekehrt. Grund, um eine zu rauchen, dachte sich Emanuel und zündete sich eine Zigarette an.
Doch diesmal hatten wir die Hornissen unterschätzt, vor denen wir uns in dieser Entfernung vom Haus unbehelligt fühlten. Kaum blitzte das Feuerzeug auf, schossen sie wie aus dem Nichts lautlos auf die Zigarette und das Feuerzeug zu. Das war ihr Killer und den wollten sie in Todesnot wütend angreifen. “ Wirf die Zigarette weg“, schrie ich verzweifelt. Dabei sah ich doch, dass Emanuel sie schon längst austrat. Mir war klar, jetzt wurden sie gefährlich. Mein Blick fiel auf den hingeschmissenen Plastikeimer, dessen Augenlöcher verwaist aufs Haus starrten. Um ihn herum eine kleine summende Wolke.
Auch ihn hatten sie gleich als Angreifer ausgemacht. „ Bald werden sie herausfinden, wer der Hintermann ist und mich angreifen. Komm wir hauen ab“ entschied Emanuel. „Aber vielleicht kommt gleich die Feuerwehr. Wir müssen sie jetzt abwarten und hier bleiben“, entgegnete ich, immer bemüht im guten Einklang mit aller Nachbarschaft zu bleiben. Wenn schon nicht mehr mit den Hornissen, dann wenigsten mit der Feuerwehr.
Sie hatte sich zwar für spät abends angemeldet. Aber genaue Termine waren in Italien nicht an der Tagesordnung. Da war es doch angeraten, am Haus zu bleiben.
Nur nicht so nah.

Plötzlich klingelte wieder das Handy. Ein Wunder bei dem katastrophalen Empfang auf unserem Hügel. Es war Giovanni. „Die Feuerwehr kommt erst spät abends. Sie haben mich angerufen, weil sie euch nicht erreichen konnten. Ich komme dann auch. Passt gut auf. Ciao.“ Ganz offensichtlich ließ man uns nicht allein mit den Hornissen, wie wir beide es im Stillen befürchteten. Das Gegenteil war der Fall. Sogar die Feuerwehr rief ein zweites Mal bei unserem Nachbarn an. „Wie Schutzengel“, kam mir der Gedanke und ich fühlte mich wieder sicher.
Dagegen konnten auch die Gluthitze und das Gebrumme nichts mehr ausrichten.
Gelassen gingen wir in die Küche, wo zu der Tageszeit nur ein paar Außenseiter dieser angeblich so gefährlichen Calabrone im Zickzack herum schossen und holten uns ein bisschen Verpflegung. Dann suchten wir uns ein schattiges Plätzchen und warteten auf den Abend.

Es war schon neun Uhr als es langsam dunkel wurde. Wie in der gestrigen Nacht war unser Haus wieder zu einem elektrischen Umspannwerk geworden, denn nachts kehrten die Hornissen in ihren Bau zurück. Die heiße Nachtluft vibrierte in einem monotonen Gebrumme.
Doch wir hielten uns diesmal in sicherem Abstand zu den vermeintlich so friedlichen Insekten.
Vom Hügel aus konnten wir aus erhobener Position das Anrücken der Feuerwehr schon aus weiter Entfernung frühzeitig erspähen. Denn schon die Vorstellung von der Feuerwehr löste eine ganz eigene Angst wieder aus. Behelmte Männer, die den Kampf gegen das Feuer aufnehmen, kämen auf unser Haus zumarschiert, um diese lächerlich harmlosen Hornissen auszuräuchern. Da war es angeraten, sich innerlich vorzubereiten.
Wir starrten gebannt auf die Straße, aber es tat sich nichts. Weit und breit keine Feuerwehr.
Und inzwischen wurde es dunkel. Es war Neumond, die Sterne funkelten und über den umliegenden Hügeln lag tiefes Schwarz. Ab und zu blitze der Scheinwerfer eines Kleinwagens auf, sonst hörten wir nur das Gebrumme der Hornissen.
„Ich glaube nicht, dass sie noch kommen“, verkündete Emanuel und ich wollte das lieber nicht hören, denn es schürte auch meine Zweifel und ging mir jetzt auf die Nerven. „Wenn sie zwei mal angerufen haben, werden sie wohl kommen“, begann ich wieder zu beschwichtigen. Dabei glaubte ich auch nicht mehr, dass sie mitten in der Nacht kommen würden.
Um mich zu beruhigen lief ich im Dunkeln den Weg auf und ab, doch alles was ich tat, machte mich nur nervöser.
Plötzlich schrie Emanuel: „Sie kommen. Mit Blaulicht. Ja, da kommt Blaulicht auf unser Haus zu.“ Ich wollte es nicht glauben, aber tatsächlich sah ich wie ein bedrohlich blinkendes Blaulicht sich in der Schwärze der Nacht sehr langsam auf unser Haus zu bewegte. „Warum denn dieses Blaulicht. Hier brennt doch nichts.“ Bemerkte ich, und fragte mich dann doch, wenn sie Blaulicht anhaben, ob das für uns sein konnte? Aber das war so gut wie sicher und das machte mir Angst. Ein schlimmes Unglück, eine Katastrophe, wenn sie so kommen.
Mir war so, als würden sie jetzt unser ganzes Haus zu einem Ort des Unglücks machen. Aber das war er doch gar nicht.
Wie eine fremde Macht nähert sich das gespenstische Blaulicht und war plötzlich hinter unserem kleinen Hügel verschwunden. Wieder starrte ich auf unseren Weg, aber kein Blaulicht, Nichts. Völliges Schweigen. Nur das Gebrumme. Ohne das blaue Geblinke war die Nacht wie ausgelöschtes Licht. Ein tiefes verlorenes Schwarz und keine Schutzengel mehr in Sicht.
„Sie kommen! Sie kommen zu Fuß hoch“, schrie plötzlich Emanuel. Und da sah ich sie.
Fünf Männer in weißen Schutzanzügen, die mich an die Bekleidung der Helfer aus Tschernobyl erinnerten, klommen den Weg zu unserem Haus hoch. Sie in diesen Schutzanzügen und wir beide in normaler Kleidung. Als hätten wir die Verseuchung aus dem Atomkraftwerk nicht bemerkt und sind jetzt verloren, kam es mir. Fernsehbilder vom Mond und fremden Unglücksorten tauchten vor mir auf irritierten mich. Wo war ich? Das konnte doch nicht wahr sein.
Aber da tauchte Giovanni auf und stellte uns die fünf Mondmänner vor. „Buona sera“, „Buona sera“, und wir schüttelten uns die Hände, wozu sie ihre riesigen Handschuhe ausnahmsweise auszogen. Sie hatten freundliche Stimmen, so dass sich meine Furcht ein wenig legte.
„Dove sono i calabroni“, hörte ich einen von ihnen, den Giovanni Antonio nannte, zur Sache kommen. Sie waren ja nicht zum Spaß hier, sondern um uns vor der Hornissengefahr zu retten.
Dazu brauchten sie nicht viele Worte. Sie schienen ein eingespieltes Team und machten sich fast schweigsam ans Werk. Ihre Arbeitswerkzeuge, die sie mühsam in der Hitze den Berg hoch geschleppt hatten, kamen sofort zum Einsatz. Schweigsam aber konzentriert und wie in einem Stummfilm. Eh wir uns versahen, hatten sie schon die Leiter an die Hauswand gelehnt und kletterten mit einer riesigen Taschenlampe und einer Sprühdose aufs Dach. Verzweifelt schaute Emanuel nach oben und klagte schon wieder, dass sie seine Dachziegeln kaputt treten würden. Und auch mich durchfuhr wieder ein Schrecken beim Anblick ihres gebieterischen Arbeitseinsatzes. Da hatten wir ruhig zu sein. Soviel war klar.
Diese fünf Männer in ihren weißen Schutzanzügen machten jetzt ihren Job mit unserem Haus.
Ohne wenn und aber. Und in einem Moment schien sogar Emanuel eingeschüchtert.
„Vedi, tutti calabroni qui“ kommentierte Giovanni, als wir über dem Kamin im Lichtkegel der Taschenlampe einen riesigen Schwarm Hornissen aufsteigen sahen. Sie flohen vor dem Gift, das der Feuerwehmann hineingesprüht hatte. Sie taumelten und schossen richtungslos durcheinander. Mir war klar; diesmal wurde ganze Arbeit getan. Ohne Federlesen schmissen die weißen Helfer die riesige Wabe in Fetzen nach draußen und stießen mit einer Schaufel auch die letzten Reste nach unten.
Ich hörte ein seltsames Aufplatschen und nahm einen widerlich süßlichen Gestank wahr. Das waren die Hornisseneier, die nun eine Matsche auf dem Fiesenboden unseres Wohnzimmers bildeten.
„Siamo pronti“, rief dann der Einsatzleiter und alle fünf Männer fanden sich wieder vor unserem Haus zusammen. Sie befreiten sich ein wenig von Maske und Handschuhen, tranken Wasser und atmeten auf. “Mille grazie, mille grazie“ kam es wie ein Chor aus unseren Mündern und wir hätten es gern noch hundertmal gerufen, doch war schnell klar, dass für allzu große Emotionen der Dankbarkeit keine Zeit war. Also mussten wir schnell zum Wesentlichen kommen. „Was kostet es?“ fragte Emanuel und zückte sein Portemonnaie.
„Niente. Siete ospiti“, sagte der Einsatzleiter und wies mit seiner Hand jegliche
Geldangebote von sich. „Steck es ihnen zu. Das ist hier so“, ratschlage ich und war insgeheim sehr froh, dass Emanuel es machen sollte. Der war auch ohne meine Ratschläge geistesgegenwärtig genug und versuchte unauffällig jedem der fünf Männer Geld zuzustecken. Doch niemand nahm sein Geld an. Das war Ehrensache.
Stattdessen gaben sie uns freundlich die Hand, verabschiedeten sich, nahmen ihre Werkzeuge und traten den Rückzug an. Nacheinander stapften sie mit ihren schweren Schuhen den Weg hinunter zu ihrem Auto. Wir schauten ihnen nach bis sie in der Dunkelheit verschwanden.

Auch Giovanni hatte sich ihnen angeschlossen und so standen wir jetzt wieder allein vor unserem Haus. Das Brummen war einer fast beängstigenden Stille gewichen, denn alle Hornissen waren tot. In der Luft lag der süßlich faulige Gestank ihrer zermatschten Eier und des ätzenden Gifts.
„Hast du gehört, was sie gesagt haben, als ich bezahlen wollte? Siete ospiti. Stell dir so etwas mal bei uns in Deutschland vor. Die Feuerwehr würde doch nach einem Einsatz bei Ausländern nicht die Bezahlung zurückweisen und sagen, Sie sind unsere Gäste“, sagte Emanuel berührt. Ja, es schien mir auch so. Wenn ich die Situation nach Deutschland verlagerte, konnte ich mir diese Art von Gastfreundlichkeit nicht vorstellen.
„Das waren echte Schutzengel“, erwiderte ich, während mir weiterhin ein Ekel erregender Gestank in die Nase stieg. Mir graute es, diese Verwüstung näher anzusehen.Überall lagen die Fetzen der Wabe und oben im Zimmer auf dem Boden die zermatschten Eier.
Das mussten wir jetzt erst einmal beseitigen.
Mit Schaufel und Schrubber machten wir uns an die Arbeit und putzen unser Haus bis in die letzte Fuge, bis wir tot müde waren.
Aber die wohl verdienste Nachruhe war noch immer nicht problemlos gesichert.
Während ich mich sofort in unserem Schlafzimmer ins Bett legen wollte, fürchtete Emanuel, dass das Gift gegen die Hornissen nun im ganzen Haus sei und richtete sich ein Nachtlager in unserem VW-Kombi.

Mir schien das Gift nichts anzuhaben, denn ich erwachte am nächsten Morgen frisch und gut gelaunt in meinem Bett. Erst als ich die verlassene Seite neben mir erblickte, fiel mir wieder alles ein. Neugierig sprang ich auf, um mir das Ergebnis der gespenstischen Nacht bei
Tageslicht anzusehen. Alle Türen standen weit offen und die frische Morgenluft hatte die üblen Gerüche vertrieben. Unser Kaminzimmer war blitzblank geputzt. Es gab keine einzige Hornisse mehr. Was würden der Berliner Verfasser der Naturschutzbroschüre zu diesem Schluss sagen? Vermutlich, dass wir das Haus für die Hornissen räumen müssten.
Aber das ließ mich jetzt kalt. Ich wollte Emanuel in seinem Auto einen guten Morgen wünschen und ging nach draußen. Doch wieder einmal traute ich meinen Augen nicht.
Wir hatten Besuch. Vor dem Auto lag ein großer kastanienfarbiger Hund, der bei meinem Erscheinen sofort aufstand und leise winselte. Wo kam er her? Vielleicht einer von Giovannis Jagdhunden, der ihm abgehauen war? „Der war die ganze Nacht bei mir am Auto“, rief mir Emanuel zu, der mein Erstaunen sah. Sein übermüdetes Gesicht ließ darauf deuten, dass er im Auto nicht die beste Nachtruhe hatte. „Ich wurde nachts wach, weil irgendjemand an meinem Autoblech kratzte und immer ums Auto herumlief. Ich wusste nicht, was das sein konnte. Vielleicht auch ein Stachelschwein?“ Vorsichtig schaute er dann aus dem Fenster und erkannte einen großen Hund. Er erschrak, denn ein Hund war noch nie an unserem Haus gewesen. In der Hoffnung, dass er wieder verschwinde, legte er sich wieder aufs Ohr. Doch dann drückte ihn seine Blase und er musste aus dem Auto. Kaum öffnete er die Autotür, war die Hundeschnauze im Spalt. Schnell schlug er die Tür wieder zu und überlegte, wie er das dringende Problem lösen könnte. “Vorsichtig öffnete ich den oberen Spalt des Fensters, doch wieder überkamen mich Zweifel, ob ich auf dem Rücken liegend, durch den schmalen Fensterspalt die Sache bewältigen könnte. Auf diese Weise würde die Hälfte des Inhalts im Auto verbleiben. Verzweifelt öffnete ich schließlich doch die Tür ohne Rücksicht auf die hartnäckig wartende Hundeschnauze und verschaffte mir Erleichterung,“ beschrieb er dann detaillierter sein nächtliches Abenteuer. Als es hell wurde, sah er den Hund neben dem Auto in einem Nest aus trockenen Blättern eingerollt liegen.

Während seiner Erzählung hatte sich der Hund wieder in seine Kuhle gelegt, und wirkte so ruhig, als ob er schon ewig mit uns zusammenlebte.
Überhaupt war dieser Morgen friedlich und paradiesisch schön. Nach überstandener Prüfung belohnte uns die Sonne mit einem Zauberwerk glitzernder Tautropfen und lud dazu ein, auf der Terrasse zu frühstücken. Auch der Hund sollte etwas zu Essen bekommen.
Immer noch lag er vor dem Auto. “Mal sehen, ob er ein Wurstbrot mag“, befand Emanuel, ging zu ihm hin und brachte ihm eine belegte Brotscheibe. Erfahrungsgemäß sind die Hunde aus dieser Gegend keine Feinschmecker. Sie fressen gierig alles, sogar Salat. Wurstbrot müsste doch eine schöne Leckerei für ihn sei. Dachten wir und beobachteten unseren Gast erwartungsvoll. Doch wider Erwarten rührte er die vermeintliche Delikatesse nicht einmal an. Im Gegenteil.
Er schaute uns tief enttäuscht an, drehte sich um, ging einfach weg und ließ uns mit dem Wurstbrot stehen. Traurig hofften wir er würde zurückkommen, doch wir sahen ihn nie wieder.
Am nächsten Tag erzählten wir Giovanni von dem Hund, weil wir davon ausgingen, dass er ihm gehörte. Doch Giovanni kannte ihn nicht und erwiderte selbstverständlich: „Ha fatto la guardia.“

Schutzengel – Teil 1

Sieglinde Hocheisel

Dieses Jahr war es schon bald Herbst, als wir uns auf den Weg zu unserem umbrischen Ferienhaus aufmachten.
Der Morgen verhieß eine endlose Sicht auf die Alpen und eine freie Autobahn. Voller Glücksgefühl trat ich das Gaspedal noch ein bisschen herunter und den mißbilligenden Blicken des Ehemanns widerstehend, raste ich Richtung Garmisch.

Mein Herz war an diesem Morgen weit offen. Ich fühlte mich wie in der Camelreklame, Freiheit und Abenteuer. Doch da schon leuchteten die ersten Rücklichter vor mir auf Stau. „Gerade war eine Abfahrt. Die hättest du nehmen können“, kam der Vorwurf von der Beifahrerseite. „Aber die war doch schon weit vor dem Stau. Das hätte ich doch nicht wissen können.“ „Die Straße um den See ist sowieso schöner. Du weißt genau, dass ich die gerne fahre, aber du fragst ja nicht, Hauptsache du kannst rasen. So, da siehst du. Stau.“
Fest entschlossen, mich von der Nervosität meines Mannes nicht beeinflussen zu lassen, stellte ich meine Ohren auf Durchzug und versuchte bei Stop and Go meinen nächtlichen Traum ins Gedächtnis zu fischen. Solange man sich gedanklich mit etwas beschäftigt, dachte ich, ist auch im Stau stehen keine herausgeschmissene Zeit.
Nach zwei Stunden hatten wir dann die fünf Kilometer bis nach Garmisch geschafft.
Es war bereits Mittag. Ich überschlug die noch vor uns liegende Fahrzeit bis Umbrien und kam auf acht Uhr bis zur Ankunft. „Das wird heute Mitternacht“, ertönte der nicht abstellbare Kommentator neben mir. „Wenn du nicht überholen kannst, laß mich fahren.“
Also gut, damit die liebe Seele Ruhe hat, fuhr ich rechts ran und wurde dabei von fünf Lastwagen, die ich schon bewältigt hatte, wieder überholt.

Als wir schließlich ankamen, hatte mein pessimistischer Ehemann leider recht gehabt.
Es war Mitternacht und im Stockdunklen näherten wir uns dem Haus auf dem umbrischen Hügel. Im Licht der Scheinwerfer schwirrten Insektenschwärme. Hier im Süden war es noch warm. Die letzte Strecke Berg- und Talfahrt durch die abgelegene Finsternis ließ uns wieder munterer werden. Die Müdigkeit wich der Spannung, was wir wohl vorfinden würden.
Man musste auf schlechte Überraschungen gefasst sein. Obwohl ich wußte, dass Gott über solche Angelegenheiten nur ärgerlich würde, betete ich still in mich hinein, dass der Strom nicht abgeschaltet sein möge und bitte auch die Wasserpumpe funktioniere.
„Sicher ist die Pumpe wieder kaputt. Dann gib’s kein Wasser“, kam ungefragt die Überlegung zu diesem Thema, während der Wagen die schmale Schotterstrasse zum Haus emporklomm.
Wucherndes trockenes Gestrunke scheuerte und kratze das neue Auto auf.

Dann waren wir da.
Der Wagen stand im hohen Gras, das mir beim Öffnen der Tür dornig entgegenschlug.
Im ersten Moment fühlte ich mich, als ob die Zeit plötzlich still stünde. Endlose Stunden anstrengenster Konzentriertheit auf dicht befahrenen Straßen wichen, wie beim Filmschnitt,diesem einsamen Ort mit seinen ureigenen Gesetzen. Das alte Natursteinhaus schien all die Monate unserer Abwesenheit sein Eigenleben zu führen. So wirkte es, während ich unter dem mondlosen Himmel im trockenen Gras stehend, von geheimnisvollen Lichtern angestrahlt wurde.
Waren es die Sterne, die sich mit bläulichem Schimmer verständigen? Hüter der fremden Nacht. Wie auch die Hunde, deren erregtes Geheul auf- und abschwoll.
Erleichterung und Lust mischen sich in mir. Wir waren wieder einmal gut angekommen und hatten nun zwei Wochen vor uns. Auf diesem wilden Berg können wir uns gehen lassen. „Jetzt nimm doch auch eine Tasche und lass mich nicht alles alleine tragen“, kam schon wieder die störende Stimme und brachte mich zurück in den Reisestress. „Erstmal ausladen. Hoffentlich ist Strom da. Herumstehen kannst du später.“
Also zerrte ich wütend an einer Tasche, die sich auf dem Rücksitz verklemmt hatte und hörte schon Emanuels schwere Schritte die Treppe hochstapfen und dann das Suchen des Schlüssellochs ohne Taschenlampe.
„Was ist denn jetzt los? Hör dir das mal an.“
Wie erstarrt standen wir vor der offenen Tür. Aus der Finsternis im Inneren summte es wie im Umspannwerk. Das ganze Haus vibrierte. Aus der offenen Tür aus dem Dunklen heraus stürzten große schwarze Insekten auf uns zu. Ich erschauderte und wich zurück. Was waren das für schreckliche Ungeziefer? Dieses ohrenbetäubende Gebrumme. Aus der Ferne heulten wieder die Hunde in die endlose Nacht. Und wieder direkt auf mich zu, floh panisch ein riesiges Insekt aus dem schwarzen Raum in das blässliche Sternenlicht.
Angsterfüllt standen wir da und es verschlug uns die Sprache. Was machen? Tür zu und zurück ins Auto? Nein, dazu würde es nicht kommen. Nicht mit Emanuel. Das war mir klar.
Dann wurde Emanuel wieder aktiv und drückte den berüchtigten Stromschalter nach unten. „Also Licht ist da. Guck mal, das sind Hornissen, Tausende.“ Ich glaubte meinen Augen nicht zu trauen. Aber ja, das sah ich auch. Es schien wie ein Tierfilm im Fernsehen, aber leider in unserem Haus und wir beide plötzlich zwei Insektenforscher. Selbst die hatte ich noch nie ohne Spezialanzüge inmitten eines Hornissenschwarms gesehen. Wir beide jedoch standen fassungslos in unserer Küche umsummt von Tausenden großer roter Hornissen.
Wie bei allen Erlebnissen, wo Gefahr im Verzug war, schaltete mein Gehirn auf die Funktion jetzt ruhig bleiben. Sofort fiel mir ein Bericht über Hornissen ein, den ich unlängst meinem Neffen aus den Broschüren eines Naturschutzvereins vorgelesen hatte. Da stand, dass alle Menschen so große Angst vor Hornissen haben, weil sie im Irrglauben seien, dass drei Stiche dieser Tierchen schon ein Pferd töten können. Dabei sei das ein Ammenmärchen. Und im beflissenen Lehrton pädagogischer Aufklärung zeigte uns die Broschüre eine überraschend neue Wahrheit. Hornissen seien viel ungefährlicher als Bienen und wenn man sie nicht angreift auch völlig friedlich. Während mich normaler Weise solche Aufklärungswerke ziemlich kalt lassen, war ich bei dieser Darstellung hellwach geworden. Denn schließlich hatten wir in Italien schon öfter unfreiwilligen Kontakt mit diesen Tierchen gehabt. Schon das Summen einer, sich in einem Spinnennetz verfangenen einzelnen Hornisse versetzte uns in Todesangst. Zum ersten Mal glaubte ich sofort der neuen Wahrheit. Denn im Gegensatz zum menschlichen Verhalten, musste das Verhalten von Insekten doch eindeutig erforschbar sein. Ich hatte diese Tierchen also völlig falsch eingeschätzt. Voller Vorurteile und nur negativ.
Es war mir wichtig damals diese Broschüre mit nach Hause zu nehmen, um sie auch meinem Mann vorzulesen. Denn schließlich sollte auch er wissen, wie unbegründet unserer Hornissenangst war.
„Erinnerst du dich noch an diese Tierschutzbroschüre? Da stand doch, dass Hornissen ungefährlich sind. Sie stechen nur, wenn man sie angreift, “ erklärte ich in beschwichtigendem Tonfall. „Aber hier sind Tausende“, kam wieder der negative Kommentar, während um uns herum mit ohrenbetäubendem Gebrumme der gesamte Hornissenstock zur Begrüßung erschienen war. Ich für meinen Teil beschloss, trotzdem keine Vorurteile zu haben und stellte gelassen die Tasche in unser Schlafzimmer. Das Licht lockte mehr und mehr dieser bedrohlich aussehenden Rieseninsekten herbei. Sie knallten an die Fensterscheiben und kreisten in spiralförmigen Trauben um die Lampe. Das Licht flackerte und Schatten von Hornissenschwärmen huschten über die weiß getünchten Wände. Schon ziemlich absurd das Ganze, dachte ich. Doch, was kann man jetzt machen? Sie sind da. Falls es so etwas wie einen gesunden Menschenverstand gibt, müssten wir schnellstens das Weite suchen. Aber nein, ich hatte im Grunde keine Panik. In mir war eine seltsame Gewissheit, dass dieser Bericht aus der Tierschutzbroschüre der Wahrheit entsprach, denn ich stellte fest, dass die Hornissen uns nichts antaten.
Ja, es schien zu stimmen, keine stach uns. Sie waren uns gegenüber friedlich. So, wie es aussah, war ich hier zu Gast in einem Hornissennest.
Auch Emanuel schien der Erklärung aus der Broschüre zu vertrauen und schleppte gelassen eine Tasche nach der anderen ins Hornissenhaus. Überall, auf dem Boden auf Tischen und Regalen lagen ihre toten Artgenossen, die einen schmutzigen Anblick boten.

So konnte man allerdings nicht zu Bett gehen. Ein wenig fegen müsste man mindestens, dachte ich, holte Feger und Schaufel und fing an zu putzen, während um meine Ohren monotones Gesumm toste.
Ab und zu verfing sich eine in meinen Haaren. Ich schnippte sie weg. Auch Emanuel hatte sich entschlossen noch ein wenig zu putzen, und hantierte mit dem Besen umher. Vielleicht mochten sie seine schnellen Bewegungen oder seine Locken oder einen Mann, jedenfalls stießen sie an ihn mehr als an mich. „Das ist der Horror. Gerade habe ich mir eine aus dem Kragen geholt. Ein Wunder, dass sie mich nicht gestochen hat.“ Dabei strich er sich hastig durch die Haare. Um seinen Kopf schwirrte es kreiselförmig. Die Lampe war inzwischen nahezu verdunkelt, weil sich mehr und mehr ansammeln. „Ich halte das nicht mehr aus. Gerade war wieder eine in meinem Kragen. Selbst wenn ein Stich nicht tödlich ist, reicht es doch schon, wenn sie dich in den Hals oder ins Gesicht stechen.“ „Nein, da stand doch, dass die Stiche nicht mal so schlimm wie ein Wespenstich seien. Und außerdem stechen sie dich doch nicht“, entgegnete ich, denn ich hatte den Eindruck, er geriet in Panik und das wiederum machte die Hornissen nervös und würde unser ganzes Konzept zerstören.
„Je länger wir das Licht anhaben desto mehr werden es. Guck mal sie kommen alle aus dem dunklen Kaminzimmer unter der Tür durchgekrabbelt“, schrie Emanuel verzweifelt. „Das hat keinen Sinn. Wir müssen hier abhauen.“ „Jetzt verlier mal nicht gleich die Nerven“, wandte ich ein, obwohl mir das Ganze auch nicht mehr geheuer war. Doch allem Gesumme zum Trotz hatte ich keine richtige Angst und noch dazu war ich müde und hatte keine Lust mitten in der Nacht loszufahren und ein Hotel zu suchen. „Wir gehen jetzt ins Bett“, beschloss ich und hoffte er würde sich beruhigen, wenn ich nur auf ruhig machte. „Willst du dich hier etwa mitten in das Hornissennest legen und sie auf dir herumkrabbeln lassen?“ Emanuel begann wild vor der Tür herumzutrampeln. „Hier kommen sie weiter alle durch“, er zeigte fuchtelnd auf den Spalt zwischen Tür und Fußboden. „Die hier kann ich erlegen“, schrie er, einen wilden Trappeltanz aufführend, der eine Matschspur auf dem Boden hinterließ. „Wenn du willst, dass sie uns angreifen, mach schön so weiter“, befand ich verärgert. Sie lassen uns nur in Ruhe, wenn sie sich nicht bedroht fühlen.“ „Ich hole jetzt das Moskitonetz raus. Wenn wir das über unser Bett hängen, kann eigentlich nichts passieren.“ Ein dumpfer Aufprall auf meinem Kopf ließ mich erschaudern. In meinem Haar brummte ein monotoner Motor. Ich bückte mich, schüttelte kräftig, doch es brummte weiter und hatte sich offenbar verfangen. „Mach mir das raus“, schrie ich, „siehst du nicht, da hängt eine in meinen Haaren.“ Wütend schüttelte ich weiter meinen Kopf, bis Emanuel mit der Fliegenklatsche kam und das brummende Insekt herausstrich. Eine Mumie in einem Kokon aus Spinnennetz eingewickelt, lag vor meinen Füssen. Lustvoll trat auch ich zu, und genoss das leise Knacken. Um meinen Kopf herum schwirrten besessen dunkle Trauben. Ein monotoner Bass vibrierte die schwüle Luft, begleitet von einem manischen Schattenspiel an den Wänden.
Und gleich wieder brummte es in meinen Haaren.
„Mach das raus aus. Sie sind schon wieder in meinen Haaren“. Empört schüttelte ich wieder meinen Kopf und schnippte mit meinem Finger herum, bis eine zu Boden fiel. Doch schon prallte die Nächste an meine Stirn und auch aus meinen Haaren drang wieder bedrohliches Brummen. „Jetzt sind sie sauer, weil Du welche zertreten hast“, schrie ich gespielt wütend, denn im Grunde waren wir immer noch völlig unversehrt. Nicht einmal die, die wir aus den Haaren holten, stachen uns. Der Glaube an den Wahrheitsgehalt unserer Hornissenlektüre wirkte und in diesem Fall schien es mir kein Wunder, sondern einfach das Ergebnis unseres Verhaltens zu sein.
„Das ist doch der helle Wahnsinn. Das glaubt uns niemand. Und fast glaube ich es selbst nicht. Wie wir hier inmitten tausender Hornissen unser Haus putzen und keine sticht uns,“ stellte ich noch einmal mit einer gewissen Genugtuung fest.
Wenn ich mich nicht bewegte und das ganze für Außenstehende surreale Schauspiel einfach nur betrachtete, konnte mir nichts passieren. Soviel war ich mir schon längst gewiss und empfand inzwischen eine Sicherheit. Wären sie gefährlich, hätten sie uns doch schon gestochen, als wir uns bewegten. Falls es nicht doch eine Außenseiterin gibt, die sich daneben benimmt und uns angreift, waren wir in einem Zustand der Harmonie mit den tausend Hornissen um uns herum. Vermutlich glauben mir das nicht einmal die Insektenforscher, die diesen Aufklärungsartikel geschrieben haben. Diese Art der Begegnung mit den Hornissen, in die wir hier hineingeraten waren, war einfach unglaublich.
Auch Emanuel fingerte plötzlich seelenruhig das Moskitonetz aus seiner Hülle und ließ sich von nichts mehr beeindrucken. „Ich geh jetzt mit deinen netten Hornissen schlafen.“ „Na sieh mal einer an, wenn ich in Panik gerate, wirst du wohl ruhig“, kommentierte meine innere Stimme diesen Anblick von Ruhe und Gelassenheit.
Emanuel stand inmitten eines schwarzen surrenden Schwarms in unserem Schlafzimmer, hängte das Netz über unser Bett und fing an das Bettzeug aus dem Schrank zu holen.
Wie von seiner seltsamen Ignoranz angesteckt, überfiel auch mich wie auf Knopfdruck eine innere Gelassenheit, die auch vor der Hölle nicht zurückzuschrecken schien.
Als könnte uns keine Macht der Welt mehr daran hindern die Nacht mit den Hornissen zu verbringen, zogen wir uns aus und legten uns unter das Moskitonetz schlafen.
Ab und zu ein weicher Schlag an die gespannte Netzwand im Dunkeln dann umfing mich ein tiefer Schlaf, weit weg der Hornissenwelt.

Beim Aufwachen drangen ferne Traktorengeräusche in mein Ohr. Ich lag in einem lichtdurchfluteten Zimmer unter einem weißen Vorhang, wie eine Prinzessin auf dem Zauberberg. Neben mir die dunklen Locken eines männlichen Kopfes, der in süße Träume versunken schien. Das orangene Morgenlicht erfüllte den Raum mit göttlicher Ruhe.
Ich sah mich um, doch ein Alptraum überschattete meine freudigen Gefühle.
Ich war eingeschlossen in einen Turm mit riesigen bösartigen Insekten. Sie hatten sich in Schwärmen um mich herumgruppiert, Fenster und Türen verriegelt und summten ohrenbetäubend einen elektrisierenden Schall.
Mit Erschrecken dämmerte mir, dass dieser wunderbare Morgenfriede trügerisch und der Alptraum hingegen nächtliche Realität war.
Ängstlich schaute ich mich im Raum um, aber die Hornissen waren spurlos verschwunden. Nur auf dem Boden lagen noch ein paar ihrer toten Artgenossen, die Emanuel nachts wütend zertreten hatte. Jetzt im klaren Licht des Morgens schienen mir die nächtlichen Szenen absurd, wie in einem Roman Franz Kafkas. Am absurdesten waren wir. Was war denn da in uns gefahren. Diese Naivität, mit der wir dieser Broschüre glaubten. Das war doch sonst nicht unsere Sache. Aber wohl gerade deshalb war uns nichts passiert. Die Hornissen hatten unsere guten Absichten gespürt und irgendwie dadurch hatte sich ein geheimnisvoller Vorgang abgespielt.
Ich hob den weißen Schleier des Moskitonetzes, schlüpfte in meine Sandalen und unternahm einen ersten vorsichtigen Erkundungsgang durch unser Haus. Es war still. Kein Gesumme.
Das kühle Morgenlicht hatte den nächtlichen Spuk verscheucht. Wie war das möglich? Wohin waren sie alle verschwunden? Schliefen sie tagsüber?
Diese Fragen konnte auch Emanuel nicht beantworten. Denn schließlich war er auch kein Hornissenkenner.
Erleichtert atmeten wir die aromatisch duftende Sommerluft, und genossen mit jeder Pore die Befreiung von den Hornissen. Klar war uns aber, dass sie nachts wiederkehren würden.
Und so schön es im Nachhinein war, die Genugtuung und sogar den Stolz eine solche Situation auf diese Art gemeistert zu haben, zu genießen, so Furcht erregend ja geradezu Horror auslösend wirkte schon ein einziger Gedanke an eine Wiederholung. Nein, welche Geister sich in der letzten Nacht auch immer uns schützend zusammengetan hatten, sie würden es sich beim zweiten Mal schwer überlegen. Wir hatten jetzt den ganzen Tag zur Verfügung, um uns von dem Hornissennest zu befreien.
Aber was sollten wir tun? Emanuel, der in handwerkliche Hinsicht gern ein Allroundmacher war, hatte sofort eine Idee. Obwohl er im Reich der Tiere noch keine einschlägigen Erfahrungen gesammelt hatte, fühlte er sich nach dem guten Ausgang unseres nächtlichen Abenteuers inspiriert auch diese Angelegenheit selbst in die Hand zu nehmen.
„Ich werde sie heute Abend ausräuchern. Ich frage Giovanni, ob er mir dabei hilft“.
Der Bauer Giovanni war unser Nachbar, der schon einmal mit einem Besucher unseres Hauses ein Hornissennest ausgeräuchert hatte, als wir nicht da waren. Giovanni galt jetzt als Experte und war immer hilfsbereit. Mit ihm zusammen würden wir das hinkriegen.
Das schien auch mir plausibel. Der einzige Haken war, dass Giovanni kaum Zeit hatte.
Das Nest musste jedoch noch heute beseitigt werden, sonst wären wir gezwungen in ein Hotel umziehen.
Da wir sowieso unseren Nachbarn begrüßen wollten, beschlossen wir, uns gleich auf den Weg zu machen und ihn bei der Gelegenheit vorsichtig darauf anzusprechen.
Giovanni stand vor seinem Traktor, war gut gelaunt und freute sich, uns wiederzusehen.
Um nicht gleich mit der Tür ins Haus zu fallen, stimmten wir erst einmal einen kleinen Small Talk über die Ernte und über das Jagen an und kamen unserem Thema schon näher, bis auch Giovanni fragte, wie wir denn unser Haus vorgefunden haben. „Tutto a posto?“
„Ja im Großen und Ganzen schon. Nur leider haben wir wieder ein Hornissennest im Kamin“, rückte ich mit der Sprache heraus, ohne auch nur mit einem Wort unsere Wahnsinnsnacht zu erwähnen, denn er sollte nicht denken wir seien verrückt.
Und unser Hilfegesuch sollte auch möglichst harmlos klingen. „Du hast doch vor ein paar Jahren mal mit dem Peter so ein Nest abgefackelt. Wie macht man das denn?“ Wie ich Giovanni einschätzte, könnte sein leidenschaftliches Jagdfieber auch beim Ausräuchern der Hornissen Funken schlagen. Doch da hatte ich mich diesmal restlos getäuscht.
„Calabrone? Questi grandi rossi?“ „Si questi rossi” bestätigte ich mit möglichst
harmlosem Tonfall und merkte schon seine Angst. „Abbiamo cinque morti.“
„Was für Tote?“ Wollte ich erst einmal nüchtern nachfragen, denn diese angeblichen Toten gehören ja zur Hornissenhysterie. Darauf wollte ich nicht gleich hereinfallen.
Aber Giovanni gehörte nicht zu diesen Hysterikern. Eher zum Gegenteil. Wenn er sagte, dass fünf Leute an den Stichen von Calabrone gestorben seien, war es glaubhaft. Wir waren schockiert, ließen uns jedoch nichts anmerken. Er sollte ruhig glauben, wir seien nur ein paar dieser Tierchen begegnet. Von dem absurden Geschehen kein Wort. Bloß nicht.
Wer unter diesen Unständen eigenständig ein Hornissennest abfackeln wollte, galt jetzt in Giovannis Augen als lebensmüde oder dumm und beides war er nicht. Damals hatte er nicht gewusst, wie gefährlich diese Insekten waren und hatte einfach Glück gehabt, dass er mit heiler Haut davongekommen war.
„Jetzt müsst ihr sofort die Feuerwehr alarmieren, denn sie sind für die Entfernung von Hornissennestern zuständig.“ Das schien uns nun doch mehrere Nummern zu dramatisch, aber Giovanni rannte kurz entschlossen sofort zum Telefon, um diese Lebensgefahr schnell aus der Welt zu schaffen.
Ein riesiger Feuerwehrwagen zu unserem kleinen Haus auf dem Hügel? Trotz Giovannis Schreckensszenario mit den Toten war ich im Grunde immer noch ziemlich entspannt und eine Stimme in mir sagte; das ist ja wie mit Kanonen auf Spatzen schießen.
Aber es war schon abgemacht. Giovannis gradlinige Denkweise hatte kurzerhand die Feuerwehr alarmiert. Nun gab es keine andere Alternative mehr.
Auf dem Nachhauseweg in der brütenden Hitze, schien mir die Vorstellung von der Feuerwehr bedrohlicher als unser Hornissennest.

Fortsetzung morgen

Zimy naszego dzieciństwa (1)

Roman Brodowski

Nasza górka

Prawie każdy z nas miał lub ma swoją zimową górkę, swoje miejsce zimowych igraszek, miejsce, do którego chętnie powraca wspomnieniami.
I ja miałem taką moją górkę. Znajdowała się tuż obok naszego kościoła. Była nią nasza wiejska ulica, a właściwie piaszczysta droga, z niedużym, ale dość długim spadem, w okresie zimowym wspaniale nadająca się na plac zabaw dla dzieci z naszej okolicy. Po tej drodze jeździła zazwyczaj furmanka sąsiada, kilka rowerów i sporadycznie, raz, może dwa razy na dzień, jakieś auto. Więc nie było w tym nic dziwnego, że przy pierwszych opadach śniegu, ulica bez przeszkód stawała się rajem dla spragnionych zimy, amatorów sanek, nart czy łyżew, i to nie tylko tych najmłodszych . W tamtym czasie, w okresie mojego dzieciństwa, a było to na początku lat sześćdziesiątych, śnieg z reguły pojawiał się punktualnie na początku drugiej dekady grudnia i leżał aż do początków marca. Zimy bywały o wiele chłodniejsze, ale i o wiele ciekawsze niż dzisiaj.
Jednakże pewnego roku zima, nie wiedzieć czemu, nadeszła z wielodniowym opóźnieniem. Codziennie z niepokojem spoglądając na niebo, czekaliśmy pierwszych opadów białego puchu. Niestety poza stadami latających z głośnym krakaniem wron na tle szaropierzastych chmur niczego innego nie widzieliśmy. Jeszcze w dniu wigilii mieliśmy nadzieję, że po pasterce, nocą, przyjdzie ta długo oczekiwana chwila, że obudzimy się w pierwszy dzień Bożego Narodzenia, zasypani po kolana, w srebrzystym oceanie śniegu. Jednakże ani pierwszego ani drugiego dnia nic się nie zdarzyło. Były to pierwsze święta w moim życiu bez śniegu i, chociaż mróz dawał się we znaki, a pokryty grubym lodem staw, znajdujący się w samym środku naszej wsi, zapraszał do zabawy, nie miałem ochoty wychodzić z domu.
Aż tu nagle, niespodziewanie, wczesnym porankiem, w dzień przed sylwestrem, ktoś kilka razy uderzył czymś miękkim w okno. Podszedłem i odsłoniwszy zasłonę, zobaczyłem stojącą przed nim Marysię. Odziana w gruby wełniany sweter, opatulona w również wełnianą , kolorową chustę, w jednej ręce trzymała sznurek od sanek, zaś w drugiej ulepioną, gotową do rzucenia, śniegową kulkę. Wokół niej, gdzie tylko okiem sięgnąć, leżała gruba warstwa połyskującego w porannych promieniach słońca świeżego, srebrnobiałego śniegu.

chelminskaTo nie jest zdjęcie Romana, i nie są to Pszczółki, ale jest to zima w latach 60 – zdjęcie z Unisławia znalezione w sieci

– Jest! – krzyknąłem uradowany. Hura! Mamy prawdziwy śnieg !
– Śnieg, jaki śnieg? – zapytała, otwierając oczy Jola.
– Nie pytaj tylko wstawaj z łóżka. Marysia na nas czeka – powiedziałem. Jola z niedowierzaniem zbliżyła się do okna. – Nareszcie – wyszeptała machając na powitanie wciąż stojącej za oknem Marysi – tak długo czekałam.
Po chwili, umyci, w ciepłej odzieży, kierowaliśmy swoje kroki do wyjścia.
– A wy dokąd, maluchy – zapytał opiekujący się nami podczas nieobecności rodziców, starszy brat, tarasując przejście.
– My na sanki! – odpowiedziałem. – W nocy napadało śniegu!
– Wiem braciszku, wiem. Ale wiem też, że śnieg nie jest z czekolady i nikt go wam nie zje. Natomiast wy musicie najpierw zjeść śniadanie, a dopiero potem możecie wyjść na dwór – odpowiedział z powagą Zbyszek.
– Ale na nas czeka… – nie dokończyłem, bo ktoś zapukał do drzwi, a następnie bez zaproszenia wszedł do sieni. Była to oczywiście nieco zmarznięta i zmęczona czekaniem Marysia.
– Czy mogę się troszeczkę ogrzać? – zapytała.
– Oczywiście, zdejm buty, załóż kapcie i chodź do kuchni – zaprosiła naszą koleżankę Krysia, ostatnia z naszego rodzeństwa, która właśnie przygotowywała nam śniadanie. Zanim wyjdziemy, napijmy się wszyscy ciepłej herbaty z miodem i zjedzmy ciepłe rogaliki z dżemem.
– Jak to wyjdziemy? To ty też idziesz z nami? – skierowałem wzrok na siostrę.
– Co to znaczy, ty idziesz? Idziemy wszyscy. Obiecałem rodzicom, że po śniadanu zabiorę was spacer – zaśmiał się Zbyszek.
Po sytym posiłku, ciepło odziani, wyruszyliśmy w drogę. Tuż za progiem usłyszeliśmy gwar dziecięcych głosów i śmiechy, dobiegające od strony kościoła. Zbyszek, „zaprzężony” do naszych nowych, dwuosobowych sanek, na których siedziałem ja i przytulona do mnie Jola, ruszył pierwszy. Sanki dostaliśmy kilka dni temu jako prezent pod choinkę. W ślad za Zbyszkiem szła Krysia, ciągnąc za sobą naszą wesołą przyjaciółkę. Po kilku minutach dotarliśmy na miejsce. Na górce znajdowało się już kilkanaście osób. Niektórym dzieciom towarzyszyli rodzice, którzy zajęci byli przygotowywaniem górki do bezpiecznych zjazdów.
Zbyszek, pozostawiając nas pod opieką Krysi, udał się do naszego sąsiada, który wraz z innymi, szeroką łopatą odśnieżał pobocze drogi, tworząc niejako prowizoryczny chodnik. Po krótkiej rozmowie, przejął od niego łopatę, a sąsiad tymczasem posypywał odśnieżone miejsca przygotowanym wcześniej piaskiem. Niektórzy rodzice ugniatali śnieg na trasie zjazdu, usuwali leżące gdzieniegdzie przeszkody lub wypełniali śniegiem niebezpieczne dla sanek dziury.
My natomiast, przedzierając się przez zaspy koło muru oddzielającego przykościelny cmentarz od ulicy, zaczęliśmy lepić bałwany, budować zamki, igloo i inne budowle, by potem z ukrycia prowadzić walkę, obrzucając się wzajemnie śniegowymi kulkami. Nawet ksiądz, zamieniając sutannę na spodnie, wziął czynny udział w  przygotowaniach do inauguracji naszego toru saneczkowego.

zimadziecinstwoLata 60, zima w mieście, też zdjęcie z sieci

Z biegiem czasu na górce pojawiało się coraz więcej amatorów zimowej rozrywki.
Około południa tor był wreszcie gotowy. Nastąpiło uroczyste otwarcie. Najpierw wszyscy obecni, zwłaszcza dzieci (a było nas więcej niż na niedzielnej mszy porannej), skupiwszy się wokół księdza, wysłuchaliśmy jego przestróg, zaleceń i zakazów. Następnie zaproszony milicjant odsłonił znak informujący, że przejazd tą drogą jest zamknięty do odwołania, a do ulicy dotrzeć można objazdem, po czym ksiądz błogoławiąc niejako to miejsce, jako pierwszy zjechał na sankach w dół. Ileż było uciechy, gdy pędząc z wesołym okrzykiem, w połowie drogi spadł z sanek, a potem niby biała śnieżynka wstawał oblepiony śniegiem.
– To na szczęście, na szczęście! – wołaliśmy rozbawieni.
– Ja wam dam “na szczęście”, hultaje – odpowiedział pleban, uśmiechnął się jednak nader dobrodusznie i poszedł.
My natomiast, zgodnie z zaleceniami księdza, pod kontrolą osób starszych rozpoczęliśmy prawdziwą zabawę, zjeżdżając do późnego wieczora bezpiecznie na sankach, nartach i innych przedmiotach. Jak dobrze że nowy rok spędzimy na naszej pszczółkowskiej górce.

Berlin 21.12. 2014
(na podstawie opowiadania pod takim samym tytułem z 1986 roku)

Zima

Otulony śnieżnym puchem
Bezkres pól chlebowych
Śpi jak niewiasta brzemienna
Przed kolejnym czasem rodzenia.

W zwisających kryształkach lodu
Pośród nagich gałęzi drzew
Przegląda się słońce zimowe,
Układając mozaikę tysiąca barw.

Ptaki cierpliwie siedzą na opłotkach
W oczekiwaniu na dar ludzkich serc,
Na odrobinę pszenicznego ziarna,
Na skórkę pachnącej słoniny.

A wiatr tańczący wokół domu
Pieści mrozem stare okiennice
Maluje misterny świat na szybach
I gra z dymem z komina w berka

Zaś w kuchni, z pieca bucha żar.
Ciepło rozchodzi się po ścianach,
Gorąca herbata paruje z czajnika
I matczyna dobroć, gotująca strawę

Otulone, gotowe do wyjścia, dzieci
Dźwigają stare, drewniane sanki
Złożone letnią porą pod strzechą.
Dziecięcy uśmiech zimowego chłodu.

Grodno 19.12. 2014

Zimowa kołysanka

Białe śnieżynki
Niby gwiezdny puch
Cicho spadają na ziemie
A ziemia pod kołderką z nich
Spokojnym snem już drzemie

Polarny wiatr
Jak młody ptak
Szybuje ponad światem
Niosąc na grzbiecie nieba dar,
Mroźną, srebrzystą szatę.

Półnagie drzewa
W wiekowej puszczy
I bobry w swych żeremiach.
Czekają na słoneczne dni
Na porę przebudzenia.

I tylko ludzie
W chłodny czas
Ukryci w wiejskich hatach
Bojąc się zimy, proszą o…
Powrót do pory lata.

Żory, 17.02. 1985

Neujahr / Nowy rok

Ewa Maria Slaska

Eine Neujahrsgeschichte

Po polsku TU.

Vor zehn Jahren war ich zu Weihnachten und Silvester auf einer griechischen Insel. Fast allein. Das heißt, natürlich, die Griechen waren da, aber ich wohne in einem Haus für Schriftsteller und kannte Niemanden.

Bei einem Spaziergang gelang ich rein zufällig in ein Haus und in dem Haus in einen Saal aus dem ich die Leute gehört habe, die auf Deutsch sangen. Es war eine evangelische Gemeinde. Die Mitglieder waren meistens deutsche, englische oder holländische Ehefrauen. Die Ehemänner waren Griechen, griechisch-orthodox, die Ehefrauen evangelisch. Es gab einen Pastor, eine Frau Pastor und eine Aushilfepastorin. Gottesdienst zum Sonntag, Predigt zum Gottesdienst, Gott zum Predigt.

Sie haben mich zum Silvester eingeladen, ich habe es dankend angenommen.
Silvester in Griechenland ist kein grenzenloses Vergnügen, wie man es sich so leicht vorstellen möchte, wenn man bedenkt, dass die Griechen so gern tanzen. Sie tanzen zum Silvester gar nicht, sie spielen, um die Wette, um Geld zu gewinnen. Von kleinen Kindern bis zu senilen Omas im Schwarzkleid, alle spielen um das merkantile Glück für nächstes Jahr. Und sie essen Vasilopita, Kaiserkuchen.

Bei dem Pastor haben wir Mahjong gespielt und Vasilopita gab es auch. Es ist so ein Hefekuchen in dem ein Geldstück eingebacken wurde. Floris. Blümchen. Man teilt den Kuchen in so viel Teilen, wie viele Leute zum Party kommen, plus drei. Die drei Extras sind für Gott, für Jesus und für Maria. Wir waren dreizehn, ja, ja, dreizehn, der Kuchen wurde also in 16 Stücke aufgeteilt.

Der Pastor war der Kuchengeber. Er nahm die Teller nacheinander und legte ein Stück Vassilopita drauf. Den ersten Teller gab er mir. Nein, wehrte ich mich, der ist für Gott. Aber nein, der ist für dich. Wir sind doch keine Griechen. Ich nahm den Teller. Als schon alle ihre Teller bekommen haben, da blieben die drei Stück Kuchen auf der Kuchenplatte liegen. Die nehm´ ich für morgen für den Gottesdienst, sagte der Pastor und schob die Platte beiseite.

Wir prosteten uns zu mit einem Glas Wein und machten uns an die Vasilopita. Die Münze war in meinem Stück Kuchen, im ersten Biss. Alle waren neidisch. Ich war stolz. Es ist so selten, dass mir etwas Derartiges passiert. Vielleicht gar nie. Ich gewinne nie, ich bekomme keine unerwarteten Geschenke. Und diesmal bekam ich den Floris, den Glücksbringer, gleich in ersten Biss, in einem Stück Kuchen, das mir gar nicht zukommen sollte, sondern Gott.

Alle waren neidisch, alle dachten aber, dass es für mich so schön war, den Floris zu bekommen.

Es war gar nicht schön, aber ich brauchte Monate, um es zu verstehen. Materiell gesehen mit diesem Silvester begann das schlechteste Jahr meines Lebens. Mein Geld schwand und verschwand. Egal was ich tat, das Geld ging weg. Ich wurde betrogen und bestohlen, mir wurde das Geld nicht ausgezahlt, das ich verdient habe, mein Lohn wurde gekürzt, die Kürzung mit Prämie ersetzt, die Prämie eingestellt…
Ich nahm den Kuchen, der für Gott war, ich eignete mir dadurch die Münze, die Gott gehörte, und ich zahlte dafür sehr sehr bitter.

Der Pastor irrte sich. Wir sind Griechen. Wir sind alle Griechen. Es war nicht meine Schuld, der Gottesdiener hat mir den Gotteskuchen mit der Gottesmünze gegeben, und trotzdem musste ich dafür bezahlen. Ich brauchte weitere paar Jahre, um zu erkennen, dass ich daran doch die Schuld zu tragen habe. Ich wollte Gott seinen Kuchen nicht wegnehmen, aber ich nahm ihn. Ich weiß nicht, was ich anderes tun sollte, aber ich sollte mir etwas ausdenken. Ich nahm den Kuchen, den mir der Pastor anbot und die Gottesmünze brannte mir ein Riesenloch in meinem Geldbeutel. Objektive Tatsache, Und dies war meine Schuld.

Ich fuhr also nach Griechenland zum Ende des Jahres und zum Silvester klaute ich Gott die Glücksmünze. Ich dachte, der Klau ist die Krönung eines sehr guten Jahres. Es war ein gutes Jahr in meinem Leben. Ich habe eine neue Wohnung gefunden, eine schöne Wohnung. Eigentlich war es sogar besser, die schöne Wohnung hat mich gefunden. Ich habe einen wichtigen Preis bekommen, bei der Preisverleihung habe ich einen Mann kennen gelernt. So kam er in mein Leben, in meine neue, schöne Wohnung, ein Mann der das alles war, was ich in einem Mann immer suchte…

Der das alles war, nur nicht für mich. So einfach war es mit dem Glück. Die Liebe war nicht für mich und ich klaute Gott seine Glücksmünze.