Wasserführung in Kreuzberg

Verein Städtepartner Stettin e.V. lädt zu Wasserführung in Kreuzberg ein.
Am 27. September ab 14 Uhr bis voraussichtlich 16.30

Treffpunkt bei dem Teich unter dem Wasserfall (Kreuzbergerstr. Ecke Großbeerenstr.)

Das Thema unserer Führung ist die „Natur“-Wasser im Leben der Bezirksbewohner.

Wir treffen uns vor dem Wasserfall im Viktoria Park bei dem Teich mit Fischerskulptur. Die Skulptur von Ernst Herter heißt offiziell „Seltener Fang”, die Bewohner Kreuzbergs nennen sie aber nur „Fischer und Sirene“ und behaupten, dass sich der Fischer sichtlich freut, so ein schönes Weib gefangen zu haben.

Wir werden uns am Teich kennen lernen, erzählen uns die Geschichte des Wasserfalls, des Parks mit seinen Weinbergen und natürlich der Skulptur.
Eine 1 km lange Fußstrecke (die man mit Fahrrad, Roller etc. belegen kann) führt uns über Großbeerenstraße bis zum Landwehrkanal. Unterwegs erzählen wir uns von Geschichte und Geschichten Kreuzbergs.

Hier fahren wir mit der U-Bahn von der Station Möckernbrücke mit Linie 1 Richtung Warschauer Str. bis zur Prinzenstraße, woher wir eine kurze Fußstrecke bis zum Urban-Hafen zurücklegen. Davon gehen wir den Kanal entlang bis zum Admiral-Brücke.

Im Kiez-Café Goldmarie, direkt hinter der Brücke, machen wir eine kurze Kaffee-Pause. Sind wir schon müde, bleiben wir hier und erzählen uns weiter die Kreuzbergs Geschichten. Falls wir aber danach weiter gehen wollen (was wir herzlich empfehlen), gehen wir eine kurze Fußstrecke der Admiralstraße entlang, bis zur U-Bahn Kottbusser-Tor. Unterwegs bestaunen wir ein Denkmal zwei Admirale (“Doppelter Admiral”) mit einer Punk-Frau und einen Straßenmusikanten – ein Symbol des alten und neuen Kreuzberg. An der Ecke Kohlfurter Straße gibt es eine Möglichkeit eine Synagoge anzuschauen und uns über das jüdische Leben in Berlin, damals und heute, zu erzählen. In den 30ern arbeitete hier Frau Regine Jonas, erste Rabbinerin der Welt.

Mit der U-Bahn Linie 1 in Richtung Warschauer-Str. fahren wir bis zur U-Bahn Schlesischen Tor. Davon führt uns eine 800-Meter-Fußstrecke (ca. 10 Minuten) zum Restaurant Freischwimmer, Vor dem Schlesischen Tor 2, 10997 Berlin. Es ist einer der berühmtesten Lokale Berlins und hier beim Essen und/ oder Trinken ist ein endgültiges Ende unserer Führung geplant.

***

Achtung: BVG-Tickets und Bestellungen im Café und Restaurant zählt jeder Teilnehmer selbst.
Dauer der Führung ca. 2,5 Stunden, Gehzeit – 1,5 Stunden.

Berlinski Tour w SprachCafé Polnisch – śladami Polaków w Berlinie.

Im Rahmen des Projekts „Wir Drei” werden
Ewa Maria Slaska, Elżbieta Kargol und Krystyna Koziewicz
am Freitag, den 19. September 2025

Dorota Danielewicz
mit ihrem Audioguide Berlinski Tour
vorstellen.

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Zum Tod von Giorgio Armani

Monika Wrzosek-Müller

Mit 91 Jahren ist am 4. September Giorgio Armani gestorben, gerade noch hatte er in Paris seine Haute-Couture-Show gemanagt, noch vor Kurzem hat er ein Club, ein Kultlokal „La Capannina di Franceschi“ in Forte dei Marmi in der Toskana gekauft. Überhaupt, seine Umtriebigkeit in Sachen Immobilien war fast mit seiner Liebe zum Design, zur Mode vergleichbar. Vielleicht sammelte er seine zahlreichen Domizile wie er seine Kollektionen entwarf. Für mich war er der Guru, wenn es um Mode ging. Es gab niemanden, der solche zeitlose Eleganz zelebrierte. Seine Farbpalette war immer gedeckt und trotzdem gab es die auffälligsten Kleider, die von den schönsten Frauen auf den roten Teppichen getragen wurden. Doch das war erst viel später.

Geboren wurde er in Piacenza, seine Liebe zur Mode vertiefte er im Kaufhaus Rinascente in Mailand, direkt am Dom. Die Schneiderkunst der Herrenanzüge erlernte er beim Altmeister Cerruti. Doch bald gründete er seine eigene Marke, eigene Firma. Er war in der Mode wirklich ein Revolutionär; selbst trug er als erster ein schwarzes T-Shirt zum Jackett oder gar zu einem Anzug, abgerundet mit weißen Sportschuhen. Später war auch Nachtblau seine Lieblingsfarbe. Er baute richtiges Imperium auf, entwarf nicht nur Kleidung für Männer und später auch für Frauen, nebenbei auch die Unterwäsche, sondern auch Inneneinrichtungen mit Kochutensilien, Parfüms, Schmuck, Accessoires wie z.B. Sonnenbrillen. Er besaß unzählige Immobilien, die er selbst einrichtete, darunter auch Hotels. Die Firma gliederte sich in einzelne Unternehmen, wie Emporio Armani, Armani Jeans für jüngeres Publikum, dann besagtes Armani Privé für große Anlässe, AX. Interessant ist, dass er angeblich selbst Kontrolle über sein Unternahmen besaß und Übernahmeangebote von anderen großen Modehäusern regelmäßig abgelehnte.

Ich erinnere mich, wie ich mir bedächtig, wie in einer Kirche, seine Kollektionen in Florenz in den frühen 90er Jahren anschaute und bewunderte. Die Geschäfte waren wunderschön eingerichtet mit aber unheimlich netten Verkäuferinnen, die mich immer aufforderten: „probieren sie, Madame, das kostet nichts…“. Manchmal sagten sie mir auch, wann der nächste Schlussverkauf beginnt. Sie waren in ihrer ganzen Schönheit gar nicht hochnäsig und arrogant. Ich liebte seine Stoffe, weich und manchmal durchsichtig, fein und edel. Gekauft habe ich damals ein Seidentuch, das ich immer noch habe und trage. Es umgab ihn und sein Modeimperium eine Art von Leichtigkeit, von künstlerischem Nimbus, niemand war eifersüchtig, dass er wirklich der Modezar war und unheimlichen Reichtum angesammelt hatte.

Legendär sind seine Anwesen, von denen er sieben besaß, dazu eine Luxusjacht. Das in Forte dei Marmi, war sein erstes Urlaubsdomizil, unweit von Florenz und Viareggio an der ligurischen Küste verbrachte er auch die letzten Tage mit der Familie. Doch wunderschön anzusehen ist auch ein Komplex von historischen Bauten mit Kuppeldächern aus Lavasteinen auf der Insel Pantelleria. In der Nähe von Pavia besaß er ein kleines Schlösschen, das er als Ruine kaufte und ausbauen ließ. Auch in Paris besaß er ein Appartement, wo er sich während der Modeschauen aufhielt. Dann in Saint Tropez kaufte er ein Anwesen direkt am Meer und legte einen großen Park rundherum an. In Sankt Moriz besaß er ein Ensemble aus dem 17. Jh., wo er im Winter längere Zeit verbrachte. Nicht zu vergessen verschiedene Immobilien in Mailand, die wichtigste, die ihm als sein Wohnhaus diente, in der Via Borgo Nuovo. Alle diese Häuser stattete er mit selbst entworfenen oder gekauften Möbeln aus, ließ sehr gute Architekten für sich arbeiten, ansonsten beschäftigte er ganze Armeen von kreativen Mitarbeitern.

Ich erinnere mich, dass ich in Berlin, in der Neuen Nationalgalerie 2003 eine Armani Ausstellung mit dem Titel: „Giorgio Armani – The Style of Milano“ gesehen habe. Die Ausstellung wurde von einem sehr guten Regisseur, Bob Wilson, inszeniert in Kooperation mit der S. Guggenheim Foundation. Es war eine wunderschöne Ausstellung, die Tendenzen im Armanis Schaffen zeigte, z.B. die Rolle des Smokings in der Frauenkleidung. Natürlich spielte auch die Farbpalette von Sandfarben eine Rolle. Es waren himmlisch schöne sandfarbene bis grünlich angehauchte Smoking-Anzüge für die Frauen zu sehen. Auch die Einflüsse ferner, exotischer Kulturen wie China, Indonesien, Japan oder Polynesien waren sichtbar, aber alles in der zurückgezogenen, stillen Armani Art präsentiert, mit wirklich fantastischen Kollektionen von Anzügen, Kleidern, auch denen vom roten Teppich. Es war teilweise eine Modeschau, nur wurde sie durch ausgewählte Skizzen, Modefotos und Dokumentarfilme ergänzt. Man tauchte richtig in die Armani-Welt ein. Ich erinnere mich an ein Spektakel aus Licht, Ton und Bildern und natürlich Defilees von Mannequins in schönsten Kleidern der Welt.

Jetzt ist der Mann gestorben, doch sein Werk, seine Firma wird weiter von seiner Kusine fortgeführt. Doch der große Geist wird fehlen. Ich empfinde seinen Tod als großen Verlust für unsere Welt…

Cierpienie zwierząt 8. Ogrody zoologiczne

EMS: Ostatnio dużo się pisze o tym, jak traktuje się zwierzęta w ogrodach zoologicznych. Niektóre z tych doniesień już tu cytowałam. Z Norymbergi, z Aaalborgu, teraz jeszcze doszedł Lipsk, i to w gruncie rzeczy są dwa różne doniesienia.

Jako dorośli ludzie, zainteresowani likwidowaniem cierpienia w naszym życiu, zapewne opowiadamy się się generalnie przeciwko ogrodom, tak jak opowiadaliśmy się przeciwko męczeniu zwierząt w cyrkach. Ta praktyka cyrkowa została w Europie zlikwidowana, ogrody jednak pozostały. I, z ręką na sercu, my wszyscy jako rodzice i/lub dziadkowie, byliśmy z naszymi dziećmi i wnukami w ogrodzie zoologicznym. Zapewne nie raz. I jakoś wierzyliśmy w zapewnienia, że ogrody chronią zwierzęta przed wytępieniem, że chronią gatunki, których by już dawno nie było (aczkolwiek pozostaje pytanie – dlaczego by ich już dawno nie było? Ale to temat na osobny wpis.) I w równie oczywisty sposób wierzyliśmy, nawet nie pytając, że, pomijając fakt trzymania ich w niewoli, nikt w ogrodach nie krzywdzi zwierząt. Tymczasem wygląda na to, że krzywdzenie zwierząt i traktowanie ich przedmiotowo, jest w ogrodach zoologicznych nagminną praktyką. Bo jeżeli tak jest w trzech ogrodach, o których właśnie się czegoś dowiedzieliśmy, to nie łudźmy się, tak jest wszędzie, a pracownicy tych inkryminowanych ogrodów mówią otwarcie. To powszechna praktyka.

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Bicie serca

Teresa Rudolf

Nowy dzień

I znów piękny dzień;
zza okna trzepocą
jak ptaki, czyjeś
słowa, słowa;

czasem ciepłe, beztroskie 
jak podlotki, też i ostre
żyletki prujące powietrze
gdy robią wlot do ucha…

Ach…

Słowa, słowa; wymawiane
wyśpiewane, wymigane, 
te z palcem na ustach,
te na smyczy krótkiej,

te pierwszoplanowe 
grane w głowach, 
gotowe do porodu
i znów poronione,

te wreszcie wyczekane 
jak ta “łaska boska”,
lub jak i ” boska kara”…
za naiwne czekanie,

Słowa…

wyczekiwane jako
ta prawda, piękna…
dobra, lojalna, ta,
lekka jak motyl…

I nagle…

huk tłuczonego
szkła, bo wpada
komuś w duszę,
stumilowy kamień…

Serce

Przedziwny fenomen;
jest z tobą wszędzie, 
zaczyna twą drogę 
w życie i kończy ją.

Ten twój wierny pies,
nienachalny, idzie obok;
poprzez twe sukcesy,
za porażki zbiera łomot

i musi biegnąć szybciej,
szybko, gnać, krzyczy:
zwolnij, bo umieram,
nie daję  już rady,

musi bić dzwonami,
z radości kochania
też z bólu rozstań,
z bycia dobrym,

z nadziei na radość,
z lęku przed złem,
cierpiąc dla innych, 
też i przez nich…

Serce

Bohater piosenek,
poezji, malarstwa, 
romantyk, sceptyk,
milczek i gaduła…

jak często zaniedbane,
zapomniane, zdradzone
przez ciebie, zanim przez
tych innych, co je podeptali,

wie o tobie jak nikt inny
wszystko; dobre i złe,
nocą nie śpi, w dzień
słania się na nogach…

wypalone, chce wreszcie
odpocząć, kładzie się,
lub siada wszędzie
przyzwyczajone…

I jak wierny pies,
zwinięty w kłebek
w tobie wygodnie,
po cichu zaśnie…

…na zawsze.

“Małą Mi” do Berlina i z powrotem (3). Dwie wolności.

Marek Włodarczak alias Tabor Regresywny

Czwarty dzień

Jak zwykle rano wyruszyłem około piątej . Doszedłem do ścieżki rowerowej nad kanałem i tam zrobiłem sobie  śniadanie. Zadowolony z siebie ruszyłem wzdłuż kanału, a tu masz babo placek. Ścieżka  najpierw odbija od kanału,  a potem się kończy. Przechodzę pod mostem kolejowym i nie mogę znaleźć kanału. Ktoś mi doradza, bym poszedł do skrzyżowania i tam kierował się na Beeskow. Jakaś kobieta mija mnie na rowerze, po czym zawraca i pyta skąd i dokąd idę.  Włącza tłumacza Google, pyta czy mam znajomych w Berlinie. Mówię, że idę na spotkanie literackie. Pyta, czy jestem pisarzem, odpowiadam, że tak. Tak jest prościej, nie będę  jej tłumaczył, że idę zdjąć foliowy woreczek z drzewa. Mówi, że też trochę pisze. Wskazuje mi drogę do śluzy i doradza kanał jako najkrótszą  drogę do Berlina. Śluzę znajduję w miejscu,  gdzie bym się tego najmniej spodziewał. Szukam na jej terenie jakiegoś dogodnego miejsca na wodowanie MAŁEJ MI, ale nie znajduje. Wychodzi do mnie operator śluzy, jest bardzo życzliwy, pyta dokąd i pokazuje dobre miejsce po drugiej stronie kanału.

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W Amsterdamie i w Warszawie, don Kichot je śniadanie na trawie

Arkadiusz Łuba (czyli wiadomo kto, ale dawno go nie było, więc może już nie wiadomo kto)

taaa

Ty jeden wielki znasz to, Don Kichocie,
Jednego ciebie to wspomnienie wzruszy.
Bo gawiedź śmiać się będzie wielolica,
Niewarta ostróg z la Manczy szlachcica!

Ty jeden znasz to, Don Kichocie:
reformy Molly Bloom na płocie.
Sztachetą w kroczu umazane;
ktoś inny powie, że obsrane.

Szlachcicu, głupcze też, z la Manczy!
(a Bujny Boylan już z nią tańczy.)

***

Ewa Maria Slaska

Foty z podróży do Amsterdamu (1)

Prawdziwe wiatraki (zdjęcia Anton):

Wiatraki jak malowane:

Wiatrak namalowany przez van Gogha:

Klocki lego na oknie:


Zamiast śniadania latarnia na trawie (totalnie bez związku z tematem, ale w niezwykłym kontekście; zdjęcie Anton):

100 najlepszych filmów wszechczasów

Ewa Maria Slaska

Lista stu najlepszych filmów wg portalu filmweb, czyli moja ulubiona rozrywka, gdy chcę coś obejrzeć, ale nie wiem co. Pierwszy film z kobietą w tytule pojawia się na pozycji 38 (nie o kobietach!), pierwszy polski film na pozycji 60 – to Bogowie, o Zbigniewie Relidze, drugi na pozycji 83 – Najlepszy o Jerzym Górskim. I wreszcie numer 90, Jak rozpętałem drugą wojnę światową. Czy to naprawdę najlepsze polskie filmy wszechczasów? A Brzezina? Wesele? Ziemia obiecana? Lotna? Popiół i diament? Ida? Polska pojawi się też na pozycji 10 – to Lista Schindlera i na 17 – Pianista.
Film o silnej i niezależnej kobiecie znalazł się dopiero na pozycji 80 (czyli daleko za Polakami) – Trzy bilboardy… Cały czas zdecydowana przewaga wojny, więzienia, walki i w ogóle męskich spraw (pierwsza kobieta jest “jak mężczyzna” – walczy i bierze sprawiedliwość w swoje ręce). Walka. Czy to w rzeczywistości, czy w science fiction. Na dwóch pierwszych miejscach filmy wg Stephena Kinga. I to od lat tak jest, bo śledzę te listy od dawna. Nie ma Pół żartem pół serio, nie ma Casablanki, jest tylko jeden Hitchcock i jeden Kurosawa, nie ma Bergmanna ani Tarkowskiego, nie ma Greenewaya, Wesa Anderssona, Godarda, Bunuela, Antonioniego i Felliniego. Nie ma czeskiego kina, minimalnie kino francuskie i włoskie, nie ma niemieckiego, rosyjskiego też nie ma, choć na pewno Hamlet ze Smoktunowskim powinien się tu znaleźć. Wiadomo, nie może być wszystkich i niczyja lista nie zgodzi się z naszą wewnętrzną, ale bardzo mnie niepokoi, że moja lista i ta oficjalna odchodzą od siebie aż tak daleko.

Z tej widziałam 36 filmów i żaden oprócz Życia Briana nie znalazłby się na mojej liście.

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Literaturfestival

Berlin, 15. August 2025
English Version below
Liebes Publikum,
es steht viel auf dem Spiel! Die Weltordnung, wie wir sie kennen, gerät ins Wanken: Europa schwächelt, die USA scheint wie in Trance, Russland rutscht tiefer in den Wahn, China festigt seine ökonomische Vormachtstellung… Wie gehen wir um mit der immer deutlicheren Verschiebung von demokratischen hin zu autokratischen Gesellschaftsformen? An der Schwelle zu einer Epoche, in der Konflikte und Ideologien den Ton angeben, suchen wir das Gespräch mit Autor:innen und Wissenschaftler:innen, die dem kollektiven Unbehagen mit Fachwissen und klarem, erhellendem Geist begegnen.
Freuen Sie sich mit uns auf spannende und lebendige Dialoge und Diskussionen, die zum Gedankenaustausch und Reflektieren über die brennenden Fragen unserer Zeit anregen.  
© Lennart Woithe
Wie es um die deutsche Sicherheitspolitik im europäischen Kontext steht, werden der Militärhistoriker Sönke Neitzel und der Sicherheitsexperte Carlo Masala zusammen mit der Journalistin Anna Engelke in »Ernstfall Zeitenwende« beleuchten.

Die beiden Nobelpreisträgerinnen Swetlana Alexijewitsch und Irina Scherbakowa sprechen in »Im Recht des Menschen«  darüber, was sie antreibt, ihren Kampf gegen Menschenrechtsverletzungen und Staatsterror niemals aufzugeben. [ACHTUNG: Der Termin wurde vom 18.9. auf den 13.9. vorverlegt!]

Die Schriftstellerin Aliyeh Ataei, die Sinnfluencerin Theresa Brückner und die Journalistin Shila Behjat widmen sich in »Tradwife Reloaded«  einem wachsenden post-feministischem Social Media Phänomen.

Wir setzen »Worte in Bewegung« und wechseln für einen Tag vom Haus der Berliner Festspiele ins Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung. Hier werden sich die Autor:innen Taqi AkhlaqiAlhierd BacharevičCan DündarIrene LangemannStella Nyanzi und Uwe Wittstock auf den zwei Podien »Schreiben – Zwischen – Welten« und »Literatur im Exil – Exil in der Literatur?« über ihre persönliche Erfahrung respektive professionelle Auseinandersetzung mit Exil unterhalten. In einer Reihe kurzer Lesungen stellen zudem internationale Schriftsteller:innen in vier verschiedenen Räumen des Dokumentationszentrums ihre Texte in Intervallen vor. Während der Pausen kann zwischen diesen Orten gewandelt werden.

Welch verheerende Wirkung Sprache haben kann, wissen der Übersetzer von Hitlers »Mein Kampf«, Olivier Mannoni, der Philosophieprofessor Tim Henning und der Journalist Nikolaus Blome, worüber sie mit der Feuilletonchefin der FAS, Julia Encke, in »Sprachgewalt« diskutieren werden.

Wie es sich anfühlt und was es bedeutet, unter der zweiten Amtszeit von Donald Trump in den USA zu leben und zu wirken, berichten die Schriftstellerin Jamaica Kincaid, die Journalistin Elizabeth Kolbert und der Historiker William Hitchcock in »USA unter Trump 2.0«.

Über sein Gefühl, im sozialen Miteinander zunehmend zu vereinsamen, spricht der Autor Anton Weil mit dem Soziologen Janosch Schobin in »[Männliche] Einsamkeit«.

Zusammen mit dem PEN Berlin, dem PEN Ukraine und dem Ukrainischen Institut gedenken wir der im Krieg verstorbenen Autorin und Journalistin Victoria Amelina und veranstalten einen langen »Solidaritätsabend für die Ukraine« u.a. mit Katja PetrowskajaSerhij ZhadanVassili Golod und Paul Ronzheimer.

Bevor wir das Festival mit der legendären TROPEN-Party beschließen, tauschen sich der Kultmoderator Jürgen Kuttner und die Debütromanautorin Laura Laabs in »Adlergestell. Ein Ostberliner Dschungel« über Ostberliner Sozialisation und die Nachwendezeit aus.Vom Weltgeschehen wenden wir unseren Blick auch nach Innen und hinterfragen den Druck, unter dem die derzeitige öffentliche Kulturförderung in Europa steht. In »Cultural Policy against Mistrust« sprechen Expert:innen aus Politik und Wissenschaft mit Kulturschaffenden darüber, wie eine Kulturpolitik aussehen kann, die den tatsächlichen Wert der Künste jenseits von Instrumentalisierung erschließt. Und in »Connecting Literary Festivals« lassen uns Festival-Direktor:innen aus verschiedenen Regionen der Welt hinter die Kulissen ihrer Literaturfestival-Produktionen schauen.

Wir freuen uns auf Ihre Neugier, die Sie gewiss zu einem Besuch
des 25. internationalen literaturfestival berlin verleiten wird,
und heißen Sie vom 11. bis 20. September ganz herzlich bei uns willkommen.
Beste Grüße
Dr. Nora Mengel – Kuratorin und Programm-Managerin und das ilb-Team
 ***
English Version
Dear Audience
Much is at stake. The world order as we know it is shifting: Europe is faltering, the United States appears to be in a trance, Russia is sinking deeper into delusion, and China is consolidating its economic dominance… How do we address the increasingly evident shift from democratic to autocratic forms of society? Standing at the threshold of an era in which conflicts and ideologies set the tone, we seek conversations with authors and scholars who meet our collective unease with expertise, clarity, and insight.Join us for thought-provoking, dynamic dialogues and debates that invite reflection on the most pressing questions of our time.
© Lennart Woithe
Military historian Sönke Neitzel and security expert Carlo Masala, in conversation with journalist Anna Engelke, will examine Germany’s security policy in the European context in »Ernstfall Zeitenwende« .

Nobel Prize laureates Swetlana Alexijewitsch und Irina Scherbakowa discuss in »Im Recht des Menschen« what drives them to continue their fight against human rights violations and state terror. [Please note: this event has been moved from September 18 to September 13.]

Author Aliyeh Ataei, social media influencer Theresa Brückner, and journalist Shila Behjat explore a growing post-feminist social media trend in »Tradwife Reloaded« .

With »Words in Motion« we leave the Haus der Berliner Festspiele for a day and move into the Documentation Centre for Displacement, Expulsion, Reconciliation. Authors Taqi Akhlaqi, Alhierd Bacharevič, Can Dündar, Irene Langemann, Stella Nyanzi, and Uwe Wittstock will take part in two panels – »Writing – Between  – Worlds« and »Literature in Exile – Exile in Literature?« – reflecting on their personal experiences and professional engagement with exile. In a series of short readings, international writers will present their work in four different spaces of the Documentation Centre at timed intervals. Visitors are invited to move between the venues during the breaks.

Translator of Hitler’s »Mein Kampf« Olivier Mannoni, philosophy professor Tim Henning, and journalist Nikolaus Blome, in conversation with FAS arts editor Julia Encke, will examine the devastating power of language in »Sprachgewalt«.

Writer Jamaica Kincaid, journalist Elizabeth Kolbert, and historian William Hitchcock will share their perspectives on living and working in the United States during Donald Trump’s second term in »USA unter Trump 2.0«.

Author Anton Weil and sociologist Janosch Schobin will discuss the growing phenomenon of male isolation in »[Männliche] Einsamkeit«.

Together with PEN Berlin, PEN Ukraine, and the Ukrainian Institute, we commemorate the late author and journalist Victoria Amelina with an extended »An Evening of Solidarity for Ukraine«, featuring Katja Petrowskaja, Serhij Zhadan, Vassili Golod, and Paul Ronzheimer.

Before the festival ends with the legendary TROPEN party, presenter Jürgen Kuttner and debut novelist Laura Laabs will talk about East Berlin’s social fabric and the post-reunification years in »Adlergestell. Ein Ostberliner Dschungel«.Alongside the global focus, we also turn inward, questioning the pressures currently weighing on public cultural funding in Europe. In »Cultural Policy against Mistrust«, policy-makers and scholars join cultural practitioners to discuss how cultural policy can recognise the true value of the arts beyond political or economic instrumentalisation. And in »Connecting Literary Festivals«, festival directors from different regions of the world will take us behind the scenes of their literature festival productions.

We look forward to your curiosity – and to welcoming you to the
25th international literature festival berlin from September 11 to 20.
Kind regards,
Dr. Nora Mengel – Curator and Program Manager
and the ilb team
Peter-Weiss-Stiftung für Kunst und Politik e.V.
25. internationales literaturfestival berlin
Frankenallee 13, 14052 Berlin
Tel.: +49 30 27 87 86 0
info@literaturfestival.com