Tibor Jagielski
szachy z koźlej skóry:
pionki – wiatraki
pan kiszot – król
sanczo – królewna
goniec – byk
skoczek – koza
wieża – wieża
wie g., genau stuhr, von maschinen umgeben, aber doofer (selbstmedikamention);
als strafe dafür tingelttangelt er jetzt zwischen krankenhaus und zu in ein schlachtfeld umgewandelten wohnung (3 gehstöcke, zwei rolators, mehrere pc, auch ein smartphone, geladen und bereit)
die sanitäter trugen ihn wieder rein (der einer war bärtig, der andere haarlos)
und setzen ihn auf der couch und verschwanden schleunigst
sein katheterbeutel war übervoll und aus seinen mund floss gelblicher speichel
– jezus! – sagte ich mir tief in inneren – warum?
und dann fiel mir ein, zu den sänitätern,
dass der bärtige lächelte und der kahle misgrämig war.

anm.
1. “wie g., genau stuhr,”
g.
zuletzt zog er sich
auf einen berg aus beton
den höchsten turm des märkischen viertels
zurück
ein gewisser charme
den er zweifelslos besaß
konnte seinen trostlosen atheismus
sowie knauserigkeit
nicht übertünchen
die barnimer höhen waren an diesem tag gut zu sehen
noch bei bewusstsein
bat er den arzt
keine lebensrettendenmaßnahmen einzuleiten
er ging fort
wie er gelebt hat
auf eine art
unspektakulär
t.j.
aus dem cyclus”tod in tegel”
25 VIII 11
anm.
2. “szachy z koźlej skóry”
palma i kosodrzewina: dialog
(dla pani moniki m.)
p: rosne prosto i wysoko;
na mnie spoczywa
wszechmogacego oko.
k: a ja nisko, no i krzywo,
bez boga.
albo, raczej, mimo.
t.j.
noc z 16 na 17 III MMMX
palme und zwergkiefer: dialog
(für frau monika m.)
p: ich wachse hoch und stramm
unter
des allmächtigen namen
z: krumm und niedrig ich
auch ohne gott
und nur für mich
t.j.
nacht von 16 auf 17 III MMMX
anm.
3. “der bärtige lächelte und der kahle misgrämig war”
da fiel ,mir der hermann hesse ein, “narziss und goldmund”: derselbe ausgangspunkt, zwei verschiedene wege und gemeinsames endpunkt; was bleibt ist nicht viel und die wellen der zeit wischen es vom strand der geschichte ab, vielleicht nur die liebe, die wir unserer umgebung schenken;